Mit der Eröffnung seines bislang größten sogenannten „UpCenters“ setzt das Pariser Refurbishment-Spezialist Upway ein deutliches Zeichen für den deutschen Markt. Am 27. April 2026 nahm das Unternehmen seinen neuen Standort in Illingen (Baden-Württemberg) offiziell in Betrieb – als Teil einer Investitionsoffensive, die bis 2027 ein Volumen von bis zu 15 Millionen Euro erreichen soll.
Zur Eröffnung waren neben Illingens Bürgermeister Armin Pioch auch die Landtagsabgeordneten Stefanie Seemann (Bündnis 90/Die Grünen) und Nico Gunzelmann (CDU) vor Ort. Auf einer Fläche von 10.500 Quadratmetern sollen bereits bis Juni 2026 rund 50 Mitarbeitende beschäftigt werden.
Perspektivisch plant Upway, die Belegschaft auf bis zu 200 Personen auszubauen. Upway-Mitgründer Toussaint Wattinne betonte die strategische Bedeutung des Standorts:
Impuls für Strukturwandel in der Region
Die Ansiedlung in Illingen gilt als wichtiger Impuls für den wirtschaftlichen Wandel in einer traditionell stark von der Automobilindustrie geprägten Region. Bürgermeister Armin Pioch sieht in Upway einen passenden Partner für die Zukunftsausrichtung der Gemeinde:
Auch politisch wurde die Standortentscheidung positiv bewertet. Nico Gunzelmann hob den unternehmerischen Mut hervor und verband dies mit einem Appell an die Politik, vergleichbare Zukunftsorientierung zu zeigen. Stefanie Seemann unterstrich die Rolle des Unternehmens im Kontext der Mobilitätswende und betonte die wachsende Bedeutung von E-Bikes im Alltagsverkehr.
Mit dem neuen Standort erhöht Upway seine Gesamtkapazität in Deutschland auf rund 25.000 Quadratmeter. Zuvor hatte das Unternehmen bereits 2022 ein erstes UpCenter in Berlin eröffnet, gefolgt von einem weiteren Standort in Düsseldorf im Frühjahr 2025.
Industrielle Aufbereitung auf hohem Niveau
Im Rahmen der Eröffnung erhielten Gäste Einblicke in die Prozesskette der E-Bike-Aufbereitung. Diese beginnt mit der technischen Eingangsanalyse inklusive Akkutest und führt über die mechanische Instandsetzung bis hin zur umfassenden Qualitätskontrolle.
Nach der technischen Überprüfung werden die Fahrräder gründlich gereinigt und im hauseigenen Fotostudio für den Online-Vertrieb aufbereitet.
Anschließend erfolgt die transportsichere Vorbereitung – etwa durch Demontage von Pedalen oder das Drehen des Lenkers – sowie die individuelle Verpackung. Während Standardmodelle in Kartons versendet werden, kommen für E-Lastenräder spezielle Palettenlösungen zum Einsatz.
Neu ist zudem, dass Upway inzwischen auch Fahrräder ohne elektrischen Antrieb in sein Refurbishment-Programm aufnimmt.
Weitere Expansion geplant
Mittelfristig plant Upway, bis zu sieben UpCenter in Deutschland zu betreiben. Insgesamt könnten dadurch bis zu 1.000 Arbeitsplätze entstehen. Die Expansion unterstreicht die wachsende Bedeutung des Refurbishment-Segments im Fahrradmarkt – sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Perspektive.
Fazit
Mit dem neuen UpCenter in Illingen baut Upway seine Präsenz in Deutschland konsequent aus und schafft zugleich neue Perspektiven für eine Region im strukturellen Wandel. Die geplante Skalierung der Kapazitäten und Beschäftigtenzahlen erscheint vor dem Hintergrund der Marktentwicklung realistisch. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie sich industrielle Kompetenz in den Dienst einer nachhaltigen Mobilitätswirtschaft stellen lässt – und welche Rolle die professionelle Wiederaufbereitung dabei künftig spielen dürfte.
Weitere Informationen zu Upway findet man auf der Website des Unternehmens.



















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