Nach der offiziell gemeldeten Insolvenz des E-Bike-Herstellers Ampler reagiert der Anbieter Blurby mit einem Trade-in-Programm für betroffene Besitzerinnen und Besitzer. Ziel ist es, Fahrerinnen und Fahrer von proprietär aufgebauten E-Bikes auf Systeme mit standardisierten, leichter reparierbaren Komponenten umzustellen.
Laut Blurby stellt die Insolvenz insbesondere für Nutzerinnen und Nutzer problematisch dar, da bei proprietären Antriebssystemen und integrierten Komponenten wie Motorsteuerung und Batterie die langfristige Ersatzteilversorgung und der Support gefährdet sein können. Als Vergleich wird auf ähnliche Entwicklungen in der Branche verwiesen, bei denen nach Unternehmensausfällen teilweise keine Reparaturen mehr möglich waren.
Drei Stufen der Inzahlungnahme
Das Programm bewertet eingereichte Ampler-Bikes nach Generation und Zustand und sieht folgende Staffelung vor:
- Generation 3 (Modelle wie Nova, Nova Pro oder Curt 2026): bis zu 1.000 Euro Gutschrift
- Generation 2 (Modelle 2022–2025 wie Axel, Juna, Stout, Stellar oder Curt Gen 2): 500 Euro Gutschrift
- Generation 1 (Modelle 2018–2021): 250 Euro Gutschrift
Die Abwicklung erfolgt in drei Schritten: Zunächst wird über ein Formular ein Angebot angefordert, anschließend wird die Einstufung geprüft und ein Rabattcode ausgegeben. Danach folgt die Rücksendung des alten Fahrrads sowie die Lieferung eines neuen Modells.
Fokus auf Reparierbarkeit und Standardteile
Blurby positioniert die eigenen Modelle als Alternative mit Fokus auf Wartungsfreundlichkeit. Die Räder setzen demnach auf standardisierte Komponenten, die von jedem Fahrradfachbetrieb in Europa gewartet werden können. Zudem wird ein geringes Gewicht ab rund 14 Kilogramm sowie ein wartungsarmer Riemenantrieb hervorgehoben.
Die Produktion erfolgt nach Angaben des Unternehmens innerhalb der EU, konkret in Budapest, inklusive Lackierung und Ersatzteilversorgung. Für den Riemenantrieb wird eine Garantie von fünf Jahren angegeben.
Nach Unternehmensangaben sollen im Rahmen des Programms auch wiederverwendbare Komponenten aus eingetauschten Rädern weiter genutzt werden, um bestehende Fahrräder im Umlauf zu halten und Ressourcen zu schonen.
Mehr dazu gibt es direkt bei Blurby.




Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Bitte beachte unsere Kommentarregeln:
Wir möchten eine respektvolle und konstruktive Diskussion fördern. Kommentare, die thematisch nicht passen, beleidigend sind oder den Zweck haben, andere Leser oder Autoren herabzusetzen, behalten wir uns vor zu löschen. Denke daran, so zu schreiben, als würdest du mit echten Personen sprechen. Humor ist willkommen, politische Diskussionen sollten vermieden werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines Kommentars.
Bleib auf dem Laufenden:
Du kannst den Kommentar-Feed dieses Beitrags abonnieren.
Wer immer alles mitverfolgen möchte, sollte den Hauptfeed abonnieren.