Bei ihrer Mitgliederversammlung am 17. April 2026 in Hamburg hat der Branchenverband ZIV – Die Fahrradindustrie zentrale strategische Entscheidungen für die kommenden Jahre getroffen. Im Fokus standen die Vorbereitung eines Verbandszusammenschlusses, personelle Veränderungen im Vorstand sowie neue Formate für Branche und internationale Präsenz.
Einstimmig erteilten die Mitgliedsunternehmen der Geschäftsführung den Auftrag, die Fusion mit dem Verband Zukunft Fahrrad für das Jahr 2027 weiter vorzubereiten. Ziel des Zusammenschlusses ist es, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und der Fahrradwirtschaft künftig mit einer gemeinsamen Stimme mehr Gewicht in Politik und Öffentlichkeit zu verleihen. Die Verbände arbeiten bereits seit Längerem eng bei inhaltlichen Themen zusammen.
Auch organisatorisch wurde die Verbandsspitze neu aufgestellt. In das Präsidium wurde Guido Müller (Busch & Müller KG) neu gewählt, ergänzt durch die bestätigten Mitglieder Bernhard Lange (Paul Lange GmbH & Co. KG) und Volker Thiemann (AT Zweirad GmbH).

v.l.n.r. Volker Thiemann (AT Zweirad GmbH), Bernhard Lange (Paul Lange GmbH & Co. KG) und Guido Müller (Busch & Müller KG)
Bild: ZIV – Die Fahrradindustrie | julia-laatsch.de
Im Vorstand stoßen Annalena Horsch (Coboc GmbH & Co. KG) und Oliver Venohr (Büchel GmbH & Co. Fahrzeugteilefabrik KG) neu hinzu. Gemeinsam mit den bestätigten Mitgliedern Claus Fleischer (Bosch eBike Systems) und Britta Sieper (PUKY GmbH & Co. KG) bildet das Gremium künftig ein siebenköpfiges Führungsteam.

v.l.n.r. Claus Fleischer (Robert Bosch GmbH – Bosch eBike Systems), Annalena Horsch (Coboc GmbH & Co. KG), Bernhard Lange (Paul Lange GmbH & Co. KG), Guido Müller (Busch & Müller KG), Britta Sieper (PUKY GmbH & Co. KG), Volker Thiemann (AT Zweirad GmbH) und Oliver Venohr (Büchel GmbH & Co. Fahrzeugteilefabrik KG)
Bild: ZIV – Die Fahrradindustrie | julia-laatsch.de
Verabschiedet wurden Wilhelm Humpert und Fabian Auch, die nach langjährigem Engagement aus dem Vorstand ausscheiden. Beide wurden für ihre Arbeit und ihren Beitrag zur Verbandsentwicklung ausdrücklich gewürdigt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die Vorstellung neuer Veranstaltungsformate. So erhielten die Mitglieder eine Vorschau auf den Branchenkongress „towards tomorrow – Cycling Industry Convention 2026“, der im November in Berlin stattfinden soll. Das Format entsteht in Kooperation zwischen ZIV, Zukunft Fahrrad und dem VSF und soll die bisherige Veranstaltungsreihe „vivavelo“ ablösen.
Darüber hinaus kündigte ZIV-Geschäftsführer Burkhard Stork die Entwicklung eines neuen internationalen Messeformats an (wir berichteten vorab), das ab Herbst 2027 mit europäischem Schwerpunkt etabliert werden soll. Hintergrund sind gescheiterte Gespräche zur Zukunft einer bestehenden Leitmesse-Struktur, die aus Sicht des Verbands keine ausreichende Mitgestaltung der Branche ermöglichten.
Neben den strategischen Beschlüssen bot das Treffen in Hamburg auch inhaltliche Einblicke in aktuelle Entwicklungen der urbanen Radverkehrsplanung. Exkursionen zur lokalen Infrastruktur sowie Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft rundeten das Programm ab.
Alle weiteren Informationen auf den Webseiten des ZIV.





Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Bitte beachte unsere Kommentarregeln:
Wir möchten eine respektvolle und konstruktive Diskussion fördern. Kommentare, die thematisch nicht passen, beleidigend sind oder den Zweck haben, andere Leser oder Autoren herabzusetzen, behalten wir uns vor zu löschen. Denke daran, so zu schreiben, als würdest du mit echten Personen sprechen. Humor ist willkommen, politische Diskussionen sollten vermieden werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung eines Kommentars.
Bleib auf dem Laufenden:
Du kannst den Kommentar-Feed dieses Beitrags abonnieren.
Wer immer alles mitverfolgen möchte, sollte den Hauptfeed abonnieren.