Staat schiebt kräftig mit an – Neuer Themen-Schwerpunkt auf der Eurobike
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Lastenräder, oder im Branchenjargon neudeutsch auch Cargobikes genannt, sind der Renner im Fahrradmarkt. Marktbeobachter berichten von deutlichen Zuwächsen in diesem Segment. Ein wichtiger Wachstumsimpuls sind dabei neben Innovationen bei Design und Technik auch verschiedene Förderprogramme von Staat und Kommunen. Mit der neuen Cargo-Area bietet die Eurobike vom 8. bis 10. Juli 2018 dem Trendthema in der für E-Mobility Solutions reservierten Rothaushalle A1 erstmals eine prominente Bühne.

Cargobikes haben sich vom Geheimtipp in der Öko-Nische längst zum urbanen Trendsetter entwickelt. Immer mehr Familien schätzen die praktischen Fahrräder mit Ladefläche als stylishen und gleichzeitig nachhaltigen Zweit- oder gar Erstwagenersatz. Logistikunternehmen wiederum entdecken Lastenräder mehr und mehr als geniale Lösung für die schwierige letzte Meile in urbanen Umfeldern.

Bereits 2016 sind in Deutschland rund 15 000 Lastenfahrräder mit Elektroantrieb verkauft worden. Zwar liegen die Marktzahlen für 2017 noch nicht vor, aus Marktkreisen ist aber zu hören, dass sich der 2016er Absatz im vergangenen Jahr ungefähr verdoppelt habe. Tendenz 2018 weiter steigend: Laut der jüngsten Auflage des Fahrradmonitors[1], einer im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur durchgeführten Umfrage, können sich rund 7 Prozent der Bundesbürger vorstellen, dass bei ihrem nächsten Fahrradkauf ein Lastenrad über die Ladentheke rollt. Gemessen am deutschen Gesamtmarkt von rund 4 Millionen Fahrrädern jährlich, hat der Markt für E-Cargobikes also noch eine vielversprechende Zukunft.

Richtig Fahrt aufgenommen haben Lastenräder in den letzten Jahren nicht zuletzt durch Elektroantriebe, mit denen auch schweres Gepäck, wie der Wocheneinkauf einer Familie, mühelos befördert werden kann. Die pfiffige Gestaltung vieler Lastenradmodelle und technische Innovationen sind ebenfalls wichtige Absatzimpulse. Doch es gibt für Käufer von Cargobikes vielerorts auch ganz konkrete finanzielle Anreize. In München werden gewerblich und privat genutzte E-Lastenräder beispielsweise mit 25 Prozent der Kaufsumme aus dem Stadtsäckel gefördert. Baden-Württemberg wiederum bezuschusst den Kauf gewerblich genutzter Cargobikes mit E-Motor mit bis zu 4000 Euro. Das Modell macht Schule: Aktuell diskutiert der Verkehrsausschuss des Bundestages, ob es für gewerblich genutzte Lastenräder künftig bundesweit eine Kaufprämie geben soll. Einen Überblick der aktuell gebotenen in Deutschland Förderprogramme bietet das Fachportal cargobike.jetzt unter www.cargobike.jetzt/kaufpraemien/.

Und auch auf der Eurobike, der internationalen Leitmesse der Fahrradbranche, rückt das Trendthema mehr in den Mittelpunkt. Projektleiter Dirk Heidrich erklärt:

In der Rothaus Halle A1 konzentrieren wir uns 2018 erstmals vollständig auf das Thema E-Mobility Solutions. In der dortigen Cargo-Area präsentieren wir die Anbieter von Lasten-, Transport- und Spezialrädern und können damit vor allem dem Fachhandel einen einmaligen Marktüberblick in diesem zukünftigen Boom-Markt verschaffen.Dirk Heidrich

Die 27. Eurobike ist von Sonntag, 8. Juli bis Dienstag, 10. Juli 2018 jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet und nur für Fachbesucher sowie akkreditierte Journalisten zugänglich. Weitere Informationen unter: www.eurobike-show.de und www.facebook.com/eurobike.tradeshow.

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