Neue Klimastrategie setzt auf messbare Emissionsreduktion statt Klimaneutralität
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Der Komponentenhersteller Herrmans hat seinen Sustainability Report 2025 veröffentlicht und darin eine überarbeitete Klimastrategie vorgestellt. Künftig rückt das Unternehmen von seinem bisherigen Ziel der Klimaneutralität ab und setzt stattdessen auf konkrete, messbare Reduktionsziele entlang der eigenen Wertschöpfungskette.

Hintergrund der Neuausrichtung sind weiterentwickelte Klimaleitlinien, geänderte Berichtsanforderungen sowie ein vertieftes Verständnis der Scope-3-Emissionen. Nach Unternehmensangaben sollen Klimaziele nicht nur ambitioniert, sondern vor allem realistisch, transparent und nachvollziehbar sein. Das neue Kernziel sieht vor, die absoluten Treibhausgasemissionen bis 2035 um 50 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2020 zu senken. Ergänzend sollen Zwischenziele bis 2030 definiert sowie die CO₂-Intensität des Unternehmens kontinuierlich überwacht werden.

Herrmans

Der Bericht zeigt außerdem, wie Herrmans Nachhaltigkeit im Unternehmensalltag umsetzt. Dazu zählt unter anderem ein geschlossener Materialkreislauf in der Griffproduktion: Produktionsausschuss wird direkt vor Ort zerkleinert und als Regranulat wieder in den Fertigungsprozess eingebracht. Dadurch lassen sich Transportwege reduzieren und vorhandene Materialien effizienter nutzen.

Auch bei der Produktentwicklung setzt das Unternehmen auf eine geringere Umweltbelastung. Neu vorgestellt werden Felgenbänder mit reduziertem Materialeinsatz sowie Varianten mit biobasierten Bestandteilen. Zusätzlich führt Herrmans ein eigenes Kennzeichnungssystem ein, das den Anteil biobasierter Rohstoffe auf Produkten verständlicher darstellen soll.

Darüber hinaus baut Herrmans seine Nachhaltigkeitsberichterstattung weiter aus. Erstmals erfolgt die Berichterstattung nach dem freiwilligen VSME-Standard für kleine und mittlere Unternehmen. Zudem ist das Unternehmen der SEDEX-Plattform beigetreten, um Transparenz und soziale Verantwortung innerhalb der Lieferkette weiter zu stärken.

Neben Umwelt- und Materialthemen widmet sich der Sustainability Report auch der kontinuierlichen Verbesserung interner Prozesse. Lean-Management, Automatisierung sowie der verstärkte Einsatz digitaler Werkzeuge und Künstlicher Intelligenz sollen Arbeitsabläufe effizienter gestalten, Ressourcen schonen und die Mitarbeitenden im Arbeitsalltag entlasten.

Hier geht es zum Bericht: Herrmans Sustainability Report 2025.