Aventon kombiniert kräftigen Antrieb, 800-Wh-Akku und 140 mm Federweg mit einer umfangreichen Ausstattung für Trail und Alltag.
14 min Lesezeit

Mit dem Current REC hat Aventon ein E-Mountainbike auf den Markt gebracht, das nicht nur auf dem Trail, sondern auch im Alltag überzeugen soll. Dafür kombiniert der Hersteller einen kräftigen Mittelmotor mit 100 Nm Drehmoment und einem 800-Wh-Akku mit einem Fahrwerk, das vorne und hinten 140 mm Federweg bietet. Gleichzeitig gehören Schutzbleche, Gepäckträger und Seitenständer bereits zur Ausstattung. Das Konzept verspricht damit eine interessante Mischung aus Gelände- und Alltagstauglichkeit. Wie sich das Current REC E-SUV-Bike in der Praxis schlägt und ob dieser Spagat gelingt, haben wir uns genauer angesehen.

Aventon Current REC im Detail

Das Current REC ist als E-Mountainbike konzipiert, das Trail-Einsatz und Alltag miteinander verbinden soll. Dafür setzt Aventon auf einen hydrogeformten Rahmen aus 6061-Aluminium mit 140 mm Federweg an Vorder- und Hinterrad. Die Ausstattung fällt entsprechend robust aus, ohne dass das Fahrrad ausschließlich auf den Einsatz im Gelände festgelegt ist.

Aventon Current REC Test

Aventon bietet das Current REC in Blue Onyx an. Der dunkle Farbton wirkt dabei edel und modern und passt gut zum insgesamt eher technisch gehaltenen Erscheinungsbild des Pedelecs. 10 Jahre Garantie für den Rahmen sprechen zudem für sich.

Der Lenker ist aus Aluminium gefertigt und besitzt eine 35-mm-Klemmung, 5 Grad Upsweep und 7 Grad Backsweep. Je nach Rahmengröße unterscheidet sich auch seine Breite: Bei S und M sind es 780 mm mit 20 mm Rise, bei L und XL 800 mm mit 30 mm Rise. Der 50 mm lange Vorbau verwendet ebenfalls eine 35-mm-Klemmung.

An den Kontaktpunkten setzt Aventon auf verschraubte Lock-On-Griffe und einen Selle Royal SRX Sattel. Die variable Sattelstütze stammt von X-Fusion und stammt aus der Manic-Serie. Ihr Hub beträgt bei den Größen S und M 150 mm, bei L und XL 170 mm. Damit lässt sich der Sattel während der Fahrt absenken, wenn es auf dem Trail etwas technischer wird.

Im Zentrum des Antriebs steht der Aventon Ultro S+. Der Mittelmotor arbeitet mit einer Nennleistung von 250 Watt und erreicht eine Spitzenleistung von bis zu 750 Watt. Das maximale Drehmoment liegt bei 100 Nm, während Aventon eine Unterstützung von bis zu 400 Prozent angibt. Die Motorunterstützung endet wie bei einem Pedelec üblich bei 25 km/h.

Gesteuert wird das System über ein integriertes Touch-Display im Oberrohr, welches über eine Bedieneinheit am linken Lenker unterstützt wird. Programmierbare Fahrmodi sowie GPS-Tracking und ein integrierter Diebstahlschutz gehören ebenfalls zum Funktionsumfang des Systems.

Für die Energieversorgung ist ein herausnehmbarer Lithium-Ionen-Akku mit 800,8 Wh verbaut. Die Batterie arbeitet mit 36,4 Volt und 22 Ah und sitzt im Unterrohr verschraubt. Sie lässt sich mit etwas mechanischem Aufwand entnehmen. Mit 4,17 kg bringt der Akku selbst bereits einiges an Gewicht mit.

Aventon gibt für das Current REC eine Reichweite von bis zu 168 Kilometern an. Wie bei solchen Angaben üblich, hängt die tatsächlich erreichbare Distanz unter anderem von Unterstützungsstufe, Fahrweise, Gelände, Temperatur und Gesamtgewicht ab. Das mitgelieferte 4-Ampere-Ladegerät benötigt für eine vollständige Ladung von 0 auf 100 Prozent rund sechs Stunden.

Die Kraftübertragung übernimmt eine Shimano-CUES-Schaltung mit zehn Gängen. Verbaut sind ein CUES-Schaltwerk RD-U6000 GS und der passende Schalthebel SL-U6000-10R. Die Kassette ist eine Shimano CS-LG400-10, während die Kette von KMC stammt. Vorne sitzt ein 34 Zähne großes Kettenblatt, die 160 mm langen Kurbelarme bestehen aus 6061-Aluminium und verwenden eine ISIS-Verzahnung. Eine Kettenführung ist ebenfalls vorhanden.

Beim Fahrwerk setzt Aventon vorne und hinten auf Komponenten von X-Fusion. Die E-Slide Boost RC Gabel bietet 140 mm Federweg und verwendet eine 15×110-mm-Steckachse. Am Heck arbeitet ein X-Fusion O2 Pro RL Luftdämpfer. Der Hinterbau besitzt eine Einbaubreite von 148 mm und nimmt eine 12×148-mm-Steckachse auf.

Damit ist das Current REC auf beiden Seiten mit 140 mm Federweg ausgestattet. Das Fahrwerk soll Unebenheiten und Schläge im Gelände abfangen und bringt damit eine Ausstattung mit, die über das hinausgeht, was bei einem klassischen Alltags-Pedelec üblich ist.

Bei den Laufrädern setzt Aventon auf 29-Zoll-Laufräder mit doppelwandigen Aluminiumfelgen und jeweils 32 Speichenlöchern. Die Felgen sind tubeless-kompatibel. Als Bereifung kommen vorne und hinten Maxxis Crossmark II in der Dimension 29 × 2,25 Zoll zum Einsatz. Die Reifen besitzen eine 60-TPI-Karkasse und sind bereits Tubeless Ready.

Für die Verzögerung sind hydraulische Magura-Louise-Scheibenbremsen zuständig. Sowohl vorne als auch hinten arbeitet eine 203 mm große Magura MDR-S Bremsscheibe mit einer Stärke von 2,0 mm. Damit fällt die Bremsanlage entsprechend der Ausrichtung des Current REC auf ein leistungsfähiges Einsatzgebiet aus.

Zum Trail-orientierten Aufbau kommen mehrere Komponenten, die das Pedelec auch für den Alltag interessant machen. Schutzbleche, Gepäckträger und Seitenständer gehören bereits zur Serienausstattung. Damit muss das Current REC nach einer Fahrt auf dem Trail nicht erst für den Weg zur Arbeit oder zum Einkauf umgerüstet werden.

Das Gesamtgewicht des Current REC liegt bei 27,42 kg (selbst gemessen). Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 150 kg. Hinzu kommen Zertifizierungen von TÜV Rheinland nach EN 15194 für Akku und Fahrrad. Der Motor ist nach IP67 gegen Wasser geschützt, während für das E-Bike insgesamt eine Schutzart von IPX6 angegeben wird.

Mit seiner Kombination aus 140 mm Federweg, kräftigem Mittelmotor, großem 800-Wh-Akku und alltagstauglicher Ausstattung nimmt das Current REC eine Position zwischen E-Mountainbike und vielseitigem Alltags-Pedelec ein. Der Preis liegt bei 3.499 Euro.

Der Aufbau

Das Aventon Current REC kommt in einem erfreulich durchdachten und vergleichsweise kompakten Karton. Ganz ohne Eigenleistung geht es allerdings nicht, denn beim Aufbau muss noch einiges selbst erledigt werden. Eine speziell auf diese Variante zugeschnittene Aufbauanleitung war zum Zeitpunkt unseres Tests zudem noch nicht verfügbar. Zwar sind zahlreiche Bauteile bereits vormontiert, für Laien können sich dadurch aber durchaus kleinere Hürden ergeben.

Das notwendige Werkzeug fällt immerhin umfangreich aus. Neben einem Multitool liegt auch eine Dämpferpumpe bei, sodass für die wesentlichen Arbeiten am Pedelec nicht zwingend weiteres Spezialwerkzeug benötigt wird. Auch Rückstrahler für Fahrrad und Laufräder gehören zum Lieferumfang, sofern man diese montieren möchte. Das Frontlicht muss ebenfalls noch angebracht werden, die entsprechende Verkabelung ist allerdings bereits vorbereitet.

Eine erfreuliche Besonderheit findet sich am Gepäckträger: Dort sind links und rechts jeweils Rücklichter integriert. Das wirkt nicht nur sauber gelöst, sondern sorgt auch dafür, dass die Beleuchtung von hinten unabhängig von der Beladung des Gepäckträgers gut sichtbar bleibt. Eine Klingel gehört dagegen nicht zur Ausstattung. Dafür finden sich tatsächlich ein paar Sticker im Lieferumfang, was zumindest für ein kleines Schmunzeln beim Auspacken sorgt.

Mit etwas Geduld lässt sich der Aufbau in rund zwei Stunden erledigen. Wer weniger Geduld mitbringt, dürfte vermutlich auch etwas schneller fertig sein. Alternativ bietet Aventon die Abholung im Showroom in München an. Ebenfalls angeboten wird ein Premium-Versand inklusive Aufbau, der derzeit allerdings nur in München zur Verfügung steht.

Nach dem Aufbau sollte man sich zunächst mit der Aventon myRide App verbinden und gegebenenfalls den Akku vollständig laden. Das 4-Ampere-Ladegerät gehört zum Lieferumfang. Über die App lassen sich zahlreiche Einstellungen und Anpassungen vornehmen, einiges davon kann aber auch direkt am Pedelec erledigt werden.

Bei den Unterstützungsstufen stehen drei Stufen sowie ein automatischer Modus zur Verfügung. Die Reihenfolge lässt sich anpassen und auch die beim Einschalten aktive Unterstützungsstufe kann festgelegt werden. Eine Boost-Stufe gibt es beim Current REC nicht, diese bleibt dem Ultro-X-Motor vorbehalten.

Auf der Fahrt

Während unserer Fahrten fiel zunächst der angenehm leise Vortrieb auf. Auch wenn man den Motor stärker fordert, hält sich dessen Geräuschentwicklung angenehm zurück. Die 100 Nm Drehmoment sind dabei deutlich spürbar und sorgen dafür, dass das Current REC auch an längeren Steigungen souverän vorankommt.

Die Shimano CUES mit zehn Gängen passt aus unserer Sicht gut zum Charakter des Pedelecs. Die Abstufung funktioniert im normalen Fahrbetrieb überzeugend, allerdings fällt auf, dass sich Geschwindigkeiten deutlich oberhalb der 30 km/h nur mit entsprechendem Kraftaufwand erreichen lassen. Das ist für ein Pedelec mit Unterstützung bis 25 km/h allerdings kein ungewöhnliches Verhalten und für den vorgesehenen Einsatzbereich auch kein wesentlicher Nachteil.

Gut gefallen hat uns das im Oberrohr integrierte Touchdisplay. Es ist sauber in den Rahmen eingelassen und liefert die relevanten Informationen, ohne am Lenker zusätzlichen Platz zu beanspruchen. Die Bedienung funktioniert dabei sowohl über den Touchscreen als auch über das Bedienelement am linken Lenkergriff, welches gut erreichbar und treffsicher zu bedienen ist.

Die Aventon-App macht insgesamt einen durchdachten und ausgereiften Eindruck. Neben den Einstellungen für das Antriebssystem lassen sich darüber auch Tracking- und Diebstahlfunktionen nutzen. Diese sind für acht Jahre im Kaufpreis enthalten, danach werden laut Aventon 160 Euro pro Jahr fällig. Eine Navigation steht aktuell allerdings noch nicht zur Verfügung. Dafür gibt es Funktionen wie Jump Tracking und Wheel Lift Control, die eher in Richtung sportlicher Nutzung und Diebstahlschutz gehen.

Auffällig ist zudem, dass die Software regelmäßig weiterentwickelt wird. Während unseres Tests gab es mehrere Updates, die teilweise auch Komponenten des Pedelecs betrafen. Das spricht für ein aktiv gepflegtes System, bedeutet aber gleichzeitig, dass man sich beim Current REC auf eine gewisse Abhängigkeit von Software und App einstellen muss.

Auf der Straße liegt das Current REC satt und vermittelt vom ersten Meter an ein sehr stabiles Fahrgefühl. Mit einem von uns gemessenen Gewicht von 27,42 kg gehört es zwar nicht zu den leichten Pedelecs, lässt sich während der Fahrt aber erstaunlich gelassen bewegen. Gerade auf schlechteren Wegen und im Gelände vermittelt das zusätzliche Gewicht einen gewissen ruhigen Charakter.

Dazu trägt das X-Fusion-Fahrwerk mit 140 mm Federweg an Vorder- und Hinterrad entscheidend bei. Sowohl die E-Slide Boost RC Gabel als auch der O2 Pro RL Dämpfer lassen sich gut auf den eigenen Einsatzzweck abstimmen. In der von uns gefahrenen Einstellung arbeitet das Fahrwerk angenehm sensibel und nimmt kleinere Unebenheiten ebenso souverän auf wie größere Schläge.

Auf dem Trail kommt dann besonders deutlich zum Vorschein, wofür das Current REC gebaut wurde. Es rollt gelassen über Wurzeln, Steine und andere Unebenheiten und vermittelt dabei viel Sicherheit. Auch größere Drops und Sprünge steckt das Fahrwerk problemlos weg, wobei das Pedelec insgesamt eher satt und kontrolliert als nervös oder verspielt wirkt.

Die Maxxis Crossmark II Reifen passen gut zu diesem Charakter. Mit 29 × 2,25 Zoll bieten sie einen gelungenen Kompromiss aus Rollwiderstand und Grip. Auf Asphalt rollen sie noch angenehm leicht, ohne auf Schotter oder im Gelände sofort an ihre Grenzen zu kommen. Den Pannenschutz mussten wir erfreulicherweise nicht auf die Probe stellen.

Für die Verzögerung sind Magura Louise Bremsen mit 203 mm großen MDR-S Scheiben vorne und hinten zuständig. Sie erfordern im Vergleich zu manchen anderen hydraulischen Bremsanlagen etwas mehr Handkraft, lassen sich dafür aber gut dosieren und auf die eigenen Vorlieben einstellen. Während unseres Tests hatten wir auch bei längeren Abfahrten keinen Anlass zur Kritik.

Die Sitzposition fällt angenehm aus und passt sowohl zu längeren Touren als auch zu Ausflügen ins Gelände. Der Selle Royal SRX Sattel erwies sich dabei als bequem, auch die Griffe hinterließen einen guten Eindruck. Der Lenker ist allerdings recht breit. Für den Trailbetrieb ist das durchaus sinnvoll, bei längeren Alltagsfahrten in engen Radwegen oder im Stadtverkehr kann die große Breite dagegen etwas unhandlich wirken.

Die X-Fusion Manic Variosattelstütze lässt sich gut bedienen und ermöglicht es, den Schwerpunkt auf dem Trail schnell abzusenken. Mit 170 mm Hub ist der Verstellbereich zwar nicht übermäßig groß, für unsere Körpergröße und den von uns gefahrenen Einsatzbereich hat er aber ausgereicht.

Auch abseits des Trails macht das Current REC eine gute Figur. Die Schutzbleche sind stabil ausgeführt und vermitteln nicht den Eindruck, dass sie beim ersten Kontakt mit einem schlechten Weg anfangen zu klappern. Der Gepäckträger ist ebenfalls solide und fällt durch seine seitlichen Aufnahmen für Packtaschen optisch kaum auf. Die angegebene Tragfähigkeit von 15 kg dürfte für die üblichen Aufgaben im Alltag problemlos ausreichen.

Bei der Montage der Packtaschen sollte man allerdings etwas Zeit investieren. Der jeweilige Stopper muss passend zur verwendeten Tasche eingestellt werden. Ist das nicht der Fall, wandert die Tasche während der Fahrt immer wieder nach vorne und kann beim Treten stören. Einmal richtig eingestellt, funktioniert die Lösung dagegen zuverlässig.

Der Seitenständer ist groß und stabil ausgeführt. Je nach Untergrund kann er in eingeklapptem Zustand allerdings etwas klappern, was uns insbesondere auf unebenen Wegen aufgefallen ist. Insgesamt bleibt das aber eine kleine Randerscheinung angesichts der ansonsten sehr soliden Ausstattung.

Etwas weniger überzeugend ist die Lösung für den Akku. Dieser lässt sich zwar entnehmen, die Prozedur ist allerdings vergleichsweise umständlich und erfordert Werkzeug. Gerade bei einem herausnehmbaren Akku hätten wir uns hier eine unkompliziertere Möglichkeit gewünscht, beispielsweise wenn der Akku außerhalb des Fahrrads geladen werden soll.

Auch beim hinteren Schutzblech bleibt eine Frage offen. Dieses endet im Bereich des oberen Lagers der Sitzstreben, sodass Rocker, Lager und Sattelstrebe dem Schmutz ausgesetzt sind, der vom Hinterrad aufgewirbelt wird. Gerade bei einem Pedelec, das ausdrücklich auch für den Einsatz abseits befestigter Wege gedacht ist, erscheint uns diese Lösung nicht ganz konsequent.

Ebenfalls verzichten muss man auf ein Fernlicht. Die vorhandene Beleuchtung erfüllt ihre Aufgabe, eine zusätzliche Fernlichtfunktion wäre gerade bei der Kombination aus Alltags- und Trailnutzung aber eine sinnvolle Ergänzung. Auch eine Möglichkeit zum Laden eines Smartphones am Pedelec gibt es nicht. Wer das Smartphone beispielsweise für die Navigation verwenden möchte, muss deshalb auf eine separate Powerbank zurückgreifen.

Insgesamt waren wir vom Current REC dennoch sehr angetan. Das beginnt bei der sehr guten Verarbeitung mit sauber ausgeführten und im sichtbaren Bereich verschliffenen Schweißnähten und reicht bis zu den überzeugenden Fahreigenschaften. Das Pedelec liegt sowohl auf der Straße als auch auf dem Trail satt und kontrolliert und vermittelt dabei ein hohes Maß an Sicherheit.

Mit einem Preis von 3.499 Euro inklusive Lieferung bietet das Aventon Current REC zudem ein umfangreiches Gesamtpaket. Die Kombination aus kräftigem Antrieb, großem Akku, hochwertigem Fahrwerk, 29-Zoll-Laufrädern, Magura-Bremsanlage und einer alltagstauglichen Ausstattung lässt dabei aus unserer Sicht nur wenig Raum für Kritik.

Aventon Current REC

Aventon Current REC

Aventon Current REC

Motor: Aventon Ultro S+, 750W Peak, 100Nm
Batterie: 800Wh Integrated Battery Removable
Display: Integrated Top Tube Display with Touch Screen
Rahmen: 6061 Aluminum, 140 mm
Gabel: X-Fusion E-Slide Boost RC 29, 140 mm
Dämpfer: X-Fusion O2 PRO RL
Schaltung: Shimano Cues 10 Speed, 1×10
Bremsen: Magura Louise, 203 mm v/h
Kurbelgarnitur: 6061 Aluminum, ISIS splined, 160 mm
Vorbau: 50 mm Length, 35mm Clamp
Sattelstütze: 31.6mm X Fusion Manic Dropper Seatpost
Sattel: Selle Royal SRX
Laufräder: 29”, Double-Wall Aluminum, Tubeless Compatible, 32 Hole v/h
Reifen: Maxxis Crossmark II 29×2.25 (Tubeless Ready) v/h
Gewicht: 27,42 kg (gemessen)
zul. Gesamtgewicht: 150 kg
Preis: 3.499 EUR

Fazit

Das Aventon Current REC hat uns im Test vor allem mit seinen sehr guten Fahreigenschaften überzeugt. Trotz 27,42 kg fährt es sich erstaunlich souverän und liegt sowohl auf der Straße als auch auf dem Trail satt und sicher. Das X-Fusion-Fahrwerk mit 140 mm Federweg vorne und hinten bietet dabei viel Komfort und Reserven, während der Ultro S+ mit 100 Nm auch an steilen Anstiegen kräftig unterstützt. Gleichzeitig macht die umfangreiche Ausstattung das Current REC zu einem vielseitigen Begleiter im Alltag. Schutzbleche, Gepäckträger, Seitenständer und Beleuchtung sind bereits an Bord, dazu kommen das gut integrierte Touchdisplay und eine umfangreiche App. Kritik gibt es vor allem bei der umständlichen Akkuentnahme, dem fehlenden Fernlicht und der fehlenden Lademöglichkeit für das Smartphone. Insgesamt ist das Current REC aber ein sehr ausgereiftes und hochwertig verarbeitetes Pedelec, das den Spagat zwischen Trail und Alltag überzeugend schafft. Für 3.499 Euro inklusive Lieferung ist das Gesamtpaket entsprechend interessant.

PRO
  • Sehr ausgewogene und sichere Fahreigenschaften
  • Kräftiger und angenehm leiser Ultro-S+-Mittelmotor mit 100 Nm
  • Gut abgestimmtes X-Fusion-Fahrwerk mit 140 mm Federweg vorne und hinten
  • Großzügiger 800-Wh-Akku
  • Hochwertige Magura-Louise-Bremsanlage mit 203-mm-Scheiben
  • Gute Kombination aus Trail- und Alltagstauglichkeit
  • Umfangreiche Ausstattung ab Werk
  • Sauber integriertes Touchdisplay
  • Durchdachte und umfangreiche App
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
CONTRA
  • Akkuentnahme umständlich und nur mit Werkzeug möglich
  • Kein Fernlicht
  • Keine Lademöglichkeit für das Smartphone / GPS-Gerät
  • Hinteres Schutzblech schützt den Bereich um Rocker und Lager nicht ausreichend
  • Mit 27,42 kg vergleichsweise schwer
  • Aufbau erfordert etwas Geduld und Eigenleistung

Transparenzhinweis: Unser ausführlicher Test des Current REC wurde von der Ride Aventon Germany GmbH hinsichtlich der Produktionskosten unterstützt. Auf das Testergebnis und unsere Meinung hatte dies keinen Einfluss.