Mit dem FAB.4 ELA betritt MAXX 2026 gleich doppelt Neuland: Das Rosenheimer Unternehmen, das seit über 30 Jahren Fahrräder entwickelt und produziert, präsentiert mit diesem Modell sowohl sein erstes Carbon-Rahmenwerk als auch sein erstes E-Mountainbike auf Carbonbasis. Zwei bedeutende Meilensteine, die in einem einzigen Produkt zusammenfließen. Das FAB.4 ELA ist ein vollgefedertes E-MTB, das auf den brandneuen Avinox M2S Antrieb setzt und konsequent auf Leichtbau ausgelegt ist. Wer MAXX kennt, wird das vertraute Fahrgefühl der Marke wiedererkennen – ergänzt um elektrische Unterstützung und ein deutlich reduziertes Gesamtgewicht gegenüber bisherigen Modellen. Was das neue Bike im Detail zu bieten hat, zeigt der folgende Beitrag.
MAXX FAB.4 ELA 2026 im Überblick
Das FAB.4 ELA richtet sich als Carbon-Fully an Fahrer, die lange, anspruchsvolle Touren und technische Trails nicht als Hindernis, sondern als bevorzugtes Terrain betrachten. Das Modell soll die Lücke schließen zwischen einem echten Enduro-Charakter und dem Wunsch nach elektrischer Unterstützung, ohne dabei signifikante Kompromisse beim Gewicht oder der Fahrdynamik einzugehen.
MAXX positioniert das FAB.4 ELA als E-Enduro der Oberklasse. Der Carbonrahmen in Kombination mit dem leistungsstarken Avinox-Antrieb und einem vollständig konfigurierbaren Fahrwerk soll das Bike sowohl für ambitionierte Tourenfahrer als auch für technisch orientierte Trailfahrer gleichermaßen attraktiv machen. Erhältlich ist das Modell in den Rahmengrößen S bis XXL und damit für ein breites Körpergrößenspektrum von 160 bis über 200 cm geeignet.
Rahmen & Geometrie
Der Rahmen des FAB.4 ELA ist das Ergebnis einer vollständigen Neuentwicklung. MAXX verwendet für den Rahmen hochmodulare Carbonfaser in einer Epoxyd-Matrix-Konstruktion, bei der die Schichtarchitektur gezielt auf die Belastungsschwerpunkte ausgelegt wurde.
Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Motoraufnahme, dem Tretlagerbereich sowie dem Oberrohr und dem gesamten Hinterbau – den Bereichen, die beim E-MTB-Betrieb die höchsten Kräfte aufnehmen müssen.
Das Ergebnis ist laut MAXX ein Rahmen, der minimales Gewicht mit maximaler Torsionssteifigkeit verbindet. Letztere ist insbesondere im Zusammenspiel mit dem Avinox M2S relevant, da ein torsionsweicher Rahmen bei hohem Motormoment Energie in Form von Verformung schluckt, anstatt sie effektiv auf den Untergrund zu übertragen.
Die Geometrie des FAB.4 ELA basiert auf der bewährten DNA des FAB 4 ELS, die MAXX als Referenzsystem für Laufruhe, Agilität und Fahrwerkskontrolle gleichzeitig beschreibt. Für das E-MTB wurde auf dieser Basis ein vollständig neu konstruierter Rocker Link entwickelt, der die Hinterbaukinematik an die spezifischen Anforderungen elektrisch unterstützten Fahrens anpasst.
Konkret bedeutet das: progressiver Druckanstieg in der Endphase des Federwegs, verbesserte Sag-Sensibilität für ein direktes Ansprechverhalten und eine optimierte Anti-Squat-Charakteristik beim Antritt. Letztere ist beim E-MTB besonders relevant, da die höheren Antriebskräfte den Hinterbau beim Beschleunigen stärker belasten als bei einem rein muskelkraftgetriebenen Rad.
Anhand der Geometrietabelle lässt sich das Fahrverhalten gut einordnen: Der Lenkwinkel beträgt über alle Größen hinweg konstant 65°, was für ein modernes Enduro zwar nicht als extrem flach gilt, aber ausreichend Laufruhe bei höheren Geschwindigkeiten und in steilem Terrain gewährleistet.
Der effektive Sitzwinkel von 75° ist bergauf-orientiert und ermöglicht ein effizienter positioniertes Fahren auf langen Anstiegen, was beim E-MTB durch die zusätzliche Motorunterstützung noch relevanter wird. Die Kettenstrebe bleibt über alle Größen konstant bei 455 mm – ein kompromissloser Wert, der dem Bike Wendigkeit und ein kompaktes Heck sichert.
Der Reach wächst von 427 mm (S) bis 525 mm (XXL) linear an, was auf eine sorgfältige Skalierung der Geometrie hindeutet. Kombiniert mit dem Stack von 634 bis 688 mm ergibt sich eine progressive, aber nicht übertrieben gestreckte Sitzposition, die sowohl für technisches Gelände als auch für längere Ausfahrten geeignet erscheint.
Der Radstand reicht von 1222 mm (S) bis 1346 mm (XXL) – Werte, die für Stabilität bei hohem Tempo sorgen, ohne die Agilität auf engen Singletrails übermäßig einzuschränken. Die Tretlagerhöhe ist mit 355 mm über allen Größen identisch und liegt damit im Trail-/Enduro-typischen Bereich.
Mit 23 mm Absenkung gegenüber der Nabenachse ergibt sich ein guter Kompromiss zwischen tiefem Schwerpunkt und ausreichend Bodenfreiheit für technische Passagen.
Motor & Akku
Als Antriebseinheit setzt das FAB.4 ELA auf den Avinox M2S Motor. Mit einem Spitzendrehmoment von bis zu 150 Nm im Boost-Modus und einer Spitzenleistung von 1.500 Watt gehört der M2S zur Leistungsspitze der aktuell erhältlichen E-MTB-Antriebe. Das Gewicht des Motors beträgt 2,6 kg, was im Vergleich zu etablierten Mitbewerbern kompetitiv ist.
Die Unterstützungsrate ist mit 50 bis 800 Prozent breit gespreizt und erlaubt sowohl eine kaum spürbare Trittunterstützung im Eco-Bereich als auch maximale Kraftentfaltung im Boost-Modus. Gerade für technische, steile Passagen, bei denen plötzlich hohe Kraft gefragt ist, kann eine solch weite Spreizung der Antriebsmodi ein deutliches Sicherheitsplus bedeuten.
Der Akku ist herausnehmbar konstruiert und wahlweise mit 600 Wh oder 800 Wh erhältlich. Beide Varianten setzen auf moderne 21700-Zellen, die gegenüber dem älteren 18650-Format eine höhere Energiedichte und Leistungsfähigkeit bieten. Das Akkugewicht beginnt laut MAXX ab 2,96 kg. Die Entnahme des Akkus ermöglicht einfacheres Laden außerhalb des Bikes sowie den Einsatz eines Wechselakkus für besonders reichweitenintensive Touren.
Zur Bedienung dient ein integriertes 2-Zoll-OLED-Farbdisplay mit automatischer Helligkeitsanpassung. Das Display ist auf Handschuhbetrieb ausgelegt und soll auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar sein – ein Detail, das im Tourenalltag und insbesondere in alpinem Terrain mit häufig wechselnden Lichtverhältnissen relevant ist.
Fahrwerk & Ausstattung
Das FAB.4 ELA bietet 160 mm Federweg am Hinterbau sowie 170 mm an der Gabel. Diese Kombination ist für ein E-Enduro stimmig: Genug Reserven für anspruchsvolleres Terrain und technische Abfahrten, ohne in den Bereich eines Downhill-orientierten Bikes zu wechseln, bei dem die Effizienz bergauf leidet.
Ein Schwerpunkt des Modells liegt auf der Individualisierbarkeit. Reifen, Bremsen, Fahrwerk und Ergonomiekomponenten lassen sich laut MAXX exakt auf den jeweiligen Fahrstil anpassen. Konkrete Angaben zu Serienkomponenten werden durch MAXX im Rahmen dieser Vorstellung nicht im Detail spezifiziert – die finale Ausstattung dürfte je nach Konfiguration variieren.
Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit zur individuellen Rahmenlackierung. MAXX hat am Unternehmensstandort Rosenheim eine eigene Nasslackierungsanlage aufgebaut und bietet damit einen im Carbon-E-MTB-Segment ungewöhnlichen Service: Der Carbonrahmen kann auf Wunsch in einer von 50 Standardfarben oder in einem beliebigen individuellen Farbton lackiert werden – einschließlich RAL- oder Hersteller-Farbcodes. Diese Option richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen, die ein Bike in ihrer Unternehmensfarbe wünschen.
Modellübersicht
MAXX FAB.4 ELA 2026
Motor: Avinox M2S, 1.500 W (Peak), 150 Nm
Batterie: Avinox 600 Wh, entnehmbar
Display: Avinox DP 100 Flat, Global
Rahmen: Carbon, 160 mm
Gabel: RockShox Lyrik Select, 170 mm, 29″
Dämpfer: RockShox Deluxe Select Plus TR, 205×65
Schaltung: Shimano XT Link Glide, 1×11
Bremsen: Shimano Deore BL-M6100/BR-M6120, 4-Kolben, 203/180 mm v/h
Kurbelgarnitur: n/a
Vorbau: FSA Comet 0°, 35 mm
Sattelstütze: M-Wave Dropper Post, 150 mm
Sattel: Ergon SMC10, 149 mm
Laufräder: Miché XM-H550/Newmen Perf. 30 Base, 28/29″ v/h
Reifen: Schwalbe Nobby Nic, 29×2.4″ v/h
Gewicht: n/a
zul. Gesamtgewicht: n/a
Preis: ab 6.699 EUR
Fazit
Das MAXX FAB.4 ELA markiert für den bayerischen Hersteller einen deutlichen Entwicklungssprung. Die Kombination aus erstmals eingesetztem Carbonrahmen, dem leistungsstarken Avinox M2S Antrieb und einem Hinterbaukonzept, das konsequent auf die Anforderungen des E-MTB-Betriebs abgestimmt wurde, ergibt auf dem Papier ein stimmiges Gesamtbild für ein modernes E-Enduro. Die Geometriewerte bewegen sich im aktuellen Mainstream des Enduro-Segments: ein flacher Lenkwinkel für Laufruhe, ein steiler Sitzwinkel für Effizienz bergauf und ein Reach, der dem Fahrer auch auf technischem Terrain ausreichend Kontrolle ermöglicht. Die konstante Kettenstrebe über alle Größen zeigt, dass MAXX auf ein homogenes Fahrverhalten über das gesamte Größenspektrum setzt. Der herausnehmbare Akku in zwei Kapazitätsstufen und die optionale individuelle Rahmenlackierung aus der eigenen Rosenheimer Produktionsstätte sind Details, die das FAB.4 ELA von vielen Wettbewerbern abheben. Letzteres dürfte insbesondere bei Käufern punkten, denen das Erscheinungsbild ihres Bikes genauso wichtig ist wie seine Fahrleistungen. Für eine abschließende Bewertung bedarf es natürlich ausführlicher Praxiserfahrung auf dem Trail. Die Grundzutaten – Carbonfaser, 150 Nm Drehmoment, bewährte Geo-DNA mit neu abgestimmter Kinematik – lassen jedoch ein Bike erwarten, das dem Anspruch eines ernstzunehmenden E-Enduros gerecht werden kann. Wir sind gespannt auf den ersten Fahrtest.
Alle weiteren Details finden sich auf der MAXX-Website.










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