Das erste komplette Antriebssystem von Brose im Fahrbericht

Mit dem Brose Drive System etabliert sich die in Berlin ansässige Sparte der Brose Gruppe erstmals als Anbieter eines E-Bike Komplettsystems. Dieses wurde im Rahmen der Eurobike Media Days 2019 vorgestellt und im Detail präsentiert. In mehreren E-Mountainbikes von NOX Cycles war das neue Antriebssystem eingebaut und konnte auch Probe gefahren werden. Genau das haben wir dann auch gemacht!

Testfahrt mit dem Brose Drive System 2020

Das Brose Drive System kann zum Start aus aus sieben Motoren, drei Display-Varianten von Brose und einer Batterie zusammengestellt werden. Bei den Testbikes von NOX Cycles war der im letzten Jahr vorgestellte Drive SMag verbaut, welcher über die Brose Display Remote gesteuert und durch den ersten selbst entwickelten Akku von Brose mit Energie versorgt wird.

Am Tag nach der Präsentation haben wir dann die Gelegenheit genutzt, eines der Testbikes für eine kurze Probefahrt zu entführen. Die Batterie von Brose ist besonders leicht, aber trotzdem in einem robusten Gehäuse untergebracht. Sie passt gut in das kantige Gehäuse des NOX, klapperte beim Fahren nicht und ist auch hinsichtlich des Einschaltknopfes gut zugänglich.

Der Drive SMag Antrieb läuft leise und kultiviert, dazu ist er leicht und gewohnt kräftig. Er passt bestens in ein solches E-Mountainbike und trägt zum geringen Gesamtgewicht des Modells bei. Auch am Berg ist er standfest und zeigt, dass er mit maximal 90 Nm gut im Futter steht. Ein massiver Schutz sorgt dafür, dass der Motor nicht durch Steinschläge und Aufsetzer beschädigt wird.

Die Brose Display Remote war einfach per Daumen zu bedienen, allerdings bei direkter Sonneneinstrahlung nicht so gut ablesbar, wie wir feststellen mussten. Das Display kann zwar automatisch die Helligkeit regeln, allerdings bringt das bei direkter Sonneneinstrahlung kaum etwas. Hier hätte eine transflektive Bauweise wie beim Nyon mehr Erfolg gebracht.

Der Ladestecker für die Batterie wurde beim Testbike von NOX Cycles gut zugänglich in der Nähe des Oberrohrs angebracht. Hier dürften die Hersteller in Sachen Platzierung aber sicherlich Freiheit haben.

Beim Fahren machte sich die ausgewogene Gewichtsverteilung bemerkbar, wobei der Schwerpunkt gut in Richtung Tretlagerachse gebracht werden konnte. So ließ sich das E-MTB agil fahren und man hatte das Modell jederzeit sicher im Griff.

Fazit

Insgesamt macht das Brose Drive System vom Start weg einen guten Eindruck. Es ist auf der Höhe der Zeit, kann mit vielen Kombinationen überzeugen und wird so wohl in vielen E-Bikes verschiedener Kategorien eingesetzt werden. Es ist denkbar, dass sich in Zukunft weitere Batterie-Optionen dazu gesellen werden, so dass die OEMs auch hier mehr Auswahl haben.

Alle Informationen findet man unter www.brose-ebike.com.