Das Xyron SUV 4.0 wurde von Conway Bikes für 2026 als bisher einziges Modell der Baureihe auf den neuesten Stand gebracht. Die E-SUV-Kategorie spielt beim Hersteller aus Weiden in der Oberpfalz seit längerer Zeit eine große Rolle. Zum aktuellen Modelljahr hat man das wahrscheinlich beliebteste Modell der Reihe auf den neuesten Bosch CX Gen5 aktualisiert und auch den PowerTube 800 Akku im Aluminiumrahmen untergebracht. Was das vollgefederte E-Mountainbike für jeden Tag weiter auszeichnet, haben wir über mehrere Wochen versucht, für unsere Leser herauszufinden. Hier unser Testbericht.
Conway Xyron SUV 4.0 im Überblick
Die Xyron SUV-Modelle ergänzen die potente FullPower-E-MTB-Serie Xyron von Conway schon seit längerer Zeit mit einer alltagstauglichen Ausstattung ab Werk. Das Xyron SUV 4.0 macht da keine Ausnahme und kommt für 2026 mit einem erhöhten Federweg am Heck daher.
Zwei Farben bietet Conway für dieses Modell an, beide in matter Ausführung. Wir hatten unser Testbike in metallic grey bekommen, alternativ hätte es noch deepblue matt gegeben. Im Rahmendreieck befindet sich eine Fidlock bike base-Aufnahme für eine Trinkflasche und weitere Anschraubpunkte unter dem Unterrohr.
Beim Antrieb setzt es als einziges Modell der Baureihe auf die neueste Version des Bosch Performance Line CX und den bisher größten Akku des Antriebsherstellers aus dem Schwabenland, der 800 Wh für eine hohe Reichweite bereitstellt. Zudem bezeichnet Conway das Pedelec als Range Extender ready, so dass man optional auf 1.050 Wh kommen kann.
Bis zu 100 Nm Drehmoment, 400 % Unterstützung und 750 Watt an Leistung kann der Nutzer über die Bosch eBike Flow-App freigeben, wenn er bereit ist einen höheren Energieverbrauch und Verschleiß zu akzeptieren. Seit Anfang Mai 2026 sind dank Performance Ugrade 2.0 sogar bis zu 120 Nm und 600 % Unterstützung möglich. Das konnten wir hier nicht mehr ausprobieren.
Das E-SUV-Bike ist mit der Mini Remote am Lenker, dem System Controller im Oberrohr (Montageöffnung auch für Kiox 400C geeignet) und dem bewährten Kiox 300 ausgerüstet. Letzteres ist neben dem Vorbau montiert, eventuell weil das Frontlicht den Platz vor dem Lenker besetzt hat. Das Bosch Connect Modul ist laut Website auch an Bord und bringt weitere Funktionen.
Die kombinierte Kraft des Antriebs und des Fahrenden wird an die Shimano Deore-Schaltung mit 12 Gängen weitergegeben, die eine Bandbreite von 510 % bereitstellt und damit mehr als genug, um zusammen mit dem starken Antrieb so gut wie jeden Anstieg zu überwinden.
Conway verbaut bei diesem Modell die Schwalbe Marathon Plus MTB mit höchstem Pannenschutz auf den angepassten Aluminiumrädern von TRYP, was für eine stressfreie Nutzung im Alltag spricht, auch bei Ausnutzung des zulässigen Gesamtgewichts von 140 Kilogramm.
Das hohe Gewicht sollte jedenfalls für die Tektro HD-M535 kein Problem sein, vor allem weil Conway löblicherweise vorne und hinten große Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 203 mm verbaut.
Der Nutzer sitzt auf dem bequemen Selle Royal SRX+ Sattel, welcher über eine variable Limotec D1 Sattelstütze auch während der Fahrt in der Höhe angepasst werden kann. Die ergonomischen SQlab-Griffe am 720 mm breiten Lenker sollen die komfortable Sitzposition ergänzen.
Auch eine Beleuchtung ist an Bord. Vor dem Lenker ist die Herrmans „MR9“ verbaut (leider ohne Fernlicht), hinten am Gepäckträger dann die AXA „Juno E-Bike“ mit integrierter Bremslicht-Funktion, die beim Bremsen automatisch aufleuchtet. Die kompakte Klingel hat ihre Aufgabe zudem zuverlässig erledigt.
Der Gepäckträger ist ein Massload mit MIK-System und integrierter Federklappe, der sich zusammen mit den Schutzblechen harmonisch in das Design des E-SUV-Bike einfügt und trotzdem allerlei Möglichkeiten bietet, um Gepäck befestigen zu können.
Wem das nicht reicht, kann laut der Conway-Website auch einen optional erhältlichen Frontträger an der HTM 2.0 Frontträgeraufnahme befestigen. Wo dieser allerdings befestigt werden soll, wurde uns bei Betrachtung des Steuerrohrs nicht ersichtlich. Vielleicht ein Fehler in der Beschreibung.
Die bereits angesprochenen Schutzbleche sind von Curana, aus Aluminium und stabil ausgeführt. Durch ihre breite Form sollen sie auch bei widrigen Bedingungen den meisten Schmutz und Nässe vom Nutzer fernhalten. Hierbei helfen auch noch Schmutzlappen vorne und hinten.
In der Praxis
Wir haben das Xyron SUV 4.0 unter verschiedensten Bedingungen getestet. Ob die schnelle Fahrt in die nächste Stadt, auf Waldwegen oder auf längeren Touren: Wir haben einen umfassenden Eindruck vom aktuellsten E-SUV der Marke Conway gewonnen. Und das bei schönstem Sonnenschein und Regen gleichermaßen.
Das robuste Modell mit seiner hohen Tragfähigkeit ist zwar mit über 29 Kilogramm nicht gerade leicht, konnte aber trotzdem agil bewegt werden. Das lag nicht zuletzt am Bosch Performance Line CX der 5. Generation, der per eBike Flow App auf 100 Nm und 750 W Leistung angepasst werden konnte.
In Verbindung mit der Shimano Deore Schaltung mit 12 Gängen konnte man so sehr zügig unterwegs sein, wobei der 12. Gang wirklich als Overdrive fungierte und man oft den Hinweis bekam, doch herunterzuschalten, wenn man nicht mit über 25 km/h unterwegs war. Eventuell hätte die Deore Linkglide mit elf Gängen auch gepasst.
Der Akku reicht auch bei schneller Fahrt in den hohen Unterstützungsstufen gut für Touren deutlich über 60 Kilometer aus, wobei wir bei unseren Fahrten nicht in die Bredouille eines knappen Akkus kamen. Das Aufladen dauert aber bei 800 Wh in Verbindung mit dem 4A-Ladegerät von Bosch aber entsprechend und sollte bei längeren Touren eingeplant werden.
Der optionale PowerMore 250 Range Extender kann am besten mit dem TWIST base for battery holder von Fidlock im Rahmendreieck platziert und dann am Ladeport links am Sattelrohr angeschlossen werden. Der Stecker sollte dabei nicht in Konflikt mit der Kurbel kommen.
Bei angeschlossenem Ladegerät sollte man aber aufpassen, denn der gerade Ladestecker desselben könnte beim Rangieren eventuell durch die Kurbel beschädigt oder genickt werden, wenn diese z.B. rückwärts dreht. Die Gefahr besteht allerdings bei vielen Modellen verschiedener Marken und beschränkt sich nicht auf unser Testmodell.
Das Xyron SUV 4.0 fühlt sich auf asphaltierten Wegen genauso wie im Gelände zu Hause. Somit ist es der Partner für den Weg zur Arbeit, oder dank stabilem Gepäckträger mit praktischen Rails für Seitentaschen auch für den Stopp am Supermarkt oder auch die längere Tour zu haben.
Dank des Federwegs von 150 mm kann man auch mal gröberes Geläuf unter die Räder nehmen, wobei Conway das Modell unter die Kategorie 2 (gemäß EN 17406) einstuft, was Freizeitfahrten/ Trekking unter moderater Anstrengung und geschotterte/ unbefestigte Wege mit mittlerer Steigung entspricht. Sprünge und Drops maximal 15 Zentimeter.
Der Reach von 485 mm kombiniert mit dem steilen Sitzwinkel von 78° ergibt in Größe L eine ausgewogene, moderne Fahrposition – effizient auf langen Forststraßen-Aufstiegen, ohne auf dem Trail zu wenig Kontrolle zu bieten. Stack und Steuerrohr (637/130 mm) sorgen für eine aufrechte, entspannte Haltung, die dem Touren-Charakter eines SUV-Bikes gut zu Gesicht steht.
Im Fahrbetrieb vermitteln die konstanten 452 mm Kettenstreben zusammen mit dem 65°-Lenkwinkel eine gutmütige, stabile Charakteristik – für das Conway E-SUV-Bike genau richtig, um auch weniger erfahrenen Fahrern Sicherheit zu geben.
Der Radstand von 1.269 mm hält sich für ein Gepäck-taugliches E-MTB angenehm kompakt, was dem Bike im typischen SUV-Revier – Schotterwegen, Wanderpfaden und moderatem Singletrail – ausreichend Handlichkeit verleiht.
Bei unserem Test wurden wir jedenfalls davon nicht eingeschränkt, weil es unserer Meinung nach genau das ist, was die meisten Menschen brauchen. Ein gut ausgestattetes Pedelec für den Weg zur Arbeit und tägliche Besorgungen, mit dem man aber auch mal in den Wald abbiegen kann, um dort über seine Hometrails zu jagen.
Sollte es einmal später am Tag oder auch ungemütlich werden, hat man alles an Bord: Schutzbleche, um die Verschmutzung in Grenzen zu halten und eine helle Beleuchtungsanlage mit Bremslicht, um sicher im Straßenverkehr unterwegs sein zu können. Die Reifen bilden einen guten Kompromiss aus hohem Pannenschutz und Griffigkeit bei unterschiedlichen Untergründen.
Hier wäre einzig ein Fernlicht noch schön gewesen, um den Sichtbereich auch an eine höhere Geschwindigkeit anpassen zu können. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, genauso wie das Fehlen eines ABS, das Einsteigern aber auch fortgeschrittenen Nutzern ein großes Maß an Unterstützung vor allem bei widrigen Bedingungen gewähren kann.
Das Kiox 300 liegt nicht ganz so gut im Blickfeld, wie es zum Beispiel bei einer Montage vor dem Lenker gelingen kann. Allerdings steht es jedem frei, den Montageort und die Ausrichtung anzupassen, um einen guten Kompromiss für einen selber zu finden. Uns hat das nach unten Schauen während der Fahrt etwas gestört, aber beim neuen Kiox 400C wäre es noch etwas tiefer.
Conway Xyron SUV 4.0 Full Suspension 2026
Motor: Bosch Performance CX, 750 W, 100 Nm
Batterie: Bosch Powertube 800, 800 Wh
Display: Bosch Kiox 300 / System Controller / Mini Remote
Rahmen: CONWAY Fully Intube Bosch, Alu, 150 mm
Gabel: ROCKSHOX Recon RL, 150 mm
Dämpfer: FOX Float Rhythm, 150 mm
Schaltung: Shimano Deore, 1×12
Bremsen: TEKTRO HD-M535, 203 mm v/h
Kurbelgarnitur: MIRANDA Virage, 36T w Guard
Vorbau: LEVEL 9 Adjustable, 65 mm
Sattelstütze: LIMOTEC D1, 31,6 mm, 125 mm
Sattel: SELLE ROYAL SRX+, 145 mm
Laufräder: CONWAY TRYP 30, Niro Speichen, SHIMANO HB-TC500 v / FH-TC500 h
Reifen: SCHWALBE Marathon Plus MTB, 57-622 v/h
Gewicht: 29,20 kg
zul. Gesamtgewicht: 140 kg
Preis: 4.999,95 EUR
Fazit
Mit dem Xyron SUV 4.0 hat Conway Bikes seine beliebte E-SUV-Baureihe gut weiterentwickelt. Die Umstellung auf das neueste Antriebssystem von Bosch inklusive des größten Akkus hat das E-MTB für den Alltagseinsatz weiter nach vorne gebracht. Seit Anfang Mai 2026 profitieren Nutzer zudem von einer weiteren Leistungssteigerung und weiteren Funktionen. Ebenfalls profitieren sie von der noch alltagstauglicheren Ausstattung mit mehr Federweg, mehr Pannenschutz und konsequenter abgestimmten Komponenten. Das i-Tüpfelchen wäre aus unserer Sicht noch die Integration des Bosch eBike ABS der 2. Generation und ein Scheinwerfer mit Fernlichtfunktion, welche dem Nutzer dann kaum noch Raum für Wünsche offen lassen würde. Ein toller Alltagsbegleiter. Uns jedenfalls hat das Conway Xyron SUV 4.0 auch so bereits vollends überzeugt und bekommt unsere Empfehlung.
- stabiler Rahmen
- sehr kräftiger Bosch CX mit bis zu 120 Nm
- großer Akku, optional erweiterbar
- kräftige Bremsen von Tektro
- Shimano 12-Gang-Schaltung mit hoher Bandbreite
- großer Federweg
- hohes zulässiges Gesamtgewicht
- pannensichere Reifen mit MTB-Profil
- hohe Anpassbarkeit (Vorbau, Variostütze)
- aufgeräumtes Cockpit
- helles Frontlicht, Rücklicht mit Bremslicht
- variabler Gepäckträger mit MIK-System
- „leise“ und breite Schutzbleche
- stabiler, einstellbarer Ständer
- hohes Gewicht
Transparenzhinweis: Unser ausführlicher Test des Conway Xyron SUV 4.0 wurde von der Hermann Hartje KG hinsichtlich der Produktionskosten unterstützt. Auf das Testergebnis und unsere Meinung hatte dies keinen Einfluss.













































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