ZIV will E-Bike-Förderung voranbringen und legt einen 4 Punkte Plan vor.
2 min Lesezeit

Unter dem Dach der ZIV (Zweirad-Industrie-Verband e.V.) haben die darin organisierten Händler und Unternehmen einen ausführlichen 4-Punkte-Plan erarbeitet.

Darin wird das Ziel festgeschrieben, die Nutzung von Pedelecs und E-Bikes zumindest in städtischen Bereichen stark zu erhöhen.

Besonders in urbanen Gebieten seien Ziele, welche der Verbesserung des Klimas und der Umweltbedingungen dienen, schneller zu erreichen.

Laut ZIV hinke der städtische Bereich aber dem ländlichen Raum bei der E-Bike-Nutzung hinterher, obwohl die Nutzung alternativer Verkehrsmittel in der Stadt deutlich mehr Vorteile habe.

Für die Änderung dieses Umstandes wären aber weitreichende Weichenstellungen der Infrastruktur und Änderungen in der Verkehrspolitik vonnöten. So wäre die Technologie heute durchaus vorhanden, so dass zum Beispiel Lösungen umgesetzt werden könnten, welche die individuelle Elektromobilität mit dem ÖPNV kombinierten.

Der 4-Punkte-Plan des ZIV

Für die Umsetzung der definierten Ziele hat der Zweirad-Industrie-Verband e.V. vier Hauptpunkte definiert, in denen Vorschläge eingegliedert sind.

Vernetzung

Die moderne und zukünftige Mobilität wird eine Kombination aller verfügbaren Verkehrsmittel sein (ÖPNV, Kfz, E-Bike, Fahrrad, Laufstrecken als Fußgänger). Schlüssel zur Förderung des E-Bike Verkehrs soll eine optimale Vernetzung mit dem ÖPNV sein.

So könnte die Nutzung von (Verleih-) E-Bikes für einen kurzen Zeitraum im ÖPNV-Ticket enthalten sein, genauso wie Darstellung der relevanten ÖPNV-Fahrpläne in Echtzeit auf dem Display des E-Bikes.

Auch die Mitnahme von E-Bikes in Verkehrsmitteln des ÖPNV sollte verbessert werden oder die Übergabepunkte bzw. Wechselstellen der einzelnen Verkehrsmittel.

Sicherheit im Straßenverkehr

Die Umsetzung der im Radverkehrsplan 2020 erstellten Maßnahmen sind hierbei für den ZIV wichtig. Als Beispiele seien hier genannt: Radwege mit genügend Breite und angepasster Kurvenradien oder auch Radschnellwege.

Mit Fahrtrainings für E-Bikes und angepasster Sicherheitsausstattung leistet man einen weiteren Beitrag zur Erreichung dieses Zieles. Auch aktive und passive Sicherheitssysteme für Fahrrad- und E-Bike Fahrer sollten in der Entwicklung forciert werden.

Diebstahlschutz

In urbanen Gebieten ist das Risiko des Diebstahls oder Vandalismus meist höher als in ländlichen Räumen. Mit sicheren Abstellmöglichkeiten auch an Wechselstellen auf ein anderes Verkehrsmittel, kann die Verbreitung von E-Bikes erhöht werden.

Abschließbare Einstellgaragen oder überwachte Fahrradparkhäuser nennt der ZIV in seinem 4-Punkte-Plan beispielhaft. Auch in Wohngebieten wären Abstellboxen oder Schlösser mit erhöhter Sicherheit empfehlenswert.

Mit der Registrierung von E-Bikes in einem „E-Bike-Pass“ oder mit Hilfe von speziellen Ortungssystemen für die Gefährte könnte die Sicherheit noch weiter erhöht werden.

Kampagnen

Mit geeigneten Projekten und Kampagnen soll die Marktdurchdringung von E-Bikes weiter erhöht werden. Als Beispiele sind hier mehr Testfahrt-Veranstaltungen für E-Bikes, Sicherheits-Schulungen oder auch positive Berichterstattung und Öffentlichkeitsarbeit zu nennen.

Das komplette Dokument mit dem 4-Punkte-Plan des ZIV können Sie hier einsehen:
E-Bike gerechte städtische Infrastruktur (PDF)