Schweizer Unternehmen hatte ein Fortführungskonzept für beide Unternehmen vorgelegt, kam im Insolvenzverfahren der Accell-Gruppe jedoch nicht zum Zug
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Die Schweizer NETCYCLE AG wollte gemeinsam mit einem Finanzpartner die Fahrradmarke Ghost und den Teile- und Zubehörspezialisten E. Wiener Bike Parts übernehmen und weiterführen. Das entsprechende Konzept sah vor, beide Unternehmen operativ fortzuführen, Arbeitsplätze zu erhalten und die Marken langfristig weiterzuentwickeln. Nun bedauert NETCYCLE, dass das eigene Angebot im Rahmen des Insolvenzverfahrens der Accell-Gruppe nicht berücksichtigt wurde.

Eigenständige Weiterentwicklung der Marke Ghost geplant

Das Übernahmekonzept sah vor, Ghost als eigenständige Fahrradmarke weiterzuführen und mit einer wettbewerbsfähigen Unternehmensstruktur langfristig am Markt zu positionieren. Auch für E. Wiener Bike Parts war eine Fortführung vorgesehen. Dabei sollten die bestehenden Händlerbeziehungen, Vertriebsstrukturen und Kompetenzen des Unternehmens erhalten bleiben.

Das Angebot umfasste nach Angaben von NETCYCLE neben den Markenrechten und Warenbeständen auch die Übernahme der Mitarbeitenden sowie die Fortführung der laufenden Geschäftsaktivitäten. Ziel sei gewesen, beide Unternehmen als funktionierende Einheiten langfristig weiterzuentwickeln, anstatt lediglich einzelne Vermögenswerte zu übernehmen.

Übernahmeangebot blieb unberücksichtigt

NETCYCLE bedauert, dass das gemeinsam mit einem Finanzpartner erarbeitete Konzept nicht zum Zuge gekommen ist. Stattdessen wurde die Einstellung des Geschäftsbetriebs von Ghost sowie die Beendigung sämtlicher bestehender Arbeitsverhältnisse angekündigt. Die Gründe für diese Entscheidung seien NETCYCLE nicht bekannt.

„Wir waren gemeinsam mit unseren Partnern bereit, Verantwortung für die Zukunft von Ghost und E. Wiener Bike Parts zu übernehmen“, erklärt Alain Baumann, Präsident des Verwaltungsrates der NETCYCLE AG. Das Konzept habe finanzielle Stärke mit industriellem Know-how und langjähriger Erfahrung in der Fahrradbranche verbunden. Baumann ist überzeugt, dass etablierte europäische Fahrradmarken mit einer geeigneten Strategie und wettbewerbsfähigen Strukturen auch unter schwierigen Marktbedingungen eine Zukunft haben können.

NETCYCLE will weitere Übernahmen prüfen

Die Entwicklung rund um Ghost sieht NETCYCLE im Zusammenhang mit den grundsätzlichen Herausforderungen etablierter europäischer Fahrradhersteller und Marken. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, seien unter anderem fundierte Marktkenntnisse, leistungsfähige Beschaffungs- und Produktionskonzepte sowie ein professionelles Marken- und Vertriebsmanagement erforderlich.

NETCYCLE will deshalb auch künftig gemeinsam mit strategischen und finanziellen Partnern nach Möglichkeiten suchen, etablierte europäische Fahrradmarken und Unternehmen zu übernehmen, neu auszurichten und langfristig weiterzuentwickeln.