Nach einem gerichtlichen Sanierungsverfahren ist die Zukunft des französischen E-Bike-Herstellers O2feel geklärt. Ein Teil des bisherigen Managements übernimmt das Unternehmen mit Unterstützung früherer Investoren. Marke, Belegschaft und Geschäftsbetrieb sollen erhalten bleiben.
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O2feel, eine seit 2009 aktive E-Bike-Marke mit Sitz in Lille, hat ein schwieriges Kapitel hinter sich. Im Sommer 2026 war das Unternehmen unter gerichtliche Sanierung gestellt worden. Hintergrund waren unter anderem die deutlich schwierigeren Marktbedingungen nach dem E-Bike-Boom während der Corona-Pandemie sowie daraus entstandene finanzielle Belastungen. Zusätzlich hatte die Insolvenz eines Montagepartners in Osteuropa zu Verzögerungen bei der Produktion und damit zu weiterem finanziellen Druck geführt.

Parallel zum laufenden Geschäft wurde nach einer Lösung für die Zukunft des Unternehmens gesucht. Diese ist nun gefunden: Das zuständige Gericht akzeptierte das interne Übernahmeangebot eines Teils des bisherigen Managements, das von einem Pool historischer Investoren unterstützt wird. Damit kann O2feel den Geschäftsbetrieb fortführen, wie man heute auf seinem LinkedIn-Profil mitteilte.

O2feel bleibt als Marke bestehen

Für Kunden und Partner soll sich an der Marke zunächst wenig ändern. Die bisherigen Teams bleiben vollständig erhalten und auch der operative Geschäftsbetrieb wird fortgesetzt. Die neue Verwaltungsstruktur firmiert künftig unter dem Namen Cyclofeel. O2feel bleibt dagegen die Marke, unter der das Unternehmen seine E-Bikes weiterhin anbietet.

Auch bei der Führung gibt es einen Wechsel. Anthony Lepoutre, der bislang als Director of Operations tätig war, übernimmt die Position des CEO. Gründer Grégoire Brunet gibt seine operative Funktion ab, bleibt jedoch mit dem Investorenpool verbunden und soll das Unternehmen weiterhin strategisch unterstützen.

Konzentration auf Urban, Trekking und Cargo

Bei der Produktstrategie setzt O2feel auf eine stärkere Fokussierung auf die etablierten Modellbereiche. Im Mittelpunkt stehen künftig wieder die Segmente Urban, Trekking und Cargo. Als Flaggschiffmodell nennt das Unternehmen das DUMA.

Damit verbindet O2feel die neue Unternehmensstruktur mit einer Rückbesinnung auf die bisherigen Produktlinien. Nach der Phase der finanziellen Restrukturierung soll das Geschäft auf dieser Grundlage weitergeführt werden.

O2feel bedankt sich nach eigenen Angaben insbesondere bei den Mitarbeitern sowie bei Kunden, Partnern und Lieferanten für deren Unterstützung während der vergangenen Monate. Mit der nun abgeschlossenen Übernahme sieht das Unternehmen die Grundlage für die weitere Entwicklung geschaffen.

Bild: O2feel