Ende 2014 startete Cobi auf Kickstarter seine Kampagne, welche eine der erfolgreichsten im Fahrrad-Bereich werden sollte.
Zahlreiche Erweiterungen machten das anvisierte Endprodukt noch attraktiver, so dass eine sehr hohe Anzahl an Unterstützern dem Startup einen hohen Betrag zur Finanzierung und Start der Produktion einbrachte.
Traumstart für das Startup Cobi
Schon im März 2015 präsentierte Cobi einen seriennahen Prototypen, konnte zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewinnen, ging B2B-Verbindungen ein und veranschlagte den Herbst 2015 als anvisierten Auslieferungsstart der Endprodukte.
Auch Investoren waren angetan und statteten das Frankfurter Unternehmen im April 2015 in einer Serie-A-Finanzierungsrunde mit Geldmitteln in einer Höhe von rund vier Millionen Euro aus.
Auf der Eurobike 2015 war Cobi nahezu omnipräsent, arbeitete mit Herstellern wie Winora, Rotwild, Schindelhauer, Gazelle, Ghost oder Raleigh zusammen und präsentierte das einzigartige Produkt interessierten Besuchern teilweise sogar an den Messeständen der angesprochenen Fahrradhersteller. Auch einen begehrten Eurobike Award konnte man 2015 gewinnen.
Das Produkt, welches zahlreiche Geräte vereinen soll, arbeitet mit den E-Bike Antrieben der meisten Hersteller zusammen. Dazu verknüpft es andere Technikhighlights wie The Dash, Garmin oder NuVinci und kann mit Apps wie Strava, komoot oder Spotify zusammenarbeiten.
Neue Kapitalerhöhung für Sicherung der Produktion
Aus der Auslieferung im vergangenen Herbst wurde aber leider nichts. Inzwischen befindet man sich im neuen Jahr und eine neue Finanzierungsrunde wurde gestartet. Dieses Mal gab es privates und Venture-Kapital in Höhe von 6,3 Millionen Euro.
Damit solle das Startup Cobi, welches inzwischen auf eine stattliche Anzahl an Mitarbeitern angewachsen ist, über Wasser gehalten und die Produktion endlich gestartet werden. Zur Zeit befindet man sich laut Cobi im Testing für die Serienproduktion, welches bis Ende Januar 2016 andauern soll.
Pinkbike highlights COBI as a new technology you need to know about this year. “The COBI system looks to be able to offer something to almost everyone” Keep reading. http://bit.ly/1NbOfeD
Posted by COBI on Freitag, 15. Januar 2016
Erst danach könne man ein endgültiges Lieferdatum nennen. Einige wenige Unterstützer wollten nicht mehr so lange warten und sind inzwischen abgesprungen. Laut Geschäftsführer Andreas Gahlert handele es sich bei den Refunds aber bisher nur um fünf bis zehn Vorgänge.
@getCOBI When is shipping in Germany for the Backpackers? Q1 2016?
— texterstexte (@texterstexte) 9. Dezember 2015
Man kann nur hoffen, dass die Story in Sachen des Startup Cobi positiv endet und nicht in einem Desaster wie bei der Drohne Zano, welche derzeit überall in den News auftaucht.
Den aktuellen Status zu Cobi gibt es auf deren Webseiten und bei uns oder folgt dem Startup einfach auf Twitter oder Facebook.
UPDATE: Auslieferung ist für die erste Juni-Woche 2016 angesetzt. Lesen Sie dazu auch unseren aktuellen Beitrag.
22. Januar 2016
An dieser Stelle eine Richtigstellung von mir als COBI CEO zur Gründerszene Pressemeldung: Wir kämpfen generell nicht mit Problemen, sondern hatten in den letzten Monaten eine Menge Herausforderungen zu meistern und können heute mit Stolz sagen, dass wir auf einem super Weg sind.
Zusätzlich zu den klassischen Startup-Herausforderungen, sehen sich Hardware-Startups neben mechanischer Konstruktion (Dichtigkeit usw.) und komplexer Mikroelektronik auch mit dem Setup von globalen Produktions- sowie Logistik-Prozessen konfrontiert – welche sehr schnell zu Verzug führen können. Insbesondere dann, wenn man nicht bereit ist, zugunsten einer schnellen Auslieferung, qualitative Kompromisse einzugehen.
Man darf nicht vergessen, dass COBI bis zu 365 Tage im Jahr sämtlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt sein wird. Es ist als modulares System ja eine langfristige Anschaffung.
Es tut mir sehr leid, dass unsere Kickstarter-Backer nun länger warten müssen als geplant. Wir bieten jedem einzelnen Backer auch an, sein Geld unkompliziert zurückzuerhalten. Jedoch gibt es für uns keinen anderen Weg als konsequent und mit größter Energie weiter an der Lösung zu arbeiten. Und ich denke, das ist ja auch der Deal bei Kickstarter – dafür bekommt man es auch zuerst und zahlt deutlich weniger.
Wir Gründer und unsere über 50 Mitarbeiter fiebern dem Marktstart entgegen und freuen uns über das nachhaltig in uns gesetzte Vertrauen der Kickstarter-Supporter sowie der Neu- und Alt-Investoren. Wenn wir mit Problemen “kämpfen” würden, würde wohl kein VC 6,3 m investieren.
Liebe Grüße Andreas
29. März 2016
Hallo Herr Gahlert,
wir verfolgen euer Projekt ja schon seit Beginn mit großem Interesse und hoffen sehr, dass es bald zum Abschluss kommt. Danke für das Update aus Sicht der Geschäftsleitung! Unsere Daumen drücken wir für euch! 🙂
Viele Grüße