Millionen Menschen entdecken Deutschland im Sommer per Fahrrad oder E-Bike – der Radtourismus stärkt regionale Wertschöpfung und nachhaltige Mobilität
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In den Sommerferien wird das Fahrrad für viele Menschen zum Reisebegleiter. Ob Tagesausflug, sportliche Tour oder mehrtägige Radreise: Immer mehr Menschen erkunden Deutschland auf zwei Rädern. Davon profitieren nicht nur die Reisenden, sondern auch Tourismusregionen und die Fahrradwirtschaft.

Nach aktuellen ZIV-Marktdaten sind inzwischen knapp 91 Millionen Fahrräder in Deutschland unterwegs, darunter rund 17 Millionen E-Bikes. Der Fahrradbestand ist damit innerhalb der vergangenen zehn Jahre um mehr als 25 Prozent gewachsen. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei E-Bikes: Seit 2015 hat sich deren Bestand nahezu versiebenfacht.

Gerade im Urlaub spielt das Fahrrad eine zunehmend wichtige Rolle. Viele Menschen nutzen ihr Fahrrad oder E-Bike nicht nur im Alltag, sondern auch für Ausflüge, sportliche Touren oder längere Radreisen. Die wachsende Bedeutung des Fahrradtourismus wirkt sich dabei direkt auf die heimische Fahrradbranche aus: Rund ein Viertel der Radreisenden investiert im Zusammenhang mit der Reise in neue Ausrüstung – etwa in Taschen, Bekleidung oder ein neues Fahrrad.

Radtourismus als Wirtschaftsfaktor

Deutschland verfügt über eine große Vielfalt an Radregionen und Angeboten. Von Mountainbike-Touren in den Mittelgebirgen über entspannte Strecken entlang bekannter Fernradwege bis hin zu sportlichen Gravelrouten oder Familienausflügen bieten zahlreiche Regionen unterschiedliche Möglichkeiten für Radfahrende.

Der Radtourismus entwickelt sich dadurch zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für Städte und Regionen. Investitionen in fahrradfreundliche Infrastruktur und touristische Angebote schaffen Arbeitsplätze und stärken die regionale Wertschöpfung.

Eine zentrale Rolle spielt dabei der E-Bike-Markt. Durch die elektrische Unterstützung werden längere und anspruchsvollere Strecken zugänglich, die für viele Menschen ohne Unterstützung nur schwer realisierbar wären. Dadurch werden Radreisen für unterschiedliche Altersgruppen attraktiver und eröffnen neue Möglichkeiten für den Fahrradtourismus.

Moderne Fahrräder und E-Bikes, attraktive Radregionen und innovative touristische Angebote zeigen, dass Deutschland über die besten Voraussetzungen verfügt, seine Position als Fahrradland weiter auszubauen“, sagt Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV. Investitionen in Fahrrad und Infrastruktur stärkten neben der Fahrradwirtschaft auch Tourismus, regionale Wertschöpfung und nachhaltige Mobilität.

Burkhard Stork vom Zweirad-Industrie-Verband; Bild: Dirk Michael Deckbar

Mountainbike-Angebote als zusätzlicher Impuls

Mit der zunehmenden Zahl unterschiedlicher Nutzergruppen entstehen auch neue touristische Konzepte. Dazu gehören beispielsweise Mountainbike-Angebote, die Freizeitnutzung mit Naturschutz und regionaler Entwicklung verbinden.

Ein naturverträglich entwickelter Mountainbike-Tourismus kann dabei zusätzliche Perspektiven schaffen – sowohl für Einheimische als auch für Gäste. Besonders in Mittelgebirgs- und Wintersportregionen können solche Angebote dazu beitragen, den Tourismus über die klassischen Hauptsaisons hinaus zu stärken.

Um die Entwicklung des Mountainbike-Sports zu unterstützen und diesem Bereich mehr Sichtbarkeit zu geben, hat der ZIV – die Fahrradindustrie gemeinsam mit der Deutschen Initiative Mountainbike (DIMB), dem Mountainbike Forum Deutschland (MTF) sowie Unternehmen aus der Fahrradbranche die Initiative „Bike Nature Movement“ ins Leben gerufen.

Mit Blick auf die Sommerferien ruft der ZIV dazu auf, die vielfältigen Radregionen Deutschlands zu entdecken, und wünscht allen Radfahrenden sichere und erlebnisreiche Touren.