Mit bundesweiten Fahrraddemonstrationen und Aktionen will das Kidical Mass Aktionsbündnis vom 1. bis 10. Mai 2026 erneut auf die Verkehrssicherheit von Kindern aufmerksam machen. Ziel der Bewegung ist es, sichere Bedingungen für Kinder zu schaffen, damit sie eigenständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein können.
Nach Einschätzung der Initiatoren kommen Verbesserungen im Straßenverkehr bislang nur schleppend bei Familien an. Zwar habe die Reform der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) im Herbst 2024 Kommunen neue Möglichkeiten eröffnet etwa für Tempo-30-Zonen, Zebrastreifen oder den Ausbau von Radwegen. In der Praxis würden diese Spielräume jedoch vielerorts noch zu wenig genutzt.
Das Bündnis argumentiert, dass unsichere Verkehrsbedingungen weiterhin dazu führen, dass viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder Kita bringen. Dies erhöhe wiederum den Verkehr rund um Bildungseinrichtungen und verschärfe bestehende Sicherheitsprobleme zusätzlich. Kidical Mass will mit den Demonstrationen zeigen, wie kinderfreundliche Mobilität im Alltag aussehen kann.
Zu den zentralen Forderungen gehören bundesweit geregelte Schulstraßen nach österreichischem Vorbild, mehr Unterstützung der Kommunen durch die Bundesländer sowie eine konsequentere Nutzung kommunaler Handlungsspielräume für sichere Fuß- und Radwegenetze sowie Tempo-30-Bereiche.
Unterstützt wird das Aktionsbündnis unter anderem von ADFC, VCD, Changing Cities, Greenpeace, Campact, dem Deutschen Kinderhilfswerk und Zukunft Fahrrad. Nach Angaben der Organisatoren engagieren sich inzwischen mehr als 400 lokale Initiativen in dem Netzwerk.
Die Kidical Mass ist eine internationale Bewegung, die seit 2017 auch in Deutschland aktiv ist. Bei den meist familienorientierten Demonstrationen fahren Kinder und Erwachsene gemeinsam auf abgesicherten Routen durch Städte und Gemeinden, um für sichere Straßen und lebenswertere Orte zu werben.
Mehr Details unter: www.kinderaufsrad.org.









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