Auch im elektrisch unterstützten Rennrad- und Gravel-Segment geben die Vorarlberger so richtig Gas

Mit zahlreichen Neuheiten im E-Bike-Segment präsentiert sich Simplon 2020 der Öffentlichkeit. Wir hatten ja bereits im Juli über das Über-E-MTB Rapcon Pmax berichtet, welches erstmals auf den diesjährigen Eurobike Media Days vorgestellt wurde. Auch das zugehörige E-Hardtail Sengo Pmax kam dort erstmals zur Vorstellung. Auf der Eurobike wurden dann Anfang September noch das neue Kiaro Pmax bzw. Inissio Pmax gezeigt, die sich in der kommenden Saison dann im E-Rennrad- bzw. E-Gravel-Bereich tummeln sollen. Wir stellen die neuen Modelle hier vor.

Simplon Kiaro Pmax im Detail

Kaum von außen als E-Bike zu erkennen, soll das neue Simplon Kiaro Pmax die Straße elektrisieren. Dabei baut es auf dem erfolgreichen muskelbetriebenen Pendant auf und sieht diesem, abgesehen von wenigen Details, zum Verwechseln ähnlich. Der Hinterradmotor von MAHLE ebikemotion® verrät das E-Rennrad jedenfalls nicht, denn der kompakte Antrieb versteckt sich gekonnt hinter der Kassette.

Simplon Kiaro Pmax 2020

Simplon Kiaro Pmax 2020; Bild: MAHLE ebikemotion

Auch der Akku mit 250 Wh ist von außen nicht zu sehen, denn er ist im Unterrohr des leichten und aufgrund der verwendeten Ultra Hochmodul Fasern sehr stabilen Carbonrahmen untergebracht, welcher dafür nicht größer gebaut musste als beim konventionellen Modell. Einzig, wenn man auf den beiden Flaschenhalter-Positionen zusätzliche Range-Extender montiert könnte dies Kennern sogleich auffallen. Maximal kann man auf diese Weise die zur Verfügung stehende Kapazität auf 670 Wh ausbauen, kein Wunder, dass Simplon das neue Modell als Marathonrad bezeichnet.

Die Ladebuchse wurde gut zugänglich zwischen Unterrohr und Sitzrohr platziert und ist mit einer Gummiabdeckung versehen. Bedient wird das Modell mit der iWOC ONE Bedieneinheit von MAHLE ebikemotion®, die kaum sichtbar auf dem Oberrohr eingelassen wurde. Damit ist auch eine Verbindung zum Smartphone des Nutzers möglich samt weiterer Funktionen, was ein klobiges Display am Lenker überflüssig macht.

Im Detail bieten die Vorarlberger noch weitere Highlights beim Kiaro Pmax an. So werden durch die optionale Lenker-Vorbau-Einheit störende Kabel eliminiert und die Optik aufgeräumt. Auch der Sitzrohrknoten wurde optisch schön gestaltet, gibt dem Modell aber trotzdem genügend vertikalen Flex und viel Sitzkomfort. Rahmen und Gabel wurden so gestaltet, dass sie wie aus einem Guss wirken. Dazu weist die Gabel einen runden und fasergerechten Übergang zwischen Krone und unterer Lagerstelle auf, was Stabilität und Steifigkeit der Gabel deutlich erhöhen soll.

Wie von Simplon gewohnt, kann das Modell nach Wunsch aufgebaut werden. Ob Shimano 105 Gruppe (ab 4.799 EUR) über Ultegra Di2 (ab 6.299 EUR) bis hin zur Dura Ace Di2 Schaltgruppe (ab 7.999 EUR) steht für jeden interessierten Kunden die passende Auswahl bereit. Alle Nutzer profitieren dabei von einem sehr leichtem Konzept, welches fahrfertig nur 10,7 Kilogramm auf die Waage bringen soll. Ab März 2020 soll das Kiaro Pmax bei den Händlern stehen.

Simplon Inissio Pmax – die Gravel-Variante

Als Gravel-Version des oben beschriebenen E-Rennrads zeigt sich das Simplon Inissio Pmax und stellt dabei schon die zweite Generation des Modells dar. Es bringt ebenso das unscheinbare, aber umso kräftigere und leichtlaufende Antriebssystem von MAHLE ebikemotion® mit, welches mit 40 Newtonmeter am Hinterrad unterstützt und seinen Fahrer problemlos Anstiege hinauf oder durch unwegsames Gelände bringen soll.

Simplon Inissio Pmax 2020

Simplon Inissio Pmax 2020; Bild: Simplon

Der leichte Carbonrahmen integriert die Batterie mit 250 Wattstunden, wobei die Kapazität auch hier auf insgesamt 670 Wh erweitert werden kann. Das Inissio Pmax stellt zudem eine Reifenfreiheit von bis zu 40 mm bereit, wodurch der Fahrer nicht auf breite, profilierte Reifen mit Pannenschutz viel Grip verzichten muss.

Wer das neue Modell im Alltag nutzen möchte, kann LED-Lichtanlage, Schutzbleche und Gepäckträger nachrüsten und das Modell somit auf ein praktisches Alltags-Pedelec umfunktionieren. Davon sollen nicht nur Pendler, sondern auch Gravelracer oder Radreisende. Hier stehen verschiedene Ausstattungspakete mit Shimano GRX Schaltungen bereit. Den Einstieg bildet die GRX 600 (ab 4.899 EUR) und reicht bis zur GRX 815 Di2 Variante für 6.399 EUR. mit 11, 9 Kilogramm ist das Modell ebenfalls ein Leichtgewicht und kann ab März 2020 im Handel erworben werden.

Fazit

Auch im E-Rennrad- bzw. E-Gravel-Segment stellt sich Simplon 2020 bestens auf. Die hier gezeigten Modelle entsprechen dem aktuellen Trend und stellen dem Nutzer das richtige Maß aus Unauffälligkeit und zeitgemäßer Leistung zur Verfügung. Die vielfältigen Optionen sollten dabei Interessierte bei ihrer Auswahl unterstützen.

Mehr unter www.simplon.com.

Quelle: PM Simplon
Bilder: s. Kennz.