Vier Tage zwischen Baumkronenweg, Schlögener Schlinge und römischem Welterbe – eine Familienreise, bei der Geschichte, Natur und Abenteuer zusammenkommen.
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Nach der langen Autofahrt nach Oberösterreich war die Geduld zunächst etwas strapaziert. Doch spätestens mit der Ankunft in der WaldEntdeckerWelt in Kopfing änderte sich das schlagartig. Während wir eincheckten, wurde unser zehnjähriger Sohn von Minute zu Minute aufgeregter. Schließlich ging es tatsächlich in eines der Baumhotels und damit war er kaum noch zu bremsen.

Unser Baumkronen-Apartment hielt für ihn gleich mehrere Überraschungen bereit. Sein persönlicher Höhepunkt war der über eine Leiter erreichbare Schlafplatz. Eines von insgesamt vier Betten lag quasi eine Etage höher und wurde damit natürlich sofort zum bevorzugten Revier erklärt. Von dort oben ließ sich das Apartment noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erkunden und der Blick nach draußen gehörte ebenfalls dazu.

Dabei war das Baumhotel weit mehr als nur ein ungewöhnlicher Schlafplatz. Neben den Schlafmöglichkeiten gab es ein Badezimmer mit Dusche, eine Wohnküche mit Essbereich und sogar einen Fernseher. Für unseren Sohn offenbar die perfekte Kombination: Abenteuer und Baumhausgefühl, ohne auf die Annehmlichkeiten eines normalen Apartments verzichten zu müssen.

Wir Erwachsenen hatten allerdings einen anderen Plan für den Nachmittag. Schließlich waren wir nicht nur zum Übernachten nach Kopfing gekommen. Der Baumkronenweg wartete bereits in schöner Abendstimmung auf uns. Unser Sohn sah das zunächst etwas anders. Ihn davon zu überzeugen, sein neues Reich zumindest für eine Weile zu verlassen und mit uns auf den Baumkronenweg zu gehen, war überraschend schwierig.

Das sagt vermutlich einiges über die Wirkung des Baumhotels aus: Nach der Anreise war die Reise für ihn nicht etwa anstrengender geworden, sie hatte gerade erst richtig begonnen.

Tag 1: Auf Augenhöhe mit den Baumkronen

Der Einstieg zum Baumkronenweg liegt direkt hinter der Waldküche. Für Hotelgäste ist der Zugang kostenlos, für uns also ein kurzer Weg zwischen Außenbewirtung des Restaurants und Hotelrezeption hinein in den Wald. Zunächst führte der Weg durch den großen Spielplatz und anschließend in zwei Serpentinen leicht bergauf durch den Wald. Für unseren Sohn war das allerdings weniger ein Anstieg als vielmehr die erste Etappe des nächsten Abenteuers.

Am Treppenaufgang zum eigentlichen Baumkronenweg wartete bereits die erste Versuchung: eine Rutsche. Die ließ er sich natürlich nicht entgehen und sauste kurzerhand nach unten. Das Urteil fiel eindeutig aus: Die Rutsche war gut, aber nach seiner Vorstellung hätte sie durchaus noch ein gutes Stück schneller sein dürfen.

Danach ging es endlich hinauf auf den Baumkronenweg.

Baumkronenweg als Highlight des Tages

Schon nach den ersten Metern wurde deutlich, dass hier nicht einfach nur ein Holzsteg durch die Baumwipfel führt. Entlang des Weges gibt es zahlreiche Stationen, die zum Mitmachen, Staunen und Lernen einladen. Viele Fragen sind direkt am Weg angebracht. Die Antworten liegen allerdings nicht immer auf dem Schild daneben. Manchmal muss man den Blick nach oben richten und im Wald nach ihnen suchen.

Für unseren Sohn wurde der Spaziergang damit schnell zur Entdeckungsreise. Statt einfach nur von A nach B zu laufen, gab es ständig etwas zu suchen, auszuprobieren oder zu beantworten. Und auch wir Eltern kamen nicht immer ungeschoren davon: An verschiedenen Stationen waren sportliche Aufgaben integriert, bei denen die Erwachsenen ausdrücklich mitmachen durften.

Zwischendurch gab es immer wieder Möglichkeiten, kurz durchzuatmen. Hängematten und Bänke laden dazu ein, den Blick in den Wald schweifen zu lassen oder einfach eine kleine Pause einzulegen. Gerade mit einem Kind, das am liebsten jede Station gleichzeitig ausprobieren möchte, sind solche Ruhepunkte durchaus willkommen.

Ein besonderer Höhepunkt wartete ungefähr in der Mitte des Weges. Dort führt eine Wendeltreppe um einen großen Turm herum in die Höhe. Oben vom Waldentdeckerturm eröffnet sich aus rund 40 Metern Höhe ein beeindruckender Blick über den Wald. Plötzlich wird deutlich, wie weit sich die Baumkronen tatsächlich unter einem ausbreiten. Für uns war das einer dieser Momente, in denen man nicht einfach weitergeht, sondern erst einmal stehen bleibt und staunt.

Doch lange hielt es unseren Sohn auch dort nicht. Schließlich warteten hinter der nächsten Kurve schon die nächsten Fragen, Rätsel und Mitmachstationen. Der Weg blieb abwechslungsreich und schaffte es erstaunlich gut, die Aufmerksamkeit über die gesamte Strecke zu halten.

Am anderen Ende des Baumkronenwegs angekommen, mussten wir allerdings feststellen, dass wir etwas länger gebraucht hatten als ursprünglich gedacht. Der Shop am Haupteingang hatte bereits geschlossen. Das war vor allem deshalb schade, weil unser Sohn dort unbedingt noch ein Andenken aussuchen wollte. Ein kleiner Wermutstropfen nach einem ansonsten rundum gelungenen Nachmittag.

Für den Rückweg entschieden wir uns für den Waldbodenweg. Und auch das erwies sich als gute Entscheidung. Die Perspektive war nun eine völlig andere: Statt über den Baumwipfeln bewegten wir uns wieder mitten durch den Wald. Dabei gab es erneut viel zu entdecken. Informationen über die Vorgänge im Wald wechselten sich mit Stationen zum Mitmachen ab, und an verschiedenen Stellen konnten wir sogar den Spuren von Tieren folgen.

So wurde aus dem zunächst geplanten Spaziergang schnell ein längerer Familienausflug. Vor allem aber war der Baumkronenweg genau das Richtige nach der langen Autofahrt: Bewegung, frische Waldluft und jede Menge Möglichkeiten, gemeinsam etwas zu entdecken.

Als wir schließlich wieder an unserem Baumkronen-Apartment ankamen, war nicht nur unser Sohn angenehm ausgepowert, auch bei uns meldete sich langsam der Hunger. Das Abendessen in der Waldküche konnte also kommen.

Ein gemütlicher Ausklang in der Waldküche

Nach den vielen Eindrücken des Nachmittags wurden wir in der Waldküche sehr freundlich empfangen. Unser Tisch war bereits reserviert und sogar personalisiert. Das sorgte gleich für einen angenehmen, persönlichen Empfang. Das Gleiche galt übrigens auch für das Frühstück am nächsten Morgen, bei dem unser Tisch wieder für uns vorbereitet war.

Bei den Hauptgerichten konnten wir aus drei verschiedenen Angeboten wählen, darunter auch eine vegane Variante. Die Auswahl war damit überschaubar, aber für uns völlig ausreichend. Gekocht wurde sehr gut und frisch, die Zusammenstellung der Gerichte stimmte und auch die Bedienung erwies sich während des gesamten Abends als ausgesprochen aufmerksam.

Vor den Hauptgerichten konnten wir uns am Buffet bereits mit Suppe, Brot und Salat bedienen. Beim Nachtisch wurde dann kurzerhand etwas verhandelt. Für die Erwachsenen durfte es gerne etwas aus der Auswahl sein, während für unseren Sohn natürlich ein Eis deutlich höher im Kurs stand. 😉

Auch beim Ambiente hat die Waldküche einiges zu bieten. Unser Gastraum war gemütlich im Hüttenstil eingerichtet und passte damit wunderbar zur Umgebung. Daneben gibt es einen separaten Stammtischbereich und einen größeren, moderner gestalteten Gastraum. Bei schönem Wetter bietet sich außerdem der Außenbereich an.

Nach einem Nachmittag zwischen Baumkronen, Rätseln, Rutschen und zahlreichen Mitmachstationen war das Abendessen genau der richtige Abschluss. Wir konnten in entspannter Atmosphäre noch einmal über die Erlebnisse des Tages sprechen, bevor es zurück in unser Baumkronen-Apartment ging.

Für unseren Sohn war der Tag damit allerdings noch lange nicht vorbei. Sein persönliches Abenteuer im Baumhotel wartete schließlich noch auf ihn. Davor aber nochmal eine kurze Runde Spielplatz!

Eine Nacht über dem Waldboden

Nach dem ereignisreichen ersten Tag war es Zeit, unser Baumkronen-Apartment auch als Schlafplatz kennenzulernen. Das aus Rundholz und Spanplatten gebaute Apartment hat zweifellos seinen ganz eigenen Charakter. Allerdings bringt die Bauweise auch mit sich, dass es im Inneren etwas hellhöriger ist, als wir es von einer gewöhnlichen Unterkunft gewohnt sind. Das Einschlafen war für uns deshalb zunächst etwas unruhiger.

Gott sei Dank waren wir nach der langen Autofahrt und den vielen Erlebnissen des Tages alles andere als unausgelastet. Nach kurzer Zeit setzte sich dann doch die Müdigkeit durch und wir fielen in den Schlaf.

Die Nacht selbst verlief anschließend entspannt. Geweckt wurden wir am nächsten Morgen jedenfalls nicht von irgendwelchen Geräuschen aus dem Wald. Stattdessen fiel das erste Tageslicht durch die Fenster und kündigte langsam den neuen Tag an.

Nach der morgendlichen Hygiene dauerte es deshalb nicht lange, bis sich die Vorfreude auf das Frühstück bemerkbar machte. Schließlich wartete in der Waldküche bereits der nächste reservierte Tisch auf uns.

Ein gelungener Auftakt

Am nächsten Morgen erwartete uns in der Waldküche ein abwechslungsreiches und frisches Frühstück. Von herzhaften Speisen bis zu süßen Angeboten war für unterschiedliche Vorlieben etwas dabei. Damit konnten wir gestärkt in den nächsten Reisetag starten.

Unser erster Aufenthalt in der WaldEntdeckerWelt hatte bei uns einen durchweg guten Eindruck hinterlassen. Besonders unser Sohn war von der Kombination aus Baumhotel, Wald und den vielen Möglichkeiten zum Entdecken und Mitmachen begeistert. Für ihn war schon die Übernachtung selbst ein Erlebnis, der Baumkronenweg machte den Aufenthalt zusätzlich zu einem echten Abenteuer.

Einzig die etwas hellhörige Bauweise des Apartments sollte man bei einer Übernachtung in einer solchen Unterkunft berücksichtigen. Ansonsten passte die Unterkunft sehr gut zu unserem Auftakt in die Familienreise.

So machten wir uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Weg zur nächsten Station. Das Abenteuer im Baumhotel war vorbei, doch mit der Donauschlinge und dem Donaulimes wartete bereits das nächste Kapitel unserer Reise auf uns.

Tag 2: Mit dem Pedelec auf den Spuren der Römer

Der zweite Tag unserer Reise sollte der Tag werden, an dem sich die verschiedenen Facetten des Ausflugs besonders gut miteinander verbinden: Bewegung mit dem Pedelec, die Landschaft entlang der Donau und die Geschichte des römischen Donaulimes. Dazu kam ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Familienreise: Die Strecke sollte nicht nur für uns Erwachsene interessant sein, sondern auch für unseren zehnjährigen Sohn etwas zu bieten haben.

Von Schlögen aus sollte unsere Tour entlang der Donau zu historischen Schauplätzen führen, über Fähren und durch kleine Orte bis nach Engelhartszell. Dabei erschienen nicht allein die einzelnen Ziele interessant. Gerade die Kombination aus Radfahren, Entdecken und immer wieder neuen Erlebnissen wie einer Zillenfahrt auf der Donau sollte diesen Tag für uns zu einem besonderen Teil der Reise machen.

Bevor wir allerdings auf die Pedelecs stiegen, stand zunächst die Fahrt von Kopfing hinunter zur Donau auf dem Programm.

Von Kopfing an die Donau

Die Fahrt von Kopfing Richtung Schlögen führte zunächst weiter durch die waldige und teilweise bergige Landschaft des Innviertels. Nach und nach veränderte sich die Perspektive. Immer wieder öffneten sich zwischen den Bäumen erste Blicke in die Landschaft und schließlich auch hinunter auf die Donau.

Damit stieg schon während der Fahrt die Vorfreude auf die nächsten Tage. Nach dem Abenteuer im Baumhotel und auf dem Baumkronenweg sollte es nun unmittelbar an den Fluss gehen. Und dort wartete mit der Donaulimes-Welterbe-Runde nicht nur eine Radtour, sondern auch der historische Schwerpunkt unserer Reise.

Im Riverresort Donauschlinge wurden wir freundlich empfangen. Unser Zimmer war zwar noch nicht bezugsfertig, das Auto konnten wir aber bereits auf dem Gästeparkplatz abstellen. Damit war der wichtigste Schritt für unseren nächsten Programmpunkt schnell erledigt: Wir konnten uns auf die Pedelec-Tour vorbereiten.

Auch um unsere Leih-Pedelecs wurde sich direkt gekümmert. Für unsere Tour standen zwei Tiefeinsteiger von Simplon bereit. Nachdem wir unsere Sachen entsprechend verstaut und uns für die Fahrt gerüstet hatten, hieß es schließlich: aufsteigen und losfahren.

Die Donau lag direkt vor uns und die ersten Kilometer der Donaulimes-Welterbe-Runde warteten bereits.

Mit dem Pedelec zum Römerburgus

Die ersten Kilometer der Donaulimes-Welterbe-Runde erwiesen sich für unsere Familie als gut machbar. Der Active Line Plus Antrieb der beiden Simplon Pedelecs passte dabei sehr gut zum Charakter der Strecke.

Auch einige Anstiege waren damit problemlos zu bewältigen. Die Unterstützung war sogar kräftig genug, dass wir unseren Sohn auf seinem normalen Mountainbike an den Steigungen noch tatkräftig unterstützen konnten.

Der Radweg verlief zunächst entlang der Straße. Auf der rechten Seite blieb dabei meist der Blick auf die Donau frei. So war der Fluss über weite Teile unserer Fahrt präsent, während wir uns langsam dem ersten historischen Höhepunkt der Tour näherten.

Den Römerburgus Oberranna konnten wir schließlich kaum verfehlen. Das Bauwerk liegt direkt am Radweg und war damit für uns auch mit dem Fahrrad problemlos zu erreichen. Fahrradstellplätze, Bänke und ein Tisch boten die Möglichkeit für eine Pause. Vor allem aber gab es vor Ort jede Menge Informationen zur Geschichte des Burgus.

Besonders interessant war die digitale Vermittlung. Über einen QR-Code konnten wir Severinus von Nordicum auf das Smartphone holen. Die Figur bewegte sich in einer 3D-gestalteten Welt und vermittelte einen Einblick in das Leben der damaligen Zeit, die Probleme der Menschen und die Bedeutung des Burgus.

Dabei blieb es nicht bei allgemeinen Informationen. Die Position des Bauwerks ließ sich direkt über den heute noch sichtbaren Ruinen nachvollziehen. Gleichzeitig wurde erklärt, welche Funktionen die einzelnen Gebäudeteile hatten.

Für uns war das eine sehr anschauliche und lebendige Art, Geschichte zu vermitteln. Gerade für unseren Sohn machte die digitale Darstellung den historischen Ort deutlich greifbarer.

Am Ende der Ausstellung wartete noch ein Film, der die Geschichte und den Zweck des Bauwerks an dieser strategisch bedeutenden Position noch einmal zusammenfasste. Damit wurde die Besichtigung sinnvoll abgerundet.

Bevor wir wieder auf die Pedelecs stiegen, wollten wir den Ort allerdings noch aus einer anderen Perspektive erleben. Über eine Treppe konnten wir direkt von der Anlage hinunter zur Donau gehen.

Damit kamen wir an diesem Tag erstmals wirklich unmittelbar mit dem Fluss in Berührung. Nach den vielen Informationen über seine historische Bedeutung war es ein schöner Moment, nun direkt am Wasser zu stehen.

Anschließend hieß es „wieder aufs Rad“. Unser nächstes Ziel lag weiter flussaufwärts in Richtung Kraftwerk Jochenstein.

Entlang der Donau zum Kraftwerk Jochenstein

Der Weg führte uns weiter in Richtung Kraftwerk Jochenstein. Zunächst verlief der Radweg weiterhin relativ nah an der Donau. Bei Saag überquerten wir die Straße und fuhren anschließend zwischen Feldern und Wald weiter. Hinter Engelhartszell führte uns die Strecke schließlich in den Ort.

Von dort gelangten wir wieder auf den Radweg, der nun größtenteils getrennt von der Straße bis zum Kraftwerk Jochenstein verlief. Für uns war das angenehm zu fahren und auch unser Sohn konnte die Strecke entspannt mit seinem Mountainbike bewältigen.

Wir lagen zu diesem Zeitpunkt gut in der Zeit. Unser nächstes Ziel war ohnehin nur noch ein kurzes Stück oberhalb des Radwegs entfernt. Im Restaurant Bernard’s war für uns bereits ein Tisch zum Mittagessen reserviert.

Bevor wir dort einkehrten, konnten wir allerdings noch einen schönen Blick von der Anhöhe auf die Donau genießen. Von hier oben lag uns der Fluss mit dem Laufkraftwerk Jochenstein praktisch zu Füßen.

Zur Anlage gehört neben dem Kraftwerk auch eine Schleusenanlage für die Schifffahrt, sodass sich an dieser Stelle eindrucksvoll zeigte, wie vielfältig die Nutzung der Donau ist. Leider hatten wir es zeitlich nicht mehr geschafft, das Bauwerk zu überqueren.

Das Restaurant Bernard’s erwartete uns mit bodenständiger Küche auf gehobenem Niveau. Ob originales Wiener Schnitzel, Fisch- oder veganes Gericht: die Auswahl war groß und die Gerichte mehr als lecker.

Nach den ersten Kilometern auf dem Pedelec und der Besichtigung des Römerburgus kam diese Pause gerade recht. Zeit für ein Mittagessen und einen weiteren Blick auf die Donau, bevor unsere Tour in Richtung Engelhartszell weitergehen sollte.

Engelhartszell: Zwischen Rokoko und riesigen Donaufischen

Nach dem Mittagessen mussten wir uns allerdings sputen. Auf bekannten Wegen ging es zurück nach Engelhartszell. Am Gemeindeamt holten wir zunächst die Karten für die Wassererlebniswelt Mini-Donau ab. Bevor wir dort eintauchten, stand allerdings noch ein Abstecher zum Stift Engelszell auf unserem Programm.

Schon von außen beeindruckte uns die Stiftskirche mit ihrem Rokoko-Stil. Unsere Fahrräder konnten wir direkt davor gut abstellen, sodass der Besuch problemlos mit der Radtour verbunden werden konnte. Wir schauten uns zunächst die Kirche an und gingen anschließend noch in die Likör- und Bierbrauerei sowie in den Innenhof der ehemaligen Abtei.

Eigentlich hätte dieser Ort durchaus dazu eingeladen, etwas länger zu verweilen. Unter den großen Bäumen hätte man wunderbar eine Pause einlegen können. Unser Zeitplan ließ das allerdings nicht zu. Immerhin konnten wir zwei der hausgemachten Liköre als kleine Erinnerung an den Besuch mitnehmen.

Für unseren Sohn war ohnehin schon das nächste Ziel deutlich spannender. Glücklicherweise liegt die Wassererlebniswelt Mini-Donau direkt neben dem Stift. Mit unseren Eintrittskarten konnten wir ohne weiteren Weg in die Erlebniswelt wechseln.

Und dort änderte sich die Stimmung schlagartig. Wo wir uns gerade noch mit Rokoko und Abteigeschichte beschäftigt hatten, warteten nun zahlreiche Stationen zum Ausprobieren und Entdecken.

Die Mini-Donau verbindet Wissensvermittlung mit verschiedenen Mitmachangeboten für Kinder. Von einem alpinen Speicherstausee über einen Barfuß-Sinnesweg und eine Beckenlandschaft zum eigenen Gestalten eines Flusslaufs bis hin zu einer Balancierstrecke am Eisernen Tor gibt es einiges zu entdecken.

Alle Stationen konnten wir aufgrund unseres straffen Zeitplans gar nicht ausprobieren. Besonders angetan hatte es unserem Sohn aber das Donaudelta. Dort wartet neben einer Seilfähre ein imposanter Hausen am Donaustrand, der nicht nur angeschaut werden kann, sondern ausdrücklich auch zum Klettern gedacht ist. Die Möglichkeit, sich mit der Fähre selbst ans andere Ufer zu ziehen, sorgte ebenfalls für Begeisterung.

Ein weiterer Höhepunkt war das Großaquarium. Dort konnten wir unter anderem Sterlet und Hausen aus nächster Nähe beobachten. Gerade die großen Fische machten auf unseren Sohn einen nachhaltigen Eindruck. Während wir Erwachsenen noch versuchten, die vielen Eindrücke und Informationen aufzunehmen, war für ihn längst klar, welche Bereiche der Mini-Donau am meisten Spaß machten.

Dabei blieb es nicht nur bei Spiel und Abenteuer. An den verschiedenen Stationen wird auf anschauliche Weise vermittelt, wie die Donau funktioniert und welche Besonderheiten sie auf ihrem langen Weg bis zum Schwarzen Meer aufweist. Flussbau, Kraftwerke, Schleusen und die unterschiedlichen Landschaften entlang der Donau werden so auch für Kinder greifbar.

Wir hätten uns hier gut noch einige Stunden aufhalten können. Auch der Sinnesgarten mit alten Wein- und Obstsorten, der Kräutergarten und das Steinlabyrinth hätten noch auf uns gewartet. Unser Zeitplan sah jedoch bereits die nächste Etappe vor. Also mussten wir uns schweren Herzens losreißen und wieder auf die Pedelecs steigen.

Die nächste Station unserer Tour sollte uns nun über die Donau führen.

Mit der Fähre ans andere Donauufer

Unser Zeitplan sah als Nächstes die Querfähre von Engelhartszell nach Kramesau vor. Wir machten uns also auf die Suche nach der Anlegestelle und suchten zunächst etwas verzweifelt nach der Fähre. Erst nach kurzer Zeit wurde uns klar, dass wir an dieser Stelle kein größeres Fährschiff erwarten durften. Die Querfähre ist eine ausgesprochen kompakte Fähre, die speziell für Radfahrer und Fußgänger gedacht ist.

Lange warten mussten wir trotzdem nicht. Die Fähre pendelt laufend zwischen den beiden Ufern hin und her und nicht nur zu einzelnen festgelegten Abfahrtszeiten. So konnten wir schon kurze Zeit später unsere Pedelecs verladen und auf die andere Seite der Donau nach Kramesau übersetzen.

Dort angekommen, ging es auf der Donaulimes-Welterbe-Runde weiter flussabwärts in Richtung Schlögener Schlinge. Der Weg am Nordufer war nun etwas flacher und führte auf einer schönen Strecke direkt dem Lauf der Donau folgend durch die Landschaft. Nach den bisherigen Stationen tat die ruhigere Fahrt gut. Wir konnten die Landschaft genießen und gleichzeitig die nächsten Kilometer unserer Tour zurücklegen.

Unser Ziel war Freizell. Dort wartete bereits das nächste Erlebnis auf uns: Wir sollten eine Zille übernehmen und damit ein Stück auf der Donau unterwegs sein. Für unseren Sohn war spätestens jetzt klar, dass dieser Tag noch einiges zu bieten hatte. Und auch wir waren gespannt, wie sich die Fahrt auf dem traditionellen Boot anfühlen würde.

Mit der Zille durch die Schlögener Schlinge

Pünktlich erreichten wir den Zillenbau Witti in Freizell und wurden dort sehr herzlich empfangen. Nach den zurückliegenden Kilometern auf den Pedelecs kam uns eine kurze Verschnaufpause gerade recht. Es war inzwischen ziemlich warm geworden.

Anschließend wurde uns eine Zille zur Verfügung gestellt. Bei der Antriebswahl fiel uns die Entscheidung nicht besonders schwer: Wir entschieden uns für eine elektrisch angetriebene Zille. Der leise Antrieb passte schließlich nicht nur gut zu unserer Vorliebe für elektrische Mobilität, sondern sorgte auch dafür, dass wir die Fahrt auf der Donau ohne störendes Motorengeräusch erleben konnten.

Nach einer kurzen Einführung ging es zunächst aus dem kleinen „Hafen“ hinaus auf die Donau. Anschließend fuhren wir wieder zurück, bevor die eigentliche Tour flussabwärts begann.

Die Perspektive änderte sich damit grundlegend. Wenige Stunden zuvor waren wir noch mit den Pedelecs am Ufer unterwegs gewesen. Nun blickten wir vom Wasser aus genau auf jene Landschaft zurück, durch die wir zuvor geradelt waren. Ufer, Wälder und die Hänge entlang der Donau wirkten aus dieser Perspektive noch einmal ganz anders.

Besonders spannend wurde es, als wir die Schlögener Schlinge erreichten. Die Donau beschreibt hier ihre markante Schleife, die wir nun nicht nur vom Radweg aus, sondern unmittelbar vom Fluss erleben konnten. Dabei kamen wir auch am Riverresort Donauschlinge vorbei, unserer Unterkunft für die kommenden Nächte.

Am Scheitelpunkt der Fahrt drehten wir schließlich um. Nun ging es wieder flussaufwärts zurück zum Zillenbau Witti. Die Tour hatte uns damit nicht nur ein weiteres Verkehrsmittel nähergebracht, sondern uns die Donau tatsächlich aus einer völlig neuen Perspektive erleben lassen.

Zurück in Freizell hieß es wieder umsteigen. Wir setzten uns auf die Pedelecs und machten uns auf den kurzen Weg zur nächsten Fährstelle bei Au. Nach rund fünf Kilometern und etwa 15 Minuten Fahrt erreichten wir die Querfähre, die uns auf die andere Seite der Donau und damit direkt in die Nähe unseres Hotels brachte.

Damit ging eine für uns außergewöhnliche Tour zu Ende. Wir gaben die Pedelecs zurück und konnten anschließend endlich unser Zimmer im Riverresort Donauschlinge beziehen. Hinter uns lagen nicht nur rund 35 Kilometer auf dem Fahrrad, sondern auch der Römerburgus Oberranna, die Sehenswürdigkeiten in Engelhartszell wie der Stift Engelszell und die Mini-Donau und schließlich die Fahrt mit der Zille durch die Schlögener Schlinge.

Ausklang auf der Terrasse

Nach dem abwechslungsreichen Tag ließen wir den Abend im Riverresort Donauschlinge ganz entspannt ausklingen. Beim Buffet-Abendessen konnten wir noch einmal in Ruhe die vielen Eindrücke des Tages Revue passieren lassen. Besonders schön war dabei der Blick auf die Schlögener Donauschlinge.

Auf der Donau herrschte auch am Abend noch reger Betrieb. Immer wieder fuhren große Donauschiffe an unserem Platz vorbei. Eines machte sogar direkt an der Anlegestelle Halt. Für unseren Sohn war auch das wieder eine willkommene Abwechslung und ein schöner Abschluss des Tages.

Nach all den Kilometern auf den Pedelecs, der Zillenfahrt und den zahlreichen Erlebnissen waren wir schließlich froh, den Abend ruhig ausklingen lassen zu können. Die Nacht verlief entsprechend entspannt. Ein aufregender Tag lag hinter uns, und am nächsten Morgen wartete bereits das nächste Abenteuer auf uns.

Tag 3: Abenteuer im IKUNA Naturresort

Nach dem ereignisreichen Vortag ließen wir es am nächsten Morgen zunächst etwas ruhiger angehen. Ein ausgiebiges Frühstück im Riverresort Donauschlinge gab uns die nötige Energie für den nächsten Programmpunkt.

Danach hieß es wieder Abschied nehmen von der Donau. Mit dem Auto machten wir uns auf den Weg zum IKUNA Naturresort in Natternbach. Dort sollte unser Sohn erneut voll auf seine Kosten kommen.

Allerdings erwartete uns ein außergewöhnlich warmer und schwüler Tag. Schon während der Fahrt war spürbar, dass die Temperaturen heute eine ganz andere Herausforderung darstellen würden als am Vortag. Umso gespannter waren wir darauf, wie sich der Naturerlebnispark unter diesen Bedingungen erleben ließ.

Fünf Highlights aus Kindersicht

Im IKUNA Naturresort gab es für unseren Sohn jede Menge zu entdecken. Angesichts der Größe des Parks war schnell klar, dass wir an einem einzigen Vormittag längst nicht alles schaffen würden. Einige Attraktionen blieben ihm dabei besonders im Gedächtnis.

Seine persönlichen Highlights waren die Murmelbahn, die Triple Tubing Bahn und der Ninja-Dschungel. Gerade bei der Tubing-Bahn und im Ninja-Dschungel konnte er sich ordentlich austoben. Die Murmelbahn bot dagegen eine ganz andere Art der Beschäftigung und war für ihn ebenfalls ein fester Programmpunkt.

Zur Mittagszeit legten wir eine längere Pause ein und gingen ins Miraculix. Das Essen gab uns nicht nur die nötige Stärkung für den weiteren Tag. Die Klimatisierung erwies sich bei der außergewöhnlichen Schwüle als mindestens ebenso willkommen. So konnten wir uns eine Weile von der Hitze draußen erholen und neue Kräfte sammeln.

Danach ging es für unseren Sohn allerdings schnell wieder zurück in den Park. Zwei weitere Attraktionen standen noch ganz oben auf seiner Wunschliste: die Piratenwelt und die Gokart-Arena. Damit war auch der zweite Teil unseres Parkbesuchs vor allem von Bewegung, Geschwindigkeit und viel Ausprobieren geprägt.

Zum Abschluss bekamen wir dann sogar noch eine willkommene Abkühlung. Am Wasserturm konnten wir uns mit fest montierten und schwenkbaren Wasserpistolen gegenseitig nass machen. Bei den Temperaturen war das nicht nur für unseren Sohn ein großer Spaß, sondern tatsächlich eine ziemlich angenehme Erfrischung.

So endete unser Besuch im IKUNA Naturresort nach mehreren Stunden voller Aktivitäten. Unser Sohn hätte vermutlich noch problemlos weitermachen können. Die Kombination aus Hitze und Schwüle hatte uns Eltern allerdings deutlich stärker zugesetzt. Für uns war deshalb klar, dass nun erst einmal eine Pause angesagt war.

Ein Schwimmbad, frischer Fisch und ein kräftiger Schauer

Wir kamen rechtzeitig vom IKUNA Naturresort zurück, um noch das hauseigene Schwimmbad im Riverresort Donauschlinge auszuprobieren. Nach den vielen Stunden im Park und der außergewöhnlichen Schwüle war das eine willkommene Abwechslung. Im Wasser konnten wir uns noch einmal abkühlen und die Anstrengungen des Tages etwas hinter uns lassen.

Anschließend machten wir uns auf die kurze Fahrt über die Donaubrücke zum Hotel-Restaurant Luger. Das Fischrestaurant Luger ist ein kulinarisches Juwel. Die frischen Donau-Fische werden dort nach alter Tradition zubereitet – durch das Schröpfen. Frischer geht Donaufisch nicht!

Wir entschieden uns für den Schattentaler Fischteller, eine Variation aus drei Filets mit Kartoffeln und gemischtem Salat. So konnten wir den Tag bei frischem Fisch und weiteren lecker gekochten Gerichten ausklingen lassen.

Das Wetter hatte inzwischen allerdings bereits einen Wetterumschwung angekündigt. Angesichts des drohenden Schauers entschieden wir uns vorsorglich dafür, nicht draußen Platz zu nehmen, sondern direkt ins Restaurant zu gehen. Das erwies sich schon bald als gute Entscheidung.

Denn wenig später setzte ein kräftiger und länger andauernder Schauer ein. Viele Gäste, die zunächst noch draußen gesessen hatten, suchten nun ebenfalls Schutz im Restaurant. Wir konnten dagegen ganz entspannt unser Abendessen genießen und dem Regen von drinnen zusehen.

So endete auch dieser Tag mit einem schönen Kontrast: Nach Hitze, Schwüle, Wasser und zahlreichen Aktivitäten im IKUNA waren nun frischer Fisch nach alter Tradition, ein gemütliches Restaurant und kräftiger Regen angesagt. Für uns war es der passende Ausklang eines weiteren abwechslungsreichen Familientages.

Tag 4: Ein letzter Blick auf die Römer

Nach dem Frühstück stand am letzten Reisetag noch ein kurzer Abstecher zum Römerbad Schlögen auf dem Programm. Viel Zeit mussten wir dafür nicht einplanen, denn die UNESCO-Welterbestätte liegt praktisch direkt beim Riverresort Donauschlinge.

Abschied von der Donauschlinge

Nach den historischen Stationen des Vortags war das Römerbad eine passende letzte Begegnung mit dem Donaulimes, bevor wir die Region verlassen würden. Vor Ort konnten wir uns noch einmal einen Eindruck von den Überresten der römischen Anlage verschaffen. Natürlich durfte auch ein letztes Abschieds-Selfie mit Severinus von Noricum nicht fehlen.

Gerade durch die Erlebnisse der vergangenen Tage hatten die historischen Stätten für uns inzwischen eine andere Bedeutung bekommen. Aus den Informationen über den Donaulimes waren konkrete Orte geworden, die wir mit dem Fahrrad erreicht, zu Fuß erkundet und teilweise sogar aus der Perspektive der Donau erlebt hatten.

Damit hieß es endgültig Abschied nehmen von der Schlögener Schlinge. Unser nächstes Ziel war Passau.

Die Fahrt dorthin führte uns aus der Landschaft entlang der Donau in eine Stadt, die ebenfalls stark vom Fluss geprägt ist. Wer Passau noch nicht kennt, erlebt hier eine beeindruckende Stadtlandschaft, in der die Donau eine ganz zentrale Rolle spielt. Für uns war die Stadt allerdings nicht nur ein Zwischenstopp auf der Heimreise. Mit dem Römermuseum Kastell Boiotro wartete dort noch ein letzter historischer Programmpunkt auf uns.

Auf den Spuren der Römer in Passau

Mit dem Römermuseum Kastell Boiotro erwartete uns in Passau schließlich der letzte große Programmpunkt unserer Reise. Nach den Stationen entlang der Donaulimes-Welterbe-Runde war der Besuch zugleich eine passende Ergänzung und ein Abschluss unseres Ausflugs auf den Spuren der Römer.

Das Museum befindet sich auf den Fundamenten des spätrömischen Kastells Boiotro, das um 300 n. Chr. errichtet wurde. Rund 600 Exponate, antike Quellen, erklärende Texte und zahlreiche Modelle vermitteln einen Eindruck von der rund 400 Jahre währenden römischen Herrschaft in der damaligen Grenzstadt des Imperiums.

Dabei beschränkte sich unser Rundgang nicht auf die Ausstellungsstücke im Museum. Auch rund um das Gebäude und an weiteren erhaltenen Überresten der römischen Vergangenheit ließ sich nachvollziehen, wie stark diese Epoche Passau geprägt hat.

Für uns schloss sich damit ein Kreis. Wenige Tage zuvor hatten wir den Römerburgus Oberranna besucht, die Donau aus verschiedenen Perspektiven erlebt und uns in Engelhartszell mit dem Verlauf des Flusses und seiner Geschichte beschäftigt. Nun konnten wir in Passau noch einmal tiefer in die römische Vergangenheit der Region eintauchen.

Auch für unseren Sohn war der Museumsbesuch damit mehr als nur ein weiterer Programmpunkt. Durch die Erlebnisse der vergangenen Tage hatte die Geschichte für ihn bereits konkrete Orte und Bilder bekommen. Der Besuch in Passau fügte diesen Eindrücken noch einmal ein weiteres Kapitel hinzu.

Was von der Reise bleibt

Auf der Rückfahrt wurde uns noch einmal deutlich, wie viele unterschiedliche Eindrücke in diesen vier Tagen zusammengekommen waren. Unser Sohn hatte begonnen, seine Erlebnisse in einem Bild festzuhalten. Dazu schrieb er auf, was ihm von den einzelnen Tagen besonders in Erinnerung geblieben war.

Tag 1: Baumhotel und Baumkronenweg

Das Baumhotel war für ihn „schön“, ebenso der Baumkronenweg. Auch das sehr gute Essen und die schönen Spielplätze für Kinder gehörten für ihn zu den Highlights des ersten Tages.

Tag 2 und 3: Donauschlinge und Abenteuer

Für die beiden Tage an der Donau fiel sein Urteil ebenfalls eindeutig aus: ein tolles Hotel an der Donauschlinge, ein super Zimmer und viele Aktivitäten. Besonders die Zillenfahrt und die Radtour waren ihm wichtig.

Tag 4: Römermuseum Passau

Am letzten Tag blieb vor allem das Römermuseum in Passau hängen. Dort gab es für ihn „alte und tolle Sachen von Römern“ zu sehen und das Ganze war „richtig spannend“.

Besonders fasziniert hatten ihn die Waffen und Ausrüstungsgegenstände: Dolch, Speer, Schwert, Hammer sowie Pfeil und Bogen.

Sein Bild und seine kurzen Notizen bringen damit vielleicht besser als jede ausführliche Zusammenfassung auf den Punkt, was unsere Reise als Familie ausgemacht hat: Baumkronen und Wald, gutes Essen, Pedelec-Tour und Zillenfahrt, die Donau, Abenteuer und am Ende jede Menge Geschichte. Für unseren Sohn waren es vor allem die Erlebnisse, die er selbst entdecken und ausprobieren konnte. Genau das hat die Reise auch für uns als Familie so abwechslungsreich gemacht.

Fazit

Unsere vier Tage am Donau-Limes haben vor allem eines gezeigt: Wer mit der Familie in diese Region reist, muss sich keineswegs auf ein bestimmtes Programm festlegen. Die Kombination aus Natur, Geschichte, Bewegung und Familienerlebnissen bietet so viele Möglichkeiten, dass sich jeder seine eigenen Schwerpunkte setzen kann.

Wir haben mit der WaldEntdeckerWelt in Kopfing, der Riverressort Donauschlinge und dem IKUNA Naturresort bewusst ganz unterschiedliche Angebote miteinander verbunden. Dazu kamen die Pedelec-Tour entlang des Donaulimes, historische Stätten, die Mini-Donau, die Zillenfahrt und zum Abschluss das Römermuseum in Passau. Natürlich wird kaum jemand all diese Stationen bei einem einzigen Aufenthalt besuchen wollen. Gerade das sehen wir aber als Stärke der Region.

Wer gerne in der Natur unterwegs ist, findet mit der WaldEntdeckerWelt ein eigenes Erlebnis. Familien mit besonders unternehmungslustigen Kindern können im IKUNA Naturresort ganze Tage verbringen. Rund um die Donauschlinge wiederum lassen sich Radfahren, Geschichte und Erlebnisse auf dem Wasser miteinander verbinden. Auch daraus muss man nicht zwangsläufig ein dicht getaktetes Programm machen.

Für uns persönlich waren die WaldEntdeckerWelt und die Aktivitäten rund um die Donauschlinge die beiden Bereiche, die besonders in Erinnerung geblieben sind. Gerade an der Donauschlinge hätten wir bei einem individuellen Aufenthalt gerne noch etwas mehr Zeit gehabt, um die einzelnen Möglichkeiten entspannter zu genießen, statt dem nächsten Programmpunkt entgegenzufahren.

Genau darin liegt für uns der Reiz des Donau-Limes als Reiseziel: Man kann sich aus den vielen Angeboten die eigene Reise zusammenstellen. Ob Baumkronen, Pedelec-Tour, Römergeschichte, Wassererlebnisse oder Abenteuerpark, die Region lässt sich ganz unterschiedlich entdecken. Unser Reisebericht soll deshalb weniger als fertiger Reiseplan verstanden werden, sondern vielmehr als Inspiration dafür, welche Möglichkeiten Familien am Donau-Limes erwarten.

Transparenzhinweis: Die Recherchereise wurde uns seitens des Tourismusverband Donauregion Oberösterreich ermöglicht. Übernommen wurden die Anfahrt sowie die Übernachtungen, Eintritte und weiteren im Rahmen der Reise angebotenen Leistungen. Die redaktionelle Gestaltung und Bewertung des Reiseberichts erfolgte unabhängig davon. Wir bedanken uns für die Einladung und die Unterstützung bei der Umsetzung der Reise.