Auf der SPEZI 2026 gehört das Vortragsprogramm längst fest zum Messekonzept. Neben Probefahrten und Produktpräsentationen bietet die Veranstaltung auch 2026 wieder zahlreiche Formate, die Einordnung, Diskussion und persönliche Einblicke in die vielfältige Welt der Spezialräder ermöglichen.
An beiden Messetagen stehen unterschiedliche Vorträge und Gesprächsrunden auf dem Programm. Besucherinnen und Besucher können sich dabei nicht nur über technische Entwicklungen informieren, sondern auch Erfahrungsberichte aus der Praxis und Perspektiven aus Mobilitätsforschung und Industrie mitnehmen. Laut Veranstalter Gabriel Wolf deckt das Programm bewusst ein breites Spektrum ab – von individuellen Reisegeschichten bis hin zu Fragen der Alltagsmobilität und Stadtentwicklung.
Debatte um Pedelec-Reglementierung im Fokus
Einen besonderen Schwerpunkt bildet eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zur aktuellen europäischen Debatte um die mögliche Reglementierung von EPACs (Electrically Power Assisted Cycles). Im Zentrum steht die Frage, ob und wie Leistungsgrenzen für Pedelecs künftig gesetzlich definiert werden sollten.
Moderiert wird die Runde vom Fachjournalisten Arne Bischoff (pressedienst-fahrrad). Diskutiert wird unter anderem mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verbänden, Industrie und Technikbewertung, darunter Stimmen aus dem Zukunft Fahrrad e.V., dem Zweirad-Industrie-Verband, dem Radlogistikverband Deutschland sowie dem ADFC und dem Bereich Test- und Normungswesen. Die Diskussion soll unterschiedliche Positionen sichtbar machen und die Auswirkungen möglicher regulatorischer Änderungen für Entwicklung, Markt und Nutzung einordnen.
Reiseberichte und Mobilitätsbeispiele aus der Praxis
Neben der Fachdebatte bietet das Programm auch Einblicke in außergewöhnliche Radreisen und Projekte. Der Journalist und Filmemacher Ingwar Perowanowitsch beleuchtet in seinem Vortrag „Cycling Cities“ erfolgreiche Beispiele europäischer Fahrradstädte und fragt, welche Erkenntnisse sich daraus für die Verkehrswende in Deutschland ableiten lassen.
Einen deutlich abenteuerlicheren Fokus setzen Vivien und Olivier Dettwiler mit ihrem Projekt „7.300 Kilometer mit Sonnenkraft“. Sie berichten über ihre Reise mit einem solarunterstützten Kabinenfahrrad-Camper von Europa bis nach Marokko.
Alltag, Technik und neue Mobilitätskonzepte
Weitere Programmpunkte widmen sich der praktischen Nutzung moderner Spezialräder im Alltag. Dazu zählen Vorträge im Rahmen der Fachtagung „Die Welt der Feinmobilität“ sowie geführte Messerundgänge, bei denen unterschiedliche Einsatzbereiche von Lastenrädern, Transportlösungen und Sonderfahrzeugen vorgestellt werden.
Auch technische Themen finden ihren Platz: Beiträge zur Entwicklung von Lenksystemen bei Liegerädern oder zur Praxis rund um Patentanmeldungen vermitteln Grundlagenwissen für Entwickler, Hersteller und Interessierte gleichermaßen.
Austausch als zentrales Element
Charakteristisch für das Vortragsprogramm ist der offene Austausch mit dem Publikum. Fragen und Diskussionen sind ausdrücklich Teil des Formats und führen häufig zu weiterführenden Gesprächen über die Messetage hinaus. Damit ergänzt das Programm den Charakter der SPEZI als Plattform, die nicht nur Produkte präsentiert, sondern unterschiedliche Akteure der Spezialradszene zusammenbringt.
Die SPEZI 2026 findet auf dem Freiburger Messegelände statt und versteht sich als zentrale internationale Plattform für Spezial- und Sonderfahrräder – von Lastenrädern über Liegeräder bis hin zu Velomobilen und weiteren Mobilitätslösungen.
Alles Weitere findet sich auf der Website zur Spezialradmesse.




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