Das Verbier Bike Festival 2025 startete dieses Jahr mit neuer Konzeption und nicht nur mit Fokus auf elektrisch unterstützte Fahrräder. So gab es neben den neuesten E-Mountainbikes oder E-Gravelbikes auch E-Rennräder und auch konventionelle Fahrräder zu testen. Dies alles in einer malerischen Kulisse und einem Streckenangebot, welches seinesgleichen sucht. Wir waren nach 2020 und 2021 in diesem Jahr erneut als Familie vor Ort, um von dem Event und den dort angeboten Aktivitäten und Touren zu berichten. Hier unsere Eindrücke.
Parcours Découverte am Donnerstag
Nachdem wir am Mittwoch nach rund sechsstündiger Fahrt in Verbier angekommen waren, trafen wir nach dem Einchecken ins Hotel und kurzem „Frisch machen“ auf das Team des Verbier Bike Festival 2025 und wurden herzlich begrüßt.
Wir lernten neue Mitarbeiter des Teams kennen, wie Victor oder Antoine und trafen auch bekannte (ehemalige) Mitarbeiterinnen wie Francine wieder. Auch der Initiator und Gründer des Verbier Bike Festival war vor Ort, Nicolas Hale-Woods.
Der Abend verging dabei im Fluge und wir machten uns schon bald wieder auf ins Hotel, wo wir in einen erholsamen Schlaf versanken. Schließlich wartete am nächsten Tag bereits eine anspruchsvolle Tour auf uns.
Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf die Tour Parcours Découverte (N°20 Blue Champex-Lac). Davor mussten wir uns aber noch die Unterlagen und die geliehenen E-Mountainbikes abholen. Die Unterlagen gab es in der Seilbahnstation, die Bikes beim jeweiligen Hersteller.
Der Start erfolgte in Verbier. Wir rollten erst durchs Dorf, dann in Richtung Sarreyer auf wenig befahrenen, noch asphaltierten Wegen. Dabei gab es mehrere Orte auf dem Weg, die sich als Rastplätze eigneten.
Nachdem es zuerst bergauf gegangen war, fiel die Straße immer mehr ab und man konnte diese schön herabrollen. Eine Wohltat bei den Temperaturen, die sich gefühlt immer mehr in Richtung 30 Grad bewegten.
Irgendwann mussten wir die Straße verlassen und es ging auf Forstwegen weiter. Die Kennzeichnung der Wege war zumeist klar erkennbar und auch eindeutig. Unser Weg führte uns weiter bergab, jeweils mit grandiosem Ausblick ins Tal und die umliegende Berglandschaft.
Durch Hameau de la Tsombe und Montagnier führte uns unser Weg, bis wir schließlich über Wege am Fluß Drance de Bagnes nach Val de Bagnes gelangten. Von der dortigen Seilbahnstation sollte es dann in Richtung Mayens Bruson gehen, wo die Tour sich dann fortsetzte.
Oben angekommen genossen wir erst einmal den Ausblick, der die Blicke über Val de Bagnes bis hin nach Verbier und weiter schweifen ließ. Zudem hatte man hier oben für die Teilnehmer eine Raststation eingerichtet, die einen mit allerlei regionalen Köstlichkeiten versorgte.
So gab es Apfelsaft, erfrischendes Wasser mit verschiedenen Sirup-Sorten zum Mischen, Wasser mit Vitaminen, getrocknete Wurst vom Rind und von der Ziege und verschiedene Käsesorten samt Brot. Auch verschiedenes Fruchtmus und Riegel standen zum Nachtisch bereit. Grandios!
Wir ließen uns es dort oben noch eine Weile gut gehen und verschnauften beim Anblick der schönen Bergwelt, bis wir uns wieder daran machten, der Route weiter zu folgen. Unser Sohn fuhr meist allein, bekam an schwierigen Passagen bergauf Unterstützung durch das Kommit-Zugseil, welches wir mit dabei hatten.
Diese führte uns auf kurzem Weg zur Le Grenier de Moay, einer modernen Berghütte für Unterkunft und Verpflegung auf Las Pasay (2157 m). Nach kurzer Orientierung führte uns unser Weg am Pointe de Sesale und am Six Blanc vorbei, die wir linker Hand liegen ließen.
Auf der Höhe von Les Foillets nahm unsere Route einen Knick und führte uns dann in Richtung Les Boeux, bevor wir kurz davor wieder einen Schwenk nach links machten. Die Route geleitete uns dann hinunter nach Commeire.
Man fuhr immer am Rand der Dörfer vorbei, zumeist ohne Verkehr und immer ziemlich ungestört. Es ging dann auf Forstwegen weiter nach Orsieres, welches wir am Bahnhof vorbei durchquerten, bevor es dann wieder ein ziemlich steiles Stück bergauf ging.
Obwohl wir schon etliche Kilometer zurückgelegt hatten, war der Füllstand unserer Akkus noch deutlich im grünen Bereich, auch nach dem kurzen, aber heftigen Anstieg.
Mittlerweile grollte es in mehreren Tälern hinter uns und das Gewitter schien uns dabei zu verfolgen. Während wir noch die Strecke nach Som-la-Proz unter die Räder nahmen, entschlossen wir uns, die Route etwas abzukürzen.
Die Tour zum namensgebenden Lac de Champex und dessen Umrundung musste dabei leider entfallen. Stattdessen ging es für uns an Le Biolley und Chez-les-Reuses vorbei in Richtung Verlonnaz und Soulalex.
Zeitweise mussten wir etwas unterstehen, als ein Schauer über uns niederging. Es ging weiter, als sich dieser abschwächte, bevor wir über La Garde nach Sembrancher gelangten. Hier gelangten wir dann nochmals zu einer Verpflegungsstation, die uns etwas Erholung von den letzten Strapazen bot.
Zugleich diente sie als willkommener Unterschlupf vor dem aktuell erneut einsetzendem Platzregen, so dass wir vor dem Schlimmsten so bewahrt wurden. Das Gewitter war nah, denn wir konnten ein paar spektakuläre Blitze beobachten, bis es dann schließlich weiterzog.
Wir hatten nur noch ein kurzes Stück, welches sich aber gefühlt in die Länge zog. Um uns herum Donnergrollen, während wir uns dem Ziel unserer Tour näherten. Etwas geschafft, aber trotzdem guten Mutes kamen wir dann in Val de Bagnes an.
Die Seilbahn nahm uns wieder mit nach oben und wir konnten uns nochmals über die Highlights der Tour unterhalten, die uns über mehr als 50 km durch das einzigartige Val de Bagnes führte. Eines stand für uns fest: Es war ein echtes Erlebnis!
Rando Gourmande am Freitag
Am nächsten Tag stand für uns die Rando Gourmande by Altis an. Eine Genusstour mit „nur“ 36 Kilometer Länge, die uns in beide Richtungen des Tales führen sollte. Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns auf dem Weg zum Startpunkt, der an der Seilbahnstation in Val de Bagnes lag.
Dort war auch die Ausgabe der Pedelecs. Für alle Teilnehmer ohne eigenes Modell waren dies Trekkingbikes von Tour de Suisse. Dank aktuellem Bosch CX-Antrieb sahen wir keine Probleme, auch damit die Anstiege der Region zu meistern.
Zuerst ging es aber am Dranse de Bagnes entlang, dem klaren Flüsschen, welchem wir auf einem schön gelegenen Radweg folgten. Es ging an Montagnier und Le Martignet vorbei, bis wir kurz nach Versegère nach Nominatim gelangten.
Dort war Le Four Banal, eine alte Bäckerei, wo das Team des Verbier Bike Festival uns allerlei Köstlichkeiten für unseren Start in den Tag anbot. Vom Marmeladen- und Honigbrot, alles natürlich vor Ort erzeugt, bis hin zu den uns schon bekannten Sirup-Varianten und auch Kaffee war alles dabei.
Dazu gab es auch Einblicke in die Historie des Anwesens, wo in Hochzeiten eine Unmenge an Broten im riesigen Ofen gebacken wurde. Wir konnten den Ort noch selbst begutachten, das Team hatte sogar ein kleines Feuer im Ofen entzündet, um die Dimensionen aufzuzeigen.
Das Team war sehr herzlich und stand für Gespräche und Informationen bereit. Wir waren recht lange vor Ort und genossen die tolle Stimmung, bevor wir uns dann gestärkt wieder auf den Weg zur zweiten Station machten.
Die Stärkung war notwendig, denn wir hatten einige Höhenmeter zu erklimmen. Auf schönen Strecken, mitunter durch den Wald und an Weiden mit Pferden vorbei, ging es immer weiter bergauf. Auch Serpentinen waren dabei, während die Sonne immer stärker von oben brannte.
Doch die Mühe lohnte sich, dann wir gelangten so zum „Raclette-Papst“ Eddy Baillifard in Valbord, der erst im April den Raclette-Weltrekord geknackt hatte. Ganze 4893 Gäste verputzten damals fast 1200 kg Käse und holten die Auszeichnung so ins Wallis.
An dieser zweiten Station gab es eine schöne Vesperplatte, die man sich selbst zu den verschiedenen Käsesorten selbst zusammenstellen konnte. Dazu passte jetzt schon ein Schluck lokaler Wein oder mit Sirup versetztes Wasser, der bestens mit den regionalen Spezialitäten harmonierte.
Auch die Herzlichkeit, mit welcher man hier bei „Chez Eddy“ empfangen und verköstigt wurde, war ebenfalls rekordverdächtig und ließ uns den Ort für eine gute Weile genießen. Dann rissen wir uns aber los und peilten die dritte Station an.
Dazu fuhren wir linker Hand wieder in Richtung Val de Bagnes zurück. Dabei hielten wir uns aber in „höheren Gefilden“ auf, bevor es dann wieder hinunter in Richtung Seilbahnstation ging, wo wir den vorigen Weg kreuzten und dieses Mal in die andere Seite des Tales abbogen.
Das längere Stück führte uns an Feldern und mehreren Dörfern vorbei bis hin zur Fromagerie de Volléges, wo bereits eine Masse an Teilnehmern den Ort bevölkerte.
Hier gab es dann den Raclette-Käse jetzt auch für uns, so wie es sich laut der Erfinder gehört. Direkt vom Laib auf den Teller abgestreift. Dazu Kartoffeln und eingelegtes Gemüse, begleitet erneut von einem fruchtigen Schluck Wein oder Wasser mit lokal erzeugtem Sirup.
Es war ein Genuss, der uns bei herrlichem Wetter die Köstlichkeiten des Wallis vor Augen führte. Im Inneren der Fromagerie fanden sich noch eine riesige Zahl an frischen und konservierten Produkten zum Mitnehmen. Wir aber waren versorgt und machten uns dann auf den Weg zu nächsten Station.
Auch jetzt ging es wieder bergauf, während die Sonne weiter auf uns herab strahlte. Wir schraubten uns wieder auf Serpentinen den Anstieg hoch, nicht ohne bei einer Pause im Schatten einmal durchzuschnaufen und den grandiosen Ausblick zu genießen.
Wir kamen dann endlich an der Couvert du Rosay an, einer Mehrzweckhalle mit Grillplatz und Fußballplatz, wo wir passenderweise ein erfrischendes Mango-Eis serviert bekamen. Natürlich selbstgemacht und aus der Region!
Neben dieser willkommenen Erfrischung standen uns auch hier wieder kühles Wasser zur Verfügung, welches mit verschiedenen Sirupsorten gemischt werden konnte. Unter schattenspendenden Schirmen konnten wir uns dabei gut erholen und zudem noch handgemachter Musik lauschen.
Unser Weg führt uns danach wieder mehr zurück zu unserem Ausgangspunkt. Dabei gelangten wir auch über teils rumpelige Wege durch ein Wäldchen und einen Weinberg hinunter zum Imkerei-Kompetenzzentrum.
Auch dort standen uns Erfrischungen regionaler Natur zur Auswahl, dazu aber auch diverse Honigsorten zum Probieren. Natürlich wollten die Bienen aus den dort aufgestellten Stöcken auch etwas davon haben. 😉
Es gab im Gebäude noch ein kleines Museum, welches einen Einblick in die Arbeit mit Bienen vor Ort gab. Dort standen auch diverse Produkte zum Verkauf, die auf Erzeugnisse von Bienen zurückgreifen. Ein Highlight war die “Bienenfütterung” mit Futter-Sirup, die uns einen weiteren Einblick gab.
Wir fuhren dann weiter zum Musée de Bagnes, wo es neben Wasser und Sirup dann auch Wein oder gar Hochprozentiges zur Verkostung gab. Interessant war auch das Museum selbst, beleuchtete es doch die Veränderung der Bagnes-Region, als das Auto auch hier verfügbar wurde.
Musste zuvor alles mühsam per Hand und Fuhrwerken transportiert werden, erlaubte das Auto damals schon eine große Veränderung und Erweiterung des erreichbaren Radius. Die Huldigung des Transportmittels zeigte das Museum in vielen Facetten.
Das war gleichzeitig unsere letzte Station, denn Le Koti, wo es nochmals Genuss pur geben sollte, hatten wir schlicht übersehen. Das kann an der Nähe zum Ziel gelegen haben, denn die Seilbahnstation war da schon in Sichtweite. 😉
Aufgrund des tollen, aber heißen Wetters hat uns die Tour fast mehr geschlaucht, als die größere Runde am Vortag. Oder war es einfach das gute Essen?
Unser Fazit für diesen Tag war klar: Wir waren allesamt begeistert ob der Vielfalt der Region und den tollen Einblick, den wir dabei bekommen haben.
Am Abend gab es dann noch mal ein Highlight, denn die Mini Bike Weltmeisterschaft wurde bergab zwischen den ausstellerzelten durchgeführt. Nach mehrerne Trainingsläufen und Qualifikationen war klar: es wird ein spaßiges Erlebnis!
Und so war es. Im Training sah man übrigens auch 360er über der Rampe und viele kleiner Stürze die Strecke bergab. Beim Rennen waren alls hochkonzentriert und lieferten ein professionelles Rennen ab, ohne den Spaß dabei aber zu vergessen.
Die Silent-Party am Freitagabend schloß dann den Tag für die Teilnehmer und auch uns ab, wobei wir nicht gesehen haben, wann die letzten Besucher ins Hotel gegangen sind.
Bosch eMTB Challenge am Samstag
Nach einer ersten Teilnahme bei der Bosch eMTB Challenge im Jahr 2021 ebenfalls in Verbier, hatte ich mich entschlossen, es auch dieses Jahr mal wieder zu wagen. Gegenüber damals hatten sich aber manche Dinge bei der beliebten Challenge geändert, allem voran die drei Kategorien Amateur, Advanced und Pro Series.
Ich blieb bei der Amateur-Kategorie und machte mich nach dem schnellen Frühstück für die Challenge bereit. Moustache stellte mir ein aktuelles Game, allerdings nur mit einem Akku mit 600 Wh. Ich dachte gleich: Das könnte kritisch werden. Allerdings ging es nicht anders.
Beim Briefing traf ich die anderen Teilnehmenden, darunter Nathalie Schneitter und Sofia Wiedenroth, aber auch Joris Ryf oder Ilona Jeckelmann von Bosch eBike Systems. Nach dem Briefing gab es die Tracker und dann konnte es auch schon losgehen.
Ich fuhr in einer Gruppe mit Nathalie Schneitter und Joris Ryf, wobei uns die Strecke erst einmal bergab in Richtung Val de Bagnes führte. Bis zum Start der ersten Stage kam ich auch problemlos mit, allerdings dann trennte sich die Spreu vom Weizen. 😉
Der Kurs war nicht ohne und die Federgabel nicht optimal eingestellt. Ich kämpfte um Grip und war froh, als ich die mir natürlich unbekannte Strecke ohne sonstige Probleme absolvieren konnte. Unten warteten schon die anderen und wir fuhren zur Seilbahnstation in Val de Bagnes.
Von dort ging es dann wieder bergauf per Seilbahn und wir waren wieder in Verbier. Dort ließ ich den Rebound an der Vordergabel nochmal nachstellen, in der Hoffnung, dass es dann auf ruppigen Strecken besser würde.
Nun ging es ans Eingemachte! Der Transfer führte mich mit anderen über mehrere Kilometer Forstweg bis in ein Waldstück, wo dann Stage 2 auf uns wartete. Hier ging es zuerst steil Uphill, bevor der Trail dann ziemlich gemäßigt weiterführte, allerdings mit ein paar kniffligen Stellen.
Er endete auf einer Alm, von wo es dann über einen weiteren Forstweg weiterging. Der Weg wurde immer schmaler und mittlerweile hatte ich zu Sofia Wiedenroth und weiteren Teilnehmern aufgeschlossen, die aber später wieder etwas davonzogen.
Wir kamen dann an einen Rastpunkt, der uns mit frischen Getränken (Vitaminwasser usw.) versorgte. Natürlich gab es auch andere Köstlichkeiten und zudem auch noch etwas Gebäck. Die Stärkung war bei allen sehr willkommen, bevor man sich wieder auf die Route zur dritten Stage machte.
Der Weg führte dabei zum Restaurant La Croix-de-Coeur, wo dann gleich daneben die dritte Stage bereitstand. Es gab eine No-Feet-Zone, wo man nicht mit den Füßen auf den Boden kommen durfte, was sich doch als schwierig erwies.
Dann führte die Strecke im einen Hügel herum und danach in einem geschwungenen Trail bergab. Meine Gabel fühlte sich immer noch nicht sehr vertrauenerweckend an, so dass ich hier lieber auf Nummer sicher ging.
Unten angekommen, hatte ich mir trotzdem eine Verschnaufpause verdient. die nutzte ich auch aus, bevor es dann wieder weiterging. Die Route führte zur La Chaux Talstation, um sie herum und dann in Serpentinen immer weiter hoch bis fast zur Fontanet Liftstation. Das kostete fast meinen ganzen Akku.
Darunter war ein Traileingang, der dann zu Les Naires führte. Der Trail war der beste Part an der Bosch eMTB Challenge für mich, leider wurde er nicht gewertet. 😉 Nach dem Trail ging es ein kurzes Stück dahinter ging zur Vieux Bisse, wo die vierte Stage wartete.
Dank des fast leeren Akkus erholte ich mich gut, bevor ich die Stage anging. Auch hier sorgte die Gabel nicht für sehr viel Vertrauen, so dass ich auf dem doch recht langem Trail erneut auf Nummer sicher ging. Teilweise gut zu fahren, sonst aber sehr zerklüftet und doch recht schwierig.
Nun ging es fast nur noch bergab zur letzten Stage. Na ja fast, denn es gab schon noch Teilstrecken, wo man auf den Akku angewiesen war. Vor allem vor dem Start der fünften Stage dann waren der Akku und mein eigener 😉 nahezu komplett leer.
Irgendwie absolvierte ich dann noch die Stage und war froh, es dieses Mal auch geschafft zu haben. Weil ich ohne Unterstützung nicht mehr bergauf zurück nach Verbier gelangen konnte, nahm ich den Umweg hinunter nach Val de Bagnes und fuhr dann mit dem Lift wieder zum Ziel der Bosch eMTB Challenge zurück.
Danach brauchte ich erstmal eine Ruhepause und viel Flüssigkeit, denn die Tour hatte schon an meiner Substanz gezehrt. Bis zur Siegerehrung hatte ich mich aber wieder aufgerappelt.
Kathrin Stirnemann aus der Schweiz wurde erste, Sofia Wiedenroth hatte es in der Pro-Kategorie auf den zweiten Platz geschafft und auch Nathalie Schneitter kann mit dem vierten Platz hinter Laura Charles zufrieden sein.
Aber auch die Advanced-Kategorie hat überzeugt: Fiona Revah vor Lucy Martin und Anja Rees-Jones. Bei den Amateuren waren es Lisa Barandun und LenaLünemann die sich das Podium teilten. Glückwunsch!
Bei den Herren waren es Charles Murray, Emanuel Pombo und Jerome Gilloux, die sich die ersten drei Plätze in der Pro Series sicherten. Die Advanced Men-Serie entschieden Leo Brabeck, Quentin Sordoillet und Benoit Fellay für sich.
In der Amateur-Gruppe der Männer waren es dann Massimo Manella, Luca Iudica und Romaric Guillaume, die sich auf dem Podium platzieren konnten. Auch hier: Herzlichen Glückwunsch!
Am Ende des Tages wartete auf uns noch eine Party, die der Veranstalter für die Aussteller, Gäste wie uns und das eigene Team ausrichtete. Es war gut, hier noch einmal in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen und ein wenig zu quatschen.
Fazit
Auch dieses Mal war das Verbier Bike Festival ein echtes Erlebnis! Neben der Öffnung für alle Bikes war für uns auch neu, dass es keine „Extra-Touren“ für Medienvertreter mit Guide gab, sondern man die Touren wie die zahlenden Besucher auf eigene Faust erkundete. Beides hat Vor- und Nachteile, wobei wir mit dieser Variante sehr zufrieden waren. Schließlich konnte man sein Tempo selbst bestimmen und musste nicht auf andere Rücksicht nehmen oder sich extra beeilen. Die Bosch eMTB Challenge ist nach meinem Eindruck noch mehr ins Sportliche gewandert, weg vom Spaß. Obwohl es das war, was diese einst ausmachen sollte. Es war zudem heiß und wir hätten uns zumindest mehr Refill auf der Strecke gewünscht, am besten direkt in der Nähe der nächsten Stages. Insgesamt aber war das Verbier Bike Festival 2025 ein voller Erfolg, die Rekordanzahl an Besuchern spricht da wohl für sich. Wir bedanken uns herzlich für die Einladung, besonders auch bei Victor, und freuen uns schon auf das nächste Jahr!
Disclaimer: Wir wurden zwar von den Veranstaltern des Verbier Bike Festivals infolge unserer Pressereise zu dieser Tour eingeladen, unsere Meinung hat dies aber nicht beeinflusst. Wir wurden weder zu diesem Beitrag gedrängt, noch wurden uns jegliche Vorgaben auferlegt. Dieser Bericht stellt unsere eigenen Eindrücke ohne Ausnahme dar. Wir bedanken uns herzlich für die Einladung und die daraus resultierende Möglichkeit, an diesen einzigartigen Touren und der Bosch eMTB Challenge teilzunehmen!
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