Nach erfolgreicher Pilotphase in Deutschland plant der Refurbished-Spezialist den Ausbau seines Abholservices in weitere europäische Märkte
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Der Markt für professionell generalüberholte E-Bikes wächst weiter – und mit ihm die Anforderungen an Logistik und Service. Das Unternehmen Upway baut deshalb seine eigene Logistiklösung nach einer erfolgreichen Pilotphase in Deutschland weiter aus. Ziel ist es, den Prozess rund um die Abholung gebrauchter E-Bikes transparenter, effizienter und kundenfreundlicher zu gestalten.

Die unter dem Namen „Upway Logistics“ entwickelte Lösung wurde zunächst an den deutschen Standorten Düsseldorf und Illingen getestet. Nach Angaben des Unternehmens wurden dort bereits im April rund 500 E-Bikes abgeholt. Nun soll das System schrittweise auf weitere europäische UpCenter ausgeweitet werden – unter anderem nach Mechelen in Belgien, Amsterdam sowie Gennevilliers in Frankreich.

Aktuell konzentriert sich Upway Logistics auf die sogenannte Inbound-Logistik, also die Abholung gebrauchter E-Bikes bei Kundinnen und Kunden. Der Versand aufbereiteter E-Bikes an Käufer soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen, sobald die technische Infrastruktur dafür vollständig bereitsteht.

Im Fokus steht dabei vor allem die Digitalisierung des Abholprozesses. Künftig sollen Kunden automatische Benachrichtigungen erhalten und den Fahrer in Echtzeit verfolgen können. Zusätzlich dokumentiert Upway den Zustand der Fahrräder bei der Übergabe per Foto, erstellt digitale Abholprotokolle und bestätigt die Übergabe direkt vor Ort per Unterschrift. Stéphane Ficaja, Upway Co-Gründer, erklärt dazu:

Gerade bei hochwertigen E-Bikes erwarten Kunden ein hohes Maß an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kommunikation. Mit Upway Logistics schaffen wir eine Lösung, die konsequent aus der Perspektive des Kunden konzipiert wurde und den gesamten Abholprozess deutlich transparenter und bequemer macht. Stéphane Ficaja

Die operative Durchführung erfolgt laut Unternehmen gemeinsam mit regionalen Logistikpartnern. Upway übernimmt dabei weiterhin die Steuerung der Prozesse sowie die Qualitätssicherung. Perspektivisch sind zusätzliche Funktionen geplant, darunter ein direkter Fahrrad-Check-in durch die Fahrer bereits am Abholort.

Stéphane Ficaja (li.)

Für die Hochsaison im Frühjahr und Sommer rechnet das Unternehmen europaweit mit einem monatlichen Abwicklungsvolumen von 1.500 bis 2.000 Fahrrädern. Darüber hinaus prüft Upway ab 2027 den Aufbau eigenständiger Logistikstrukturen außerhalb der bestehenden UpCenter-Infrastruktur. Dafür wären zusätzliche Standorte und weitere Infrastrukturmaßnahmen erforderlich.

Mit dem Ausbau seiner Logistik will Upway den Kauf und Verkauf gebrauchter E-Bikes in Europa weiter professionalisieren und den gesamten Prozess stärker kontrollieren – von der Abholung bis zur späteren Wiederaufbereitung.

Quelle: PM Upway
Bild: Upway