Das belgische Technologieunternehmen REIN4CED, bekannt für seine fortschrittlichen thermoplastischen Verbundwerkstoffe, hat Ende Dezember Insolvenz angemeldet. Das gab Unternehmensgründer und CEO Michaël Callens über LinkedIn bekannt und schilderte dabei offen die Entwicklungen eines für das Unternehmen äußerst schwierigen Jahres.
Demnach habe es trotz intensiver Bemühungen und zahlreicher Anpassungsversuche keine tragfähige Fortführungslösung mehr gegeben. Insbesondere die anhaltende Krise im Fahrradmarkt, in dem REIN4CED ursprünglich gestartet war, habe dem Unternehmen wirtschaftlich zugesetzt. Gleichzeitig habe die Zeit gefehlt, die entwickelte Technologie in weiteren Branchen wie der Luft- und Raumfahrt oder im Verteidigungssektor zur Marktreife zu bringen – Märkte, deren Erschließung naturgemäß lange Vorläufe erfordert.
REIN4CED hatte sich in den vergangenen Jahren einen Namen mit hochbelastbaren, recycelbaren Thermoplastik-Komponenten gemacht, die insbesondere im Performance- und E-Bike-Segment zum Einsatz kamen. Zu den Partnern zählten unter anderem namhafte Fahrradhersteller wie Focus Bikes, Kellys sowie die Accell Group, mit denen gemeinsam Komponenten und Strukturen auf Basis der firmeneigenen Thermoplastik-Technologie entwickelt wurden.
Laut Angaben des Gründers gelang es dem Team, in sehr kurzer Zeit neue Fertigungsprozesse aufzusetzen und Bauteile zur Serienreife zu bringen – ein technologischer Anspruch, der innerhalb der Branche Beachtung fand. Besonders hebt er dabei die Leistung und den Einsatz der Belegschaft hervor. Die Mitarbeitenden, insbesondere in der Produktion, hätten unter schwierigen Rahmenbedingungen Außergewöhnliches geleistet.
Vor diesem Hintergrund ruft der Gründer Unternehmen dazu auf, freie Stellen für qualifizierte und motivierte Fachkräfte aus der Fertigung zu prüfen, um den betroffenen Mitarbeitenden einen schnellen Übergang in neue Beschäftigungsverhältnisse zu ermöglichen.
Die von REIN4CED entwickelte Technologie sieht er weiterhin als zukunftsfähig an. Interessenten aus Industrie und Forschung könnten sich im Rahmen des Insolvenzverfahrens über den zuständigen Verwalter informieren. Wie und ob es mit den Entwicklungen weitergeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.




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