E-Bikes, Services und Omnichannel-Strategie als zentrale Erfolgsfaktoren
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Der Sportartikelhändler Decathlon hat im Geschäftsjahr 2025 seine Wachstumsdynamik deutlich gesteigert und setzt dabei insbesondere im Fahrrad- und E-Bike-Segment wichtige Impulse. Mit einem Plus von 8,8 Prozent auf einen Bruttowarenumsatz (GMV) von 1,27 Milliarden Euro zeigt sich das Unternehmen laut heute veröffentlichtem Geschäftsbericht in einem herausfordernden Marktumfeld robust aufgestellt.

E-Bike-Boom und Leasing treiben Fahrradsegment

Ein wesentlicher Wachstumstreiber bleibt der Bereich Mobilität – allen voran Fahrräder und E-Bikes. Hier erzielte Decathlon ein Wachstum von rund 13 Prozent und konnte seine Marktposition weiter ausbauen. Entscheidenden Anteil daran haben die anhaltend hohe Nachfrage nach E-Bikes sowie strategische Partnerschaften mit Bikeleasing-Anbietern wie JobRad, Bikeleasing-Service und BusinessBike.

Bild: Bikeleasing-Service GmbH & Co. KG

Parallel dazu stärkt Decathlon seine Spezialisierung im sportlichen Radsport. Die Eigenmarke Van Rysel, die sich auf Rennrad- und Gravel-Bikes konzentriert, gewinnt zunehmend an Sichtbarkeit im stationären Handel. Mit dem ersten Shop-in-Shop-Konzept in Köln wurde ein weiterer Schritt in Richtung gezielter Markenpositionierung umgesetzt.

Servicegeschäft gewinnt an Bedeutung

Deutlich an Relevanz gewinnt auch das Servicegeschäft rund ums Fahrrad. Über 152.000 Reparaturen im Jahr 2025 – ein Anstieg von 20 Prozent – unterstreichen die wachsende Bedeutung von Werkstattangeboten als Frequenzbringer im stationären Handel. Gerade im E-Bike-Bereich steigt der Bedarf an Wartung und Reparatur kontinuierlich.

Zusätzlich baut Decathlon seine Aktivitäten in der Kreislaufwirtschaft aus. Durch die Integration von aufbereiteten Premium-E-Bikes – unter anderem durch die Beteiligung an Rebike – erweitert das Unternehmen sein Angebot im Bereich Second Use und spricht damit eine zunehmend preissensible und nachhaltigkeitsorientierte Zielgruppe an.

Omnichannel vernetzt Store und digitale Welt

Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist die enge Verzahnung von stationärem Handel und digitalen Kanälen. Bereits 26 Prozent des Umsatzes werden online generiert, wobei Filialen als integrierte Bestandteile des digitalen Ökosystems fungieren. Kunden können über Apps und Terminals auf das gesamte Sortiment zugreifen und Services direkt vor Ort nutzen.

Für den Fahrradbereich bedeutet dies eine bessere Verfügbarkeit von Modellen, Zubehör und Ersatzteilen sowie die Möglichkeit, Serviceleistungen wie Reparaturen oder Leasingangebote nahtlos zu integrieren.

Expansion schafft neue Kontaktpunkte

Mit 105 Standorten Ende 2025 und aktuell 109 Filialen (Stand April 2026) baut Decathlon seine physische Präsenz weiter aus. Bis 2027 sind über 150 Standorte geplant. Neue Filialformate – von Innenstadtlagen bis hin zu kompakten Service-Stores – sollen insbesondere im urbanen Raum zusätzliche Kontaktpunkte für Radfahrer und E-Bike-Nutzer schaffen.

Ausblick: Fokus auf Bike, Services und Nachhaltigkeit

Für das Jubiläumsjahr 2026 plant Decathlon rund 25 weitere Neueröffnungen und zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und Services. Im Fokus stehen weiterhin das Fahrrad- und E-Bike-Segment, die Stärkung von Serviceangeboten sowie der Ausbau zirkulärer Geschäftsmodelle.

Damit positioniert sich Decathlon zunehmend als ganzheitlicher Anbieter im Fahrradmarkt – mit einem Ansatz, der Verkauf, Nutzung, Wartung und Wiederverwertung stärker miteinander verzahnt.