Verbände geben dem Fachhandel konkrete Empfehlungen zur Abrechnung beim aktuellen CUBE-Kurbelrückruf
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Der Verbund Service und Fahrrad (VSF) sowie BIKE&CO haben anlässlich des aktuellen Produktrückrufs der ACID Hybrid Carbon Kurbelarme von CUBE ihre Forderung nach einer fairen Vergütung des Fachhandels bekräftigt. Hintergrund ist der erhebliche organisatorische und zeitliche Aufwand, der bei sicherheitsrelevanten Rückrufen in Werkstätten entsteht.

Wie der VSF mitteilt, seien Produktrückrufe zwar essenziell für die Verkehrssicherheit, ihre praktische Umsetzung verursache im Fachhandel jedoch messbare Kosten. Hersteller müssten diese Aufwendungen zeitnah und angemessen erstatten, um einen dauerhaft funktionierenden und kundenfreundlichen Service sicherzustellen.

Der gemeinsam von VSF und ZIV entwickelte Leitfaden für faire Belieferungsverträge enthalte bereits konkrete Regelungen für den partnerschaftlichen Umgang zwischen Lieferanten und Fachhandel. Die Verbände drängen darauf, diese Empfehlungen konsequent anzuwenden. Unzureichende Erstattungsangebote könnten nach Ansicht der Organisationen die Leistungsfähigkeit des Fachhandels beeinträchtigen und damit mittelbar auch die Sicherheit der Kundinnen und Kunden gefährden.

VSF-Geschäftsführer Uwe Wöll betont, dass die Erstattungsbedingungen stärker an den tatsächlichen branchenüblichen Aufwänden ausgerichtet werden müssten. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten Rückrufen dürfe der Fachhandel sämtliche notwendigen und nachweisbaren Kosten geltend machen.

GF des VSF, Uwe Wöll

Dazu zählen neben den reinen Werkstattleistungen auch Aufwendungen für Dokumentation, Kundenkommunikation sowie nachweisbare Ausfallkosten durch blockierte Werkstattkapazitäten. Laut VSF könne hierbei der reguläre Werkstattstundenverrechnungssatz angesetzt werden.

Für den aktuellen Austausch der betroffenen Kurbelarme beim CUBE-Rückruf nennen die Verbände eine konkrete Berechnungsgrundlage auf Basis eines Werkstattstundenverrechnungssatzes von 80 Euro netto pro Stunde. Die empfohlene Musterabrechnung umfasst insgesamt 7 Arbeitswerte beziehungsweise 0,70 Arbeitsstunden. Berücksichtigt werden dabei unter anderem die Demontage der linken und rechten Kurbelarme, die De- und Montage des Pedalsets, die notwendige Dokumentation sowie Kommunikation und organisatorisches Handling.

Auf dieser Grundlage ergibt sich eine Erstattungsforderung von 56 Euro netto zuzüglich Mehrwertsteuer. Zusätzlich weisen die Verbände darauf hin, dass Ersatzteile wie Kurbelarme und Pedalset vom Hersteller bereitzustellen seien. Als Nachweise sollen unter anderem Foto-Dokumentationen, Prüfprotokolle sowie ein Rahmennummern-Check eingereicht werden.

Für die Zahlungsabwicklung empfiehlt der VSF dem Fachhandel, eine Frist von 14 Tagen für die Überweisung beziehungsweise die Bestätigung der Kostenübernahme durch den Hersteller zu setzen. Ergänzend stellt der Verband eine editierbare Mustervorlage zur Abrechnung gegenüber dem Hersteller kostenlos zum Download bereit.

Quelle: PM VSF
Bilder: VSF / BIKE&CO