Vollintegriertes System verbindet Antrieb, Software und Konnektivität
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Mit der neuen X-Serie stellt Gobao 2026 ein umfassendes, intelligent vernetztes Pedelec-System vor, das Antriebstechnik, digitale Dienste und Systemarchitektur in einer Plattform vereint. Kern des Ansatzes ist eine kompakte Antriebseinheit, die Motor und elektronisch gesteuerte, stufenlose Getriebetechnologie (ECVT) kombiniert.

Gobao X-Serie im Überblick

Das System soll den Motor dauerhaft im optimalen Wirkungsbereich halten und dadurch Effizienz, Verschleißverhalten und Wartungsaufwand verbessern. Laut Hersteller ist die Plattform als vollständig vernetztes System konzipiert, das Software, Steuerung und Servicefunktionen eng miteinander verzahnt.

ECVT ersetzt klassische Gangschaltung

Im Zentrum steht die ECVT-Technologie (Electronically Controlled Continuously Variable Transmission). Sie arbeitet ohne feste Gänge und passt das Übersetzungsverhältnis während der Fahrt kontinuierlich an.

Gobao X1P

Sensorik erfasst dabei unter anderem Trittfrequenz, Drehmoment, Geschwindigkeit und Steigung. Eine KI-gestützte Steuerung regelt daraus in Echtzeit die optimale Übersetzung.

Ziel ist ein möglichst gleichmäßiges Fahrgefühl ohne Schaltunterbrechungen. Der Fahrer tritt konstant weiter, während das System die Anpassung übernimmt. Optional bleibt eine manuelle Steuerung möglich.

X1 und X1P als modulare Antriebsplattform

Mit den Modellen X1 und X1P startet Gobao die Serienplattform der X-Serie. Beide Systeme basieren auf identischen Abmessungen und Schnittstellen, wodurch sie sich flexibel in unterschiedliche Fahrradkonzepte integrieren lassen, vom City-Bike bis zum E-SUV oder E-MTB.

Gobao X1

Die technischen Daten reichen je nach Variante von bis zu 120 Nm beziehungsweise 150 Nm Drehmoment und bis zu 1.200 bzw. 1.500 Watt Spitzenleistung. Die Systeme sind für 250 Watt Dauerleistung ausgelegt und unterstützen Geschwindigkeiten von 25 bis 45 km/h. Das Gewicht liegt jeweils bei 3,85 kg.

Gobao X1P

Schnellladen mit bis zu 1,5 kW

Ein weiteres zentrales Element ist die sogenannte „Super Charging“-Technologie. Sie ermöglicht nach Herstellerangaben das Laden eines 750-Wh-Akkus von 10 auf 80 Prozent in rund 20 Minuten unter Laborbedingungen. Die Ladeleistung liegt bei bis zu 1,5 kW.

Ergänzend werden verschiedene Akkuvarianten von 500 bis 900 Wh angeboten, die auf unterschiedliche Einsatzbereiche ausgelegt sind – von urbaner Mobilität bis zu leistungsorientierten Anwendungen.

Vernetzte Steuerung und digitale Dienste

Die sogenannte CCU (Central Control Unit) bildet das digitale Zentrum des Systems. Sie verknüpft Antrieb, App und Sicherheitsfunktionen. Dazu gehören unter anderem Diebstahlschutz, Geo-Fencing, digitale Akkusperre sowie Smartphone-gestützte Freigabe- und Trackingfunktionen.

Ergänzt wird das System durch eine App, die Fahrdaten, Einstellungen und Diagnosen bündelt und auch als Schnittstelle für Service- und Supportfunktionen dient. Software-Updates und Ferndiagnosen sollen so direkt in das System integriert werden.

Servicekonzept und Markteinführung

Gobao setzt zudem auf ein mehrstufiges Service- und Supportsystem mit digitalen Diagnosefunktionen, OEM-Tools sowie regionalen Ersatzteilstrukturen. Ziel ist eine Reduzierung von Ausfallzeiten im Betrieb.

Die X1- und X1P-Systeme feiern derzeit ihre Messepremiere. Der Start der Serienproduktion ist für Februar 2027 vorgesehen.

Fazit

Mit der X-Serie positioniert Gobao einen vollständig integrierten Systemansatz, der klassische Trennlinien zwischen Antrieb, Getriebe, Software und Connectivity auflöst. Besonders die Kombination aus ECVT-Technologie, hoher Ladeleistung und durchgängiger Vernetzung zeigt den Anspruch, E-Bike-Systeme stärker als digitale Gesamtplattform zu denken. Grundsätzlich vergleichbare Konzepte gab es in der Vergangenheit bereits, etwa von der Continental AG mit seinem automatisierten E-Bike-Antriebssystem, das ebenfalls auf eine integrierte Schalt- und Antriebseinheit setzte. Dieses konnte sich jedoch am Markt nicht dauerhaft etablieren und blieb ohne breitere Serienverbreitung. Ob Gobao mit dem deutlich softwarezentrierten Plattformansatz hier erfolgreicher ist, wird letztlich von Integrationstiefe, Alltagstauglichkeit und Akzeptanz bei OEMs und Endkunden abhängen.

Alle weiteren Details findet man jetzt auf der Website von Gobao.

Quelle: PM Gobao
Bilder: Gobao