Für viele eBike-Fahrer endet die Datenwelt bislang am Bordcomputer oder in der Smartphone-App. Genau hier setzt Bosch eBike Systems jetzt an. Mit einem neuen „Live Data Interface“ lassen sich Fahrdaten erstmals in Echtzeit auf Geräte von Drittanbietern übertragen. Zum Start erfolgt die Integration gemeinsam mit Garmin.
Damit werden Leistungswerte, Geschwindigkeit, Trittfrequenz sowie der Akkustand direkt auf kompatiblen Edge-Fahrradcomputern sichtbar. Unterstützt werden unter anderem die Modelle Edge 540/840/1040 sowie 550/850/1050 und der Edge MTB.
Der entscheidende Unterschied: eBiker*innen müssen ihre Daten nicht mehr ausschließlich über Bosch-Displays oder die eBike Flow App abrufen, sondern können ihr Setup frei erweitern, etwa um einen GPS-Computer, den sie ohnehin fürs Training nutzen.
„Das eBike sollte sich möglichst nahtlos an persönliche Vorlieben anpassen lassen“, sagt Claus Fleischer. Genau deshalb öffne man das System nun für Drittanbieter. „Den ersten Schritt gehen wir gemeinsam mit Garmin und freuen uns, den Fahrer*innen relevante Live-Daten von ihrem eBike direkt auf ihrem Edge Fahrradcomputer zur Verfügung zu stellen.“
Mehr Kontrolle über Training und Reichweite
Für sportlich orientierte Fahrer entsteht damit ein direkter Zugriff auf Trainingsdaten ohne zusätzliche Sensorik. Die vom Bosch-System ermittelte Fahrerleistung kann direkt im Garmin Edge angezeigt werden. Ein separater Leistungsmesser am E-Bike ist nicht erforderlich.
In Kombination mit Trittfrequenz und Geschwindigkeit lassen sich Trainingsbereiche präziser steuern. Gleichzeitig zeigt das System den Akkustand in Echtzeit und berechnet mit „Smart Range“ eine geschätzte Restreichweite auf Basis der geplanten Strecke.
„Wir freuen uns, die erste Marke zu sein, die bei der innovativen Live-Data-Integration von Bosch mitwirkt“, sagt Susan Lyman. „Garmin stellt Fahrradcomputer für Fahrerinnen aller Leistungsklassen her, und wir glauben, dass eBikerinnen durch die Anzeige wichtiger Informationen wie Leistung und Akkustatus in Echtzeit direkt auf ihrem Edge-Display noch mehr aus ihren Abenteuern herausholen werden.“
System wird zum offenen Ökosystem
Technisch basiert die Lösung auf Bluetooth Low Energy (BLE). Neben Fahrdaten überträgt das System auch Statusinformationen wie den Diebstahlschutz „eBike Lock“. Weitere Integrationen für Smartwatches oder Head-up-Displays sind laut Bosch bereits vorgesehen.
Wichtig bleibt dabei die Kontrolle. Nutzer*innen entscheiden selbst, ob und welche Geräte verbunden werden. Die Datenfreigabe erfolgt optional und kann jederzeit deaktiviert werden.
Mit dem Schritt Richtung offenes Ökosystem positioniert Bosch sein smartes System klar als Plattform und bringt eBike-Daten erstmals konsequent in die Gerätewelt der Nutzer außerhalb des eigenen Systems.
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