Minimalistisches Design, integrierte Technik und zwei Antriebsvarianten sollen den Stadtverkehr komfortabler und alltagstauglicher machen
4 min Lesezeit

Mit dem neuen Curb erweitert Gazelle 2026 sein Portfolio um ein E-Urbanbike, das speziell für den Einsatz im Stadtverkehr entwickelt wurde. Das Modell setzt auf ein reduziertes Design, eine weitgehend unsichtbare Integration der Technik und den neuen Bosch Hub Line Hinterradmotor. Noch vor dem Verkaufsstart wurde das E-Bike bereits mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet.

Gazelle Curb: Reduziertes Erscheinungsbild mit integrierter Technik

Optisch orientiert sich das Gazelle Curb an einem klassischen Fahrrad. Kabel, Akku und Beleuchtung sind nahezu vollständig in den Rahmen integriert und sorgen für eine aufgeräumte Silhouette. Ein besonderes Detail ist das optisch abgesetzte Lenkrohr, welches für einen markanten Wiederkennungswert sorgt.

Der Frontscheinwerfer ist direkt im Lenker untergebracht, während das Rücklicht in das Schutzblech integriert wurde. Dadurch bleibt das Design klar und funktional, ohne auf die im Stadtverkehr notwendige Sichtbarkeit zu verzichten.

Der entnehmbare 360-Wh-Akku verschwindet nahezu unsichtbar im Rahmen und kann über einen gut erreichbaren Ladeanschluss unter dem Sattel geladen werden. Für längere Touren bietet Gazelle optional den Bosch PowerMore 250 Range Extender an, der die verfügbare Akkukapazität erweitert.

Smartphone übernimmt die Displayfunktion

Auch das Cockpit folgt dem minimalistischen Konzept. Statt eines klassischen Displays verfügt das Curb über eine integrierte Halterung für SP Connect und Quad Lock. Das Smartphone dient dabei als Anzeige für Navigationsfunktionen sowie Fahrdaten wie Geschwindigkeit oder verbleibende Reichweite, die über das Dashboard der Gazelle-App dargestellt werden.

Neuer Bosch-Hinterradmotor für den Stadtverkehr

Beim Antrieb kommt die neue Bosch Hub Line zum Einsatz. Der Hinterradmotor liefert ein maximales Drehmoment von 45 Nm und wurde speziell für urbane Einsatzbereiche entwickelt. Ziel ist ein harmonisches Fahrverhalten mit ausreichender Unterstützung für Stop-and-go-Verkehr, Ampelstarts und kurze Anstiege.

Zur Sicherheitsausstattung gehören hydraulische Scheibenbremsen, ein serienmäßiges Rahmenschloss sowie eine zusätzliche Aufnahme für ein weiteres Schloss. Wer mehr Transportmöglichkeiten benötigt, kann das Curb mit optionalen Front- und Heckgepäckträgern ausstatten, die optisch auf den Rahmen abgestimmt sind.

Zwei Modellvarianten zur Auswahl

Gazelle bietet das Curb in zwei unterschiedlichen Ausführungen zum gleichen Preis von 2.399 EUR an.

Das Curb C1 setzt auf einen wartungsarmen Gates-Riemenantrieb in Kombination mit einem Single-Speed-Antrieb und richtet sich vor allem an Fahrerinnen und Fahrer, die überwiegend im flachen Stadtgebiet unterwegs sind.

Das Curb T9 verfügt dagegen über eine klassische Kettenschaltung mit neun Gängen und eignet sich dadurch auch für abwechslungsreicheres Gelände oder Fahrten ins Umland.

Beide Modelle werden sowohl als Tiefeinsteiger als auch mit Diamantrahmen sowie in mehreren Farbvarianten angeboten.

Design bereits ausgezeichnet

Noch vor der Markteinführung erhielt das Gazelle Curb den Red Dot Design Award. Ausschlaggebend waren nach Angaben der Jury insbesondere das eigenständige Rahmendesign, die konsequente Integration funktionaler Elemente sowie die klare Formensprache.

Service über bestehendes Händlernetz

Auch Wartung und Service sollen unkompliziert bleiben. Gazelle verweist auf sein bestehendes Händler- und Servicenetzwerk, über das Inspektionen und Reparaturen durchgeführt werden können. Das neue Curb soll noch im Laufe dieses Jahres in mehreren Farbvarianten erhältlich sein. Interessierte können sich bereits auf der Gazelle-Website für weitere Informationen zum Verkaufsstart registrieren.

Erste Fahreindrücke aus Hamburg

Bereits vor der offiziellen Markteinführung konnten wir das Gazelle Curb bei einer ersten Testrunde im Hamburger Stadtverkehr ausprobieren. Das E-Bike hinterließ dabei einen ansprechenden Eindruck.

Der neue Bosch Hub Line Hinterradmotor arbeitet angenehm leise und liefert eine harmonische Unterstützung, die gut zum urbanen Einsatz passt. Etwas ungewöhnlich ist zwar Bosch’s Verzicht auf einen Drehmomentsensor, was ein in der Steuerung integrierter Neigungssensor zusammen mit dem hinterlegten Algorithmus gut kaschieren konnte.

Positiv fiel zudem das ruhige Fahrverhalten auf. Das aufgeräumte Cockpit und die unauffällige Integration der Technik unterstreichen den minimalistischen Gesamteindruck. Eine ausführliche Bewertung mit längeren Testfahrten und unterschiedlichen Streckenprofilen wird jedoch erst ein Praxistest unter Alltagsbedingungen liefern können.

Fazit

Mit dem Curb verfolgt Gazelle konsequent den Trend zu schlanken, unaufdringlichen Urban-E-Bikes, bei denen Design und Funktion gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. Der neue Bosch-Hinterradmotor fügt sich stimmig in dieses Konzept ein und dürfte vor allem Pendler sowie Stadtfahrer ansprechen, die Wert auf eine natürliche Fahrcharakteristik legen. Ob das Gesamtpaket dann auch im täglichen Einsatz überzeugen kann, wird ein ausführlicher Langzeittest zeigen. Der erste Eindruck aus Hamburg macht jedenfalls Lust auf mehr.

Alles Weitere gibt es direkt bei Gazelle.

Quelle: PM Gazelle