Landesverkehrswacht Berlin und Lime sensibilisieren für Unfallrisiken bei Dunkelheit, Nässe und schwierigen Straßenverhältnissen
2 min Lesezeit

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigen die Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Schlechte Sichtverhältnisse, Regen und rutschige Fahrbahnen erhöhen insbesondere im Stadtverkehr das Unfallrisiko für Fahrrad- und Pedelec-Fahrende. Die Landesverkehrswacht Berlin und der Mikromobilitätsanbieter Lime geben deshalb fünf Tipps für mehr Sicherheit in Herbst und Winter.

Gerade in Großstädten wie Berlin treffen unterschiedliche Verkehrsteilnehmende auf engem Raum aufeinander. Bei Dämmerung und Dunkelheit können Hindernisse, Fahrzeuge und andere Verkehrsteilnehmende zudem häufig erst spät erkannt werden. Eine angepasste Fahrweise und gute Sichtbarkeit sind deshalb besonders wichtig.

„Gerade im dichten Stadtverkehr ist es wichtig, dass E-Scooter- und Fahrrad-Fahrende frühzeitig von anderen Verkehrsteilnehmenden erkannt werden“, sagt Uwe Karck, Vizepräsident der Landesverkehrswacht Berlin. Wer seine Geschwindigkeit anpasse, aufmerksam fahre und auf gute Sichtbarkeit achte, könne viel zur eigenen Sicherheit beitragen.

Fünf Tipps für mehr Sicherheit auf dem Pedelec

1. Auf gute Sichtbarkeit achten

Helle Kleidung und reflektierende Elemente an Jacken, Helmen oder Rucksäcken helfen anderen Verkehrsteilnehmenden, Pedelec-Fahrende frühzeitig wahrzunehmen. Gerade im Stadtverkehr mit seinen zahlreichen Lichtquellen ist es wichtig, sich deutlich vom Umfeld abzuheben.

2. Beleuchtung und Bremsen kontrollieren

Vor jeder Fahrt sollten Vorder- und Rücklicht sowie die Bremsen auf ihre Funktion überprüft werden. Bei Dämmerung und Dunkelheit ist die vorgeschriebene Beleuchtung einzuschalten. Auch die Reflektoren müssen frei sichtbar bleiben.

3. An Kreuzungen besonders aufmerksam fahren

Kreuzungen, Einmündungen und Grundstücksausfahrten erfordern besondere Aufmerksamkeit. Pedelec-Fahrende sollten dort ihre Geschwindigkeit reduzieren, ausreichend Sicherheitsabstand halten und insbesondere auf abbiegende Fahrzeuge achten. Vorausschauendes Fahren hilft, kritische Situationen frühzeitig zu erkennen.

4. Rutschige Fahrbahnen nicht unterschätzen

Nasses Laub, Kopfsteinpflaster, Fahrbahnmarkierungen und Straßenbahnschienen können bei Regen besonders glatt werden. Frühzeitiges Bremsen und der Verzicht auf abrupte Lenkbewegungen helfen, die Kontrolle über das Pedelec zu behalten. Bei Eis, Schnee oder starkem Regen sollte auf eine Fahrt verzichtet werden.

5. Helm tragen und Ablenkungen vermeiden

Ein gut sitzender Helm kann bei einem Sturz vor Kopfverletzungen schützen. Festes Schuhwerk mit rutschhemmender Sohle verbessert den Halt. Während der Fahrt gehören beide Hände an den Lenker. Das Smartphone sollte in der Tasche bleiben oder für die Navigation über eine geeignete Fahrzeughalterung genutzt werden.

Rücksichtnahme bleibt entscheidend

Mit ihrer gemeinsamen Initiative möchten Lime und die Landesverkehrswacht Berlin auf die besonderen Herausforderungen des Herbst- und Winterverkehrs aufmerksam machen. Im Mittelpunkt stehen alltagstaugliche Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu verbessern.

„E-Scooter, E-Bikes oder das klassische Fahrrad sind für viele Menschen ein fester Bestandteil ihrer täglichen Mobilität. Uns ist wichtig, dass sie auch in der dunklen Jahreszeit möglichst sicher unterwegs sind“, erklärt Anna Montasser, Head of Public Policy Deutschland & EU bei Lime. Die Initiative soll deshalb für mögliche Gefahren, eine angepasste Fahrweise und mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr sensibilisieren.