Das Propain Sresh SL haben wir euch zum Release in unserem ausführlichen Artikel bereits vorgestellt, samt Geometrie, Motor und kompletter Modellübersicht. Jetzt gibt es zwei Neuigkeiten, die das Bike zwar nicht neu erfinden, aber spürbar aufwerten: eine frische Farboption und zwei waschechte High-End-Fahrwerkskomponenten von EXT, die sich ab sofort dazu konfigurieren lassen.
Neue Farbe: Jolly Aubergine ersetzt Firetruck Red
Firetruck Red geht in Rente, dafür rückt mit Jolly Aubergine ein matter Violettton nach, das sich neben den bewährten Optionen Moon Shine (Gloss) und Carbon Raw (Gloss) ins Sresh-SL-Farbportfolio einreiht.
Wer sich also noch nicht final entschieden hat, sollte sich die neue Farbe vor der Konfiguration in Ruhe ansehen, das satte Matt-Finish wirkt deutlich zurückhaltender als das kräftige Rot seines Vorgängers.
Neu im Konfigurator: EXT ERA V2.1 und EXT STORIA V4
Deutlich relevanter als die Farbe dürfte für die meisten Käufer die zweite Neuerung sein: Propain nimmt zwei EXT-Fahrwerkskomponenten neu ins Konfigurationsprogramm auf. EXT ist im Enduro- und DH-Rennsport als Hersteller mit sehr feiner, aber auch sehr teurer Abstimmung bekannt, ein Angebot, das man bislang eher im Aftermarket als werksseitig im Konfigurator fand.
EXT ERA V2.1, 170 mm
Die Gabel basiert auf dem bekannten HS3-System der Era-Baureihe. Gegenüber der Vorgängerversion wurden das Tauchrohr auf Magnesium umgestellt und die Buchsen überarbeitet, beides soll die Reibung reduzieren. Ob sich das im Alltag tatsächlich in spürbar besserem Ansprechverhalten niederschlägt oder eher im Bereich der Detailoptimierung bleibt, lässt sich ohne eigenen Test schwer beurteilen.
Fakt ist: Mit 170 mm bietet sie 10 mm mehr Federweg als die serienmäßig verbauten Gabeln der anderen Modelle, das Sresh SL bekommt damit etwas mehr Reserven für gröberes Gelände. Aufpreis im Konfigurator: 685 Euro, aktuell reduziert auf 550 Euro im Rahmen der RedBull-Stuttgart-Cerro-Abajo-Aktion.
EXT STORIA V4
Beim Dämpfer sind die Neuerungen auf dem Papier umfangreicher: positionssensitive Rebound-Kontrolle, frequenzabhängige Dämpfung und eine DLC-beschichtete Kolbenstange sollen Reibung senken und Haltbarkeit erhöhen.
Positionssensitiv bedeutet dabei, dass der Dämpfer merkt, wie tief er gerade eingefedert ist, und die Zugstufe automatisch anpasst: schnell und feinfühlig bei kleinen Unebenheiten, straffer bei harten Treffern, damit das Heck nicht zurückschlägt. Man bekommt also zwei Zugstufen-Kennlinien in einem, ohne selbst etwas umstellen zu müssen. Dazu kommt eine rund 30 Prozent leichtere Stahlfeder bei voller 4-fach-Verstellbarkeit.
Das sind grundsätzlich sinnvolle Entwicklungsschritte, wie sie sich in ähnlicher Form auch bei anderen High-End-Dämpfern zuletzt gezeigt haben. Wer ohnehin plant, sein Fahrwerk fein abzustimmen, bekommt hier mehr Stellschrauben als bei den Serien-Dämpfern der übrigen Modelle. Aufpreis im Konfigurator: 765 Euro, aktuell reduziert auf 550 Euro im Rahmen derselben Aktion.
Beide Upgrades richten sich klar an Fahrer, die bereits wissen, was sie an einem fein abstimmbaren Fahrwerk schätzen, und bereit sind, für Coil-Dämpfer und Premium-Gabel entsprechend draufzuzahlen. Für den Gelegenheitsfahrer dürfte das Preis-Leistungs-Verhältnis der Serienkomponenten der jeweiligen Ausstattungslinie nach wie vor die vernünftigere Wahl sein.
Fazit
Am Charakter des Sresh SL ändert sich durch dieses Update nichts, Rahmen, Motor und Geometrie bleiben wie gehabt. Die neue Farbe ist Geschmackssache, das EXT-Fahrwerk dagegen eine echte Option für alle, die im Konfigurator nicht nur Optik, sondern auch Fahrwerksfeinschliff einkaufen wollen, allerdings zu einem Preis, der klar in der Premium-Liga spielt. Wer nicht ohnehin schon weiß, warum er einen Coil-Dämpfer will, fährt mit den Serienoptionen der jeweiligen Ausstattungslinie vermutlich genauso gut.
Alle Details zum Bike selbst, inklusive Geometrie und kompletter Modellübersicht, findet ihr weiterhin in unserem ursprünglichen Sresh-SL-Artikel.










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