Strategische Partnerschaft bringt Store-in-Store-Konzept nach Deutschland.
2 min Lesezeit

Mit einer neuen Kooperation setzen Decathlon und MediaMarktSaturn ein Zeichen für die Weiterentwicklung des stationären Handels. Beide Unternehmen bündeln ihre Kompetenzen und schaffen in Deutschland erstmals gemeinsame Verkaufsflächen, auf denen Sportartikel und Unterhaltungselektronik gezielt miteinander verknüpft werden.

Auftakt in München

Der Startschuss fällt Ende März 2026 im Einkaufszentrum PEP München-Neuperlach. Dort eröffnet am 26. März ein modernisierter MediaMarkt mit neuem Ladenkonzept. Parallel dazu nimmt auf rund 1.000 Quadratmetern die erste integrierte Decathlon-Fläche ihren Betrieb auf.

Das Store-in-Store-Modell ist dabei nicht neu: Bereits im „Tech Village“ in Hamburg haben beide Unternehmen erste Erfahrungen gesammelt. In München folgt nun die konsequente Weiterentwicklung mit dem Ziel, das Konzept in den kommenden Jahren auf weitere Standorte auszurollen.

Neue Flächenstrategien auf beiden Seiten

Für MediaMarktSaturn ist die Kooperation Teil der sogenannten „Space-as-a-Service“-Strategie. Dahinter steht die Idee, Verkaufsflächen für Partner zu öffnen und so zusätzliche Erlebniswelten im Markt zu schaffen. Marken erhalten direkten Zugang zur stationären Kundschaft, während das Handelsunternehmen seine Flächen flexibler und attraktiver nutzen kann.

Decathlon wiederum verfolgt in Deutschland eine expansive Wachstumsstrategie. Neben klassischen Filialen setzt der Sportartikelhändler verstärkt auf Partnerschaften, um bislang unterversorgte Regionen schneller zu erreichen. Aktuell betreibt das Unternehmen hierzulande über 100 Filialen, bis Ende 2027 sollen es mindestens 150 werden.

Fokus auf Omnichannel und Kundenerlebnis

Beide Unternehmen eint ein klarer Fokus auf Omnichannel-Strategien. Online- und Offline-Angebote sollen nahtlos ineinandergreifen, während die stationären Flächen stärker als Erlebnisorte positioniert werden.

Die gemeinsame Präsentation von Produkten zielt darauf ab, Kundenbedürfnisse ganzheitlicher abzudecken. Statt isolierter Produktkategorien rücken sogenannte „Lebenswelten“ in den Mittelpunkt etwa der aktive Alltag, bei dem Sportausrüstung und technische Gadgets zunehmend zusammengehören.

Relevanz für E-Bike- und Outdoor-Segment

Gerade für das E-Bike-Umfeld ist die Verbindung von Sport und Technik naheliegend. Fahrradnavigation, Wearables, Actioncams oder smarte Trainingslösungen ergänzen klassische Ausrüstung und gewinnen an Bedeutung. Die räumliche Nähe entsprechender Sortimente kann Kaufentscheidungen vereinfachen und zusätzliche Impulse setzen.

Die Partnerschaft zeigt exemplarisch, wie sich der stationäre Handel neu positioniert: Kooperation statt Konkurrenz, Erlebnis statt reiner Warenpräsentation. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das vor allem kürzere Wege und stärker vernetzte Angebote. Für die Branche ist es ein weiterer Schritt hin zu hybriden Handelskonzepten, in denen klassische Sortimentsgrenzen zunehmend verschwimmen.

Weitere Details unter: www.decathlon.de.

Quelle: PM Decathlon
Bilder: Decathlon