Bis heute ist das slowakische E-MTB-Modell das Einzige seiner Art
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Bereits im Oktober 2017 haben wir mit als Erstes über das Kinazo E1 berichtet. Nachdem das slowakische Designstudio Kinazo Design s.r.o. ihre Erfindung erstmals auf der Eurobike im letzten Jahr ausgestellt hatte, soll in diesem Jahr eine erste limitierte Serie aufgelegt werden. Dabei setzt man nicht wie verschiedene Konkurrenten auf Carbon oder diverse Kunststoffe, sondern auf Aluminium, welches man mit dem weltgrößten Serien-3D-Metalldrucker (befindlich im VW Slovakia Werk) verarbeitet. Hergestellt wurde das der 3D-Drucker von der DMLS-Pionierin Concept Laser GmbH aus Lichtenfels in Oberfranken.

Kinazo auf der Eurobike 2019

Kinazo auf der Eurobike 2019

Das Kinazo E1, welches im 3D-gedruckten Aluminiumrahmen den bewährten Brose Drive S Alu und eine bis zu 650 Wh große Batterie von BMZ beherbergt, soll es auf ein Gewicht von nur 20 Kilogramm bringen (Größe M). Dabei bringt das Modell als E-Enduro ein Fox-Fahrwerk mit 160 Millimetern mit und rollt auf Laufrädern in Größe 27,5 Zoll.

Kinazo E1

Kinazo E1

Als das Modell vor etwas mehr als zwei Jahren erstmals gezeigt wurde, bestand der Rahmen noch aus elf Teilen, die dann zusammengeschweißt werden mussten. Inzwischen hat man eine Unibody-Bauweise erreichen können, so dass der Intube-Rahmen nun komplett aus einem Stück besteht. Ebenso konnte die Druckgeschwindigkeit so optimiert werden, dass diese durch Einsparung von rund der Hälfte der Zeit eine Senkung der Produktionskosten ermöglicht.

Nicht nur in Sachen Geometrie lässt sich das Modell individuell auf seinen zukünftigen Besitzer abstimmen, sondern auch hinsichtlich Design, Materialstruktur, Form oder Verstärkungen. Wie schon in unserem ersten Beitrag von 2017 berichtet, greift das slowakische Design-Studio dabei auf die Expertise des Guru Bike Fitting Systems zurück, welches unter dem Dach der Cycling Sports Group (CSG) angeboten wird. Leider wird derzeit nur Größe M angeboten (weitere Größen sollen folgen).

Wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Knackpunkt für den Erfolg des Modells dürfte der Preis sein, der zumindest für die limitierte Serie bei heftigen 20.000 EUR liegen soll. Ob genügend Leute bereit sind, für die Vorteile einer individuellen, ergonomischen Abstimmung und zusätzlicher Freiheiten in Sachen Rahmendesign und Ausstattung nahezu das Doppelte zu zahlen, wie für die Top-Modelle mancher Hersteller, bleibt offen.

Wer sich davon nicht abhalten lässt, kann sich sein Modell derzeit nur über die Homepage der slowakischen Design-Schmiede reservieren: www.kinazo.com.