Der italienische Hersteller Blubrake stellt auf der Eurobike 2026 seine dritte Generation des Antiblockiersystems (ABS) für E-Bikes vor. Die neue Plattform mit dem Namen NEO wurde vollständig neu entwickelt und soll insbesondere die Integration in unterschiedliche Pedelec-Konzepte erleichtern sowie die Verbreitung der Technologie im Massenmarkt vorantreiben.
Blubrake NEO — die Details
Nach Angaben des Unternehmens wurde NEO von Grund auf für die Anforderungen von Fahrradherstellern konzipiert. Ziel sei es, bisherige Hürden wie Integrationsaufwand und Kosten deutlich zu reduzieren und dadurch den Einsatz von ABS in einer größeren Bandbreite von Pedelec-Modellen zu ermöglichen. Koen Van Der Weerd, Chief Commercial Officer bei Blubrake, sagt zum neuen Produkt:
ABS gilt bei Automobilen und Motorrädern seit Jahren als etablierte Sicherheitstechnologie. Auch im E-Bike-Bereich gewinnt das System zunehmend an Bedeutung, da es ein Blockieren des Vorderrads beim Bremsen verhindert und so die Fahrstabilität primär auf nasser Fahrbahn, losem Untergrund oder bei Notbremsungen verbessern soll. Hintergrund ist auch die steigende Zahl von E-Bike-Unfällen in verschiedenen westeuropäischen Ländern, während die Unfallzahlen bei anderen Verkehrsmitteln teilweise rückläufig sind.
Mit der neuen Plattform richtet sich Blubrake nicht mehr ausschließlich an Hersteller von S-Pedelecs, Lastenrädern oder E-Mountainbikes. Durch die kompaktere Bauweise und geringere Kosten sieht das Unternehmen nun auch Potenzial für City- und Trekking-E-Bikes.
Die NEO-Einheit misst 96 × 38,5 × 35 Millimeter und kann je nach Fahrzeugkonzept in der Gabel, im Rahmen oder im Steuerrohr untergebracht werden. Dadurch soll die Integration ohne wesentliche Änderungen an Geometrie oder Design des Fahrrads möglich sein.
Darüber hinaus setzt Blubrake auf eine offene Systemarchitektur. NEO ist nach Unternehmensangaben mit verschiedenen Antriebssystemen kompatibel, darunter Lösungen von Bosch, Ananda und Bafang. Auch hydraulische Scheibenbremsen gängiger Hersteller wie Shimano und Magura werden unterstützt.
Die Plattform kommuniziert über standardisierte elektrische Schnittstellen sowie CAN-Bus und soll sich unkompliziert in bestehende E-Bike-Konzepte integrieren lassen. Zusätzliche Wartungsarbeiten über die reguläre Bremseninspektion hinaus seien nicht erforderlich.
Besucher der Eurobike 2026 können das neue ABS auf Test-E-Bikes im Demo-Bereich ausprobieren. Blubrake ist dort am Stand F12.0, B44 vertreten.









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