Die sechste Auflage der E-Bike WM war mit Teilnehmern aus 37 Nationen ausverkauft. In der Elite setzten sich Katerina Matysik und Marcin Bogdanski aus Polen durch.
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Bei perfekten Bedingungen sind am Samstag mehr als 1.500 E-Biker aus 37 Nationen bei der sechsten E-Bike WM für Jedermann in Ischgl und Galtür an den Start gegangen. Das Rennformat richtet sich sowohl an Hobbyfahrer als auch an ambitionierte Sportler und bietet in verschiedenen Kategorien die Möglichkeit, um einen Weltmeistertitel zu kämpfen.

Polen dominieren die Elite

Den sportlichen Höhepunkt bildete das Rennen der Elite. Bei den Frauen setzte sich Katerina Matysik aus Polen durch. Platz zwei ging an die Südtirolerin Barbara Oberdorfer, Dritte wurde die Deutsche Susanne Kienzle.

Auch bei den Herren ging der Weltmeistertitel nach Polen. Marcin Bogdanski gewann das Rennen in einem äußerst knappen Sprint mit einem Vorsprung von lediglich 0,1 Sekunden vor dem Schweizer Michael Lenherr. Der Deutsche Daniel Klemme belegte Rang drei.

Ergebnisse der E-Bike WM 2026

Weltmeistertitel in zahlreichen Kategorien

Unter dem Motto „Jeder kann Weltmeister werden“ wurden Titel in zahlreichen Kategorien vergeben. Neben der technisch anspruchsvollen Elite-Strecke gehört eine Jedermann-Strecke zum Programm, die ab einem Alter von zehn Jahren gefahren werden kann.

Ergänzt wird das Angebot durch die Kategorie „Jedermann Advanced“. Das sportlich anspruchsvollere Format hat sich inzwischen als fester Bestandteil der Veranstaltung etabliert.

 

Bekannte Namen auf der Strecke

Unter den Teilnehmern waren auch mehrere bekannte Persönlichkeiten aus Sport, Rundfunk und Fernsehen. Dazu gehörten unter anderem Snowboard-Weltmeister Andreas Prommegger, der ehemalige Fußball-Nationalspieler Walter „Schoko“ Schachner, Torwartlegende Otto Konrad, Super-G-Olympiasiegerin Sigrid Wolf und Eisschnelllauf-Legende Michael Hadschieff.

Für einen musikalischen Moment sorgte Volksmusiker und „Mei liabste Weis“-Moderator Franz Posch. Kurz vor dem Start griff er spontan zum Mikrofon und stimmte „Ja, mir san mit’m Radl da“ an. Anschließend wechselte Posch selbst aufs E-Bike und absolvierte die Jedermann-Distanz.

Auftakt mit der E-Bike Fuchsjagd

Bereits am Donnerstag begann das WM-Wochenende mit der traditionellen E-Bike Fuchsjagd. Zum vierten Mal übernahm ÖSV-Langlaufstar Teresa Stadlober die Rolle der Füchsin. Mit dem Rennrad fuhr sie hinauf zur Idalp und stellte sich der Verfolgung durch mehr als 60 E-Biker.

Stadlober erreichte die Idalp in neuer Rekordzeit. Lediglich vier Teilnehmer konnten sie auf dem Weg nach oben einholen. Ihren Aufenthalt in Ischgl nutzte die Sportlerin zudem für Trainingseinheiten auf Skirollern zur Vorbereitung auf die kommende Saison.

E-Bike EXPO und „Bike to Help“

Neben den Rennen bot die Veranstaltung ein umfangreiches Rahmenprogramm. Bei der E-Bike EXPO präsentierten mehr als 40 Aussteller ihre Produkte. Bei der EXPO Fun Challenge standen Geschicklichkeit und Fahrtechnik im Mittelpunkt. Eine Tombola ergänzte das Programm.

Auch der soziale Aspekt spielte eine Rolle. Unter dem Motto „Bike to Help“ sammelte eine Radgruppe aus Deutschland 3.250 Euro für die Kinderkrebshilfe Tirol. Zusätzlich konnten Teilnehmer und Besucher über eine Spendenbox einen freiwilligen Beitrag leisten. Der Tourismusverband Paznaun – Ischgl spendete zudem einen Euro pro Teilnehmer.

Veranstaltet wurde die E-Bike WM für Jedermann von der E-Bike World Federation gemeinsam mit dem Tourismusverband Paznaun – Ischgl.

Die nächste E-Bike WM für Jedermann ist für den 2. bis 4. September 2027 in Ischgl und Galtür angekündigt. Die Anmeldung ist bereits geöffnet.