Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) hat heute zum Auftakt seiner Jahrestagung in Hamburg ein neues, internationales Messeformat für die Fahrradbranche angekündigt. Der Start ist für den Herbst 2027 geplant. Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV, berichtete von den gescheiterten Verhandlungen über eine Mitwirkung an der Zukunft der früheren Weltleitmesse Eurobike. Ein nachhaltiger und wirksamer Einfluss der deutschen und internationalen Branche auf die Ausrichtung der Messe sei nicht zu erreichen gewesen. Die Ankündigung der neuen Messe wurde im Saal mit großem Applaus bedacht.
Frühere Kritik am September-Termin der Eurobike:
Warum der Herbst jetzt als Lösung gilt
Der späte Termin der Eurobike Anfang September in Friedrichshafen wurde in der Vergangenheit oft bemängelt. Besonders in den Jahren 2018 und 2019 gab es Bestrebungen, den Termin vorzuziehen, um besser zu den Bedürfnissen der Branche zu passen.
Stefan Reisinger, damaliger Bereichsleiter der Eurobike, betonte damals das ausgewogene Verhältnis zur Terminfrage und die Neuausrichtung mit einem Mix aus Fach- und Publikumsdialog (BtoBtoC): „Der Anfang-August-Termin 2019 ist aktuell die größte Schnittmenge der Branchen-Präferenz, und das Votum für eine Messekonzeption inklusive Konsumentenansprache war eindeutig.“
Bernhard Lange, Präsidiumsmitglied des ZIV und geschäftsführender Gesellschafter der Paul Lange & Co. OHG, begrüßte damals die Verlegung nach hinten als „ersten guten und wichtigen Schritt in die richtige Richtung“, obwohl der Termin nicht dem Wunschtermin des ZIV entsprach.
Skepsis bleibt: Wird der Herbsttermin den Erwartungen gerecht?
Trotz des Beifalls für die neue Messe im Herbst 2027 bleibt Skepsis: Der Termin kommt für die Vororder der Branche eigentlich zu spät. Ob die neue Messe diese Herausforderung meistern und die Erwartungen der Aussteller und Besucher erfüllen kann, wird sich zeigen.
Wir bleiben dran und berichten bald weiter.




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