32 Zoll im Fokus: Eurobike zeigt mögliche nächste Evolutionsstufe bei Gravel- und MTB-Laufrädern
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Die Laufradgröße zählt seit jeher zu den zentralen Entwicklungsparametern im Fahrradbau. Aktuell rückt dabei ein Format besonders in den Fokus der Fachwelt: 32 Zoll als potenzieller nächster Schritt für Gravel- und Mountainbikes wird zunehmend diskutiert.

Erste Prototypen solcher großvolumigen Laufräder sind bereits im sportlichen Einsatz zu sehen und sorgen für Aufmerksamkeit. Renneinsätze bei Veranstaltungen wie dem Unbound Gravel oder dem Cape Epic MTB-Race haben dem Thema zusätzliche Sichtbarkeit verschafft. Ob sich 32 Zoll jedoch langfristig als neuer Standard etablieren kann, bleibt offen und hängt maßgeblich von der weiteren Marktentwicklung ab. Klar ist bereits jetzt: Die Diskussion gewinnt in Industrie und Fachmedien spürbar an Dynamik.

Bild: Fairnamic GmbH

Technisch beschäftigen sich erste Hersteller und Entwickler wie Alex Rims, Light Bicycle oder Kenda Rubber mit den Eigenschaften und Anforderungen größerer Laufräder. Die physikalischen Argumente reichen von einem flacheren Überrollwinkel über potenziell bessere Traktion bis hin zu geringeren mechanischen Verlusten auf ruppigem Untergrund. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Konstruktion und Systemintegration deutlich: Gewicht, Steifigkeit, Geometrie und Handling müssen neu austariert werden.

Historisch wäre ein solcher Schritt eine Fortsetzung der bisherigen Evolutionssprünge. Während Mountainbikes in den 1970er-Jahren mit 26 Zoll starteten und später auf 29 Zoll wechselten, entwickelte sich das Gravelbike von 650B hin zu 28 Zoll. Ein weiterer Größensprung würde diese Entwicklung konsequent fortschreiben – ist jedoch konstruktiv deutlich anspruchsvoller als frühere Übergänge.

Plattform für Einordnung und Branchendialog

Die spannendsten Entwicklungen entstehen dort, wo neue Ideen, unterschiedliche Perspektiven und praktische Erfahrungen zusammenkommen. Die Eurobike macht sichtbar, welche Themen die Fahrrad- und Mobilitätsbranche bewegen, und schafft den Rahmen für Austausch, Einordnung und neue Impulse“, erklärt Philipp Ferger von Fairnamic.

Philipp Ferger, CEO Fairnamic GmbH

Die Messe zeigt dabei die gesamte Bandbreite aktueller Entwicklungen – von kompakten Lösungen für urbane Mobilität über etablierte Standards im Mountainbike- und Gravelbereich bis hin zu experimentellen Ansätzen mit größeren Laufraddurchmessern.

Fachliche Diskussionen auf mehreren Ebenen

Nicht nur auf den Messeständen, auch im Rahmenprogramm wird das Thema vertieft diskutiert. Im Gravel Talk stehen aktuelle Entwicklungen rund um Reifenbreiten, Geometrien und Laufradgrößen im Mittelpunkt.

Der Eurobike Innovation Summit am 24. Juni bietet zusätzlich eine zentrale Plattform für Zukunftsfragen der Branche. Unter anderem spricht Nils Verhoeven über das Potenzial neuer Laufradkonzepte im Systemverbund.

Auch die fahrstil-Trendlounge greift das Thema unter dem Titel „Größenwahn“ auf und beleuchtet unterschiedliche Laufradgrößen anhand historisch und kulturell bedeutsamer Exponate.

Große Räder Eurobike 2026

Bild: Fairnamic GmbH

Damit bündelt die Eurobike Diskussion, Praxisbezug und Marktüberblick an einem Ort. Die 34. Ausgabe findet vom 24. bis 27. Juni 2026 auf dem Gelände der Messe Frankfurt am Main statt.

Alle Infos dazu gibt es hier.