Zum Europäischen Autofreien Tag am 22. September stellt VELLO die zweite Generation des SUB vor. Das Smart Utility Bike wurde nach Angaben des Herstellers auf Basis von Rückmeldungen aus Handel und Alltagseinsatz in mehreren Punkten überarbeitet. Im Mittelpunkt stehen der neue Antrieb, die Bremsanlage sowie Änderungen bei Handling und Ergonomie.
VELLO SUB Gen2: Bosch Cargo Line mit bis zu 1.600 Wh
Das VELLO SUB GEN 2 erhält den Bosch Cargo Line der fünften Generation. Der Antrieb bietet bis zu 120 Nm Drehmoment und eine Unterstützung von bis zu 600 Prozent. In Verbindung mit dem Dual-Battery-System stehen bis zu 1.600 Wh Akkukapazität zur Verfügung. VELLO gibt die maximale Reichweite mit bis zu 350 Kilometern an.
Die Bedienung erfolgt über das Bosch Purion 200. Bei der Variante mit Enviolo-Schaltung werden die relevanten Fahrdaten angezeigt, während die Version mit VELLO 3×3 über eine integrierte Ganganzeige verfügt. Über die Bosch eBike Flow App lassen sich zudem Konnektivitäts- und Diebstahlschutzfunktionen einbinden.
Neue Bremsen und überarbeiteter Mittelständer
Für die Verzögerung kommen beim SUB GEN 2 MAGURA Louise Bremsen zum Einsatz. Sie sollen insbesondere bei hoher Zuladung und Nässe eine bessere Dosierbarkeit und Standfestigkeit bieten.
Auch der Mittelständer wurde überarbeitet. Er soll das Aufbocken erleichtern und das Fahrrad beim Be- und Entladen stabilisieren. Die Anhängerkupplung sitzt künftig an einer anderen Position und ist laut VELLO mit nahezu allen gängigen Fahrradanhängern kompatibel.
Beim Antrieb der Kraftübertragung bleibt es beim Gates Carbon Drive CDX. Als Schaltungsvarianten stehen weiterhin eine stufenlose Enviolo-Heavy-Duty-Nabe sowie die VELLO 3×3 zur Verfügung.
Kompakt trotz hoher Zuladung
Mit einer Länge von 185 Zentimetern positioniert VELLO das SUB zwischen klassischem Stadtrad und größeren Longtail-Lastenrädern. Das Gewicht beginnt bei 24,9 Kilogramm. Damit liegt das SUB deutlich unter den vom Hersteller genannten 40 bis 60 Kilogramm, die typische Longtails wiegen.
Auch beim Abstellen soll die kompakte Bauweise Vorteile bieten. Faltbare Pedale und ein um 90 Grad drehbarer Lenker reduzieren die Breite ohne Werkzeug auf 29 Zentimeter. Das soll insbesondere dort relevant sein, wo kein Stellplatz für ein klassisches Lastenrad vorhanden ist.
Der Heckträger ist für bis zu 100 Kilogramm ausgelegt, MIK-HD-kompatibel und für die Montage von zwei Kindersitzen freigegeben. Der Frontträger kann weitere 22 Kilogramm aufnehmen. Insgesamt beträgt das zulässige Gesamtgewicht des VELLO SUB GEN 2 bis zu 210 Kilogramm.
Anpassungen bei der Ergonomie
Für einen größeren Körpergrößenbereich wurde der Vorbau verkürzt. Das SUB soll damit für Körpergrößen von 150 bis 210 Zentimetern geeignet sein.
Zur weiteren Ausstattung gehören Selle Royal NIVO Griffe, faltbare ERGOTECH Plattformpedale mit Griptape und verlängerte Schutzbleche. Auf den Rahmen gewährt VELLO eine lebenslange Garantie.
Zweitauto als Ziel
VELLO positioniert das SUB ausdrücklich als mögliche Alternative zum Zweitwagen. Als Argument führt der Hersteller neben den Einsatzmöglichkeiten auch die laufenden Kosten eines Autos an.
Nach den genannten Berechnungen benötigt ein Auto mit einem Verbrauch von sieben Litern auf 100 Kilometer für eine tägliche Strecke von 20 Kilometern bei 220 Arbeitstagen rund 660 Euro Kraftstoff im Jahr, ausgehend von einem durchschnittlichen Super-E10-Preis von 2,145 Euro je Liter im August.1 Für dieselbe Jahresstrecke nennt VELLO beim SUB einen Energiebedarf von rund 20 kWh. Bei einem Strompreis von 37 Cent je Kilowattstunde entspräche das gut sieben Euro. Selbst bei einem dreifachen Verbrauch blieben die Energiekosten laut Hersteller unter 25 Euro.
„Der Anschaffungspreis eines Lastenrads klingt zunächst hoch, rechnet sich aber bereits nach dem ersten Jahr. Das Auto verursacht neben der Anschaffung laufend Zusatzkosten: Versicherung, Wartung und Treibstoff“, sagt Valentin Vodev, Gründer und Geschäftsführer von VELLO. „Wenn das Lastenrad das Zweitauto ersetzt, verändert sich die Rechnung deutlich.“
Die genannten Betriebskosten beziehen sich allerdings ausschließlich auf Kraftstoff beziehungsweise elektrische Energie. Weitere Kosten für Anschaffung, Versicherung, Wartung oder Verschleiß sind in dieser Gegenüberstellung nicht berücksichtigt.
Preise und Verfügbarkeit
Das VELLO SUB GEN 2 ist ab sofort über den Fachhandel und den Direktvertrieb erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 5.698 Euro für die Enviolo-Version und 6.698 Euro für die Variante mit VELLO 3×3.
Das SUB wurde bereits 2025 mit dem EUROBIKE Award ausgezeichnet.
Fazit
Das VELLO SUB GEN 2 bleibt seinem Ansatz als vergleichsweise kompaktes Lastenrad treu, entwickelt diesen aber technisch weiter. Der Bosch Cargo Line Gen. 5, bis zu 1.600 Wh Akkukapazität und 210 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht erweitern die Einsatzmöglichkeiten, während die kompakte Länge und die reduzierte Abstellbreite einen praktischen Unterschied zu größeren Longtails machen können. Mit Preisen ab 5.698 Euro bewegt sich das SUB allerdings klar im höherpreisigen Segment. Ob es tatsächlich das Zweitauto ersetzen kann, hängt damit vor allem vom individuellen Einsatzprofil und den Transportanforderungen ab.
Alles Weitere findet man jetzt auf der VELLO-Website.
1 https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/deutschland/kraftstoffpreisentwicklung/











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