Von der leichten Trailhose über wasserdichte Jacken bis zum wetterfesten Schuh: Leatts MTB-Bekleidung für Frauen musste sich über mehrere Monate im wechselhaften Alltag bewähren
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Beim Radfahren ist die passende Bekleidung oft eine Frage der Bedingungen. Während an warmen Tagen vor allem Bewegungsfreiheit und Belüftung gefragt sind, kommt es bei Regen und kühleren Temperaturen auf zuverlässigen Wetterschutz und ein sinnvolles Schichtsystem an. Genau diese unterschiedlichen Situationen haben wir mit mehreren Produkten von Leatt über mehrere Monate ausprobiert. Zum Test gehörten die MTB Trail 2.0 Hose, die beiden Regenjacken HydraDri 3.0 Women und HydraDri 6.0, die wärmende ThermaFlow 5.0 sowie die wasserdichten HydraDri ProFlat 7.0 Schuhe.

Leicht unterwegs bei warmem Wetter

Bei angenehmeren Temperaturen muss eine lange MTB-Hose nicht automatisch zur Belastung werden. Die MTB Trail 2.0 fällt größengerecht aus und sitzt auf dem Fahrrad bequem und sicher. Sie ist leicht, engt nicht ein und bietet genügend Bewegungsfreiheit.

Besonders positiv fallen die Belüftungsöffnungen auf. Sie funktionieren in der Praxis sehr gut und machen die Hose auch bei wärmerem Wetter angenehm tragbar. Dazu kommen Taschen, die während der Fahrt gut erreichbar sind und ausreichend Platz für kleinere Gegenstände bieten.

Leatt hat die Hose für die Verwendung mit oder ohne Knieschoner ausgelegt. Einen Einsatz mit Knieschonern konnten wir im Rahmen unseres Tests allerdings nicht überprüfen.

Auch abseits der Belüftung zeigt sich die Hose alltagstauglich. Schmutz bleibt nicht lange am Material haften, was gerade nach Fahrten auf feuchten oder staubigen Wegen angenehm ist.

Wenn das Wetter umschlägt

Richtig interessant wird Fahrradbekleidung allerdings dann, wenn die Wetterbedingungen nicht mehr mitspielen. Für solche Situationen hatten wir die beiden HydraDri-Jacken im Test.

Die HydraDri 3.0 erwies sich dabei als zuverlässiger Begleiter bei Regen. Auch bei echtem Niederschlag blieb der Wetterschutz sehr gut, ohne dass die Atmungsaktivität darunter übermäßig litt. Sie sitzt auch in sportlicher Fahrposition sehr gut und lässt ausreichend Bewegungsfreiheit.

Eine Besonderheit ist die Kapuze. Über das Ride Adaptive Hood Magnetsystem lässt sie sich je nach Situation am Helm oder am Rücken befestigen. Was auf den ersten Blick nach einem Detail klingt, erweist sich in der Praxis als durchaus sinnvoll, denn die Kapuze muss bei wechselnden Bedingungen nicht lose herumhängen. Das System funktionierte während des Tests zuverlässig.

Für Smartphone und kleinere Gegenstände stehen drei Taschen zur Verfügung. Damit ist auch das Nötigste schnell zur Hand, ohne dass dafür zusätzliche Taschen oder eine Tasche am Fahrrad erforderlich sind.

Wasserdicht und trotzdem beweglich

Die HydraDri 6.0 verfolgt ein ähnliches Konzept und konnte beim Sitz ebenfalls überzeugen. Auch hier gibt es beim Fahren keine Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Selbst bei längerem Regen blieb die Jacke zuverlässig dicht.

Bei höherer Belastung kommt die Belüftung ins Spiel. Auch hier zeigte sich die Jacke im Test von einer guten Seite. Der Wetterschutz geht also nicht mit einem unangenehm abgeschotteten Gefühl einher.

Das Hood-Magnetsystem funktioniert ebenso zuverlässig wie bei der HydraDri 3.0. Einen kleinen Unterschied gibt es allerdings bei den Staumöglichkeiten. Die HydraDri 6.0 (nicht im Bild) besitzt lediglich eine Brusttasche. Für das Smartphone oder kleinere Dinge reicht das aus, zusätzliche Taschen wären im Alltag aber durchaus praktisch.

Wärme als Zwischenschicht

Wenn es kühler wird, kommt die ThermaFlow 5.0 ins Spiel. Sie ist nicht als alleinige Winterjacke gedacht, sondern als wärmende Schicht unter einer äußeren Regen- oder Windjacke.

Genau in dieser Rolle funktioniert sie sehr gut. Das Fleece im Inneren hält angenehm warm, gleichzeitig schützt die Außenseite stärker vor Wind als eine klassische Fleecejacke.

Beim Fahren sitzt die ThermaFlow 5.0 bequem und bleibt dort, wo sie sein soll. Nichts rutscht, was beim Tragen mehrerer Schichten ein wichtiger Punkt ist.

Auch die Atmungsaktivität fällt gut aus. Bei wirklich niedrigen Temperaturen reicht eine einzelne Schicht allerdings nicht aus. Dann empfiehlt es sich, die ThermaFlow 5.0 in ein entsprechendes Schichtsystem einzubinden.

Damit lässt sich die Jacke auch gut mit den beiden HydraDri-Modellen kombinieren. Während außen der Wetterschutz übernommen wird, sorgt die ThermaFlow 5.0 für zusätzliche Wärme.

Trockene Füße bei Regen

Was bringt eine wasserdichte Jacke, wenn das Wasser anschließend von unten in die Schuhe läuft? Mit den HydraDri ProFlat 7.0 hatten wir auch für diesen Bereich eine passende Lösung im Test.

Der Schuh fällt größengerecht aus und trägt sich auch auf längeren Strecken sehr bequem. Auf dem Pedal bietet die flache Sohle guten Grip, gleichzeitig lässt sich damit auch sicher gehen.

Seine Stärken zeigt der ProFlat 7.0 vor allem bei schlechtem Wetter. Bei Regen und Fahrten durch Pfützen blieben die Füße trocken. Der mittelhohe Schaft erwies sich dabei als unproblematisch und verursachte weder Druckstellen noch andere Beschwerden.

Praktisch ist außerdem der Boa-Drehverschluss. Der Schuh lässt sich damit schnell anziehen und unkompliziert anpassen. Auch beim Verschleiß gibt es nach dem Testzeitraum wenig zu beanstanden. Die Abnutzung fiel insgesamt gering aus.

Im mehrmonatigen Praxistest

Über mehrere Monate mussten sich die verschiedenen Leatt-Produkte bei wechselhaftem Wetter bewähren. Dabei zeigt sich vor allem, dass die Bekleidung nicht isoliert betrachtet werden muss. Hose, Zwischenlage, Regenjacke und Schuhe decken unterschiedliche Situationen ab und lassen sich je nach Temperatur und Wetter miteinander kombinieren.

Die MTB Trail 2.0 spielt ihre Stärken bei wärmeren Bedingungen aus, während die HydraDri-Jacken dann interessant werden, wenn Regen und Wind hinzukommen. Wird es zusätzlich kalt, lässt sich mit der ThermaFlow 5.0 eine weitere wärmende Schicht ergänzen.

Über den gesamten Testzeitraum blieb der Eindruck dabei konstant positiv. Die Bekleidung sitzt bequem, schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein und die wesentlichen Funktionen haben sich im praktischen Einsatz bewährt. Auch bei den Materialien und der Verarbeitung zeigten sich nach mehreren Monaten keine auffälligen Schwächen.

Fazit

Die getestete Leatt MTB-Bekleidung zeigt, dass gute Fahrradbekleidung nicht zwangsläufig mit komplizierter Bedienung einhergehen muss. Die verschiedenen Produkte erfüllen ihre jeweiligen Aufgaben zuverlässig und lassen sich sinnvoll zu einem Bekleidungssystem für unterschiedliche Wetterbedingungen kombinieren. Besonders die gute Bewegungsfreiheit und der komfortable Sitz ziehen sich durch den gesamten Test. Dazu kommen funktionierende Belüftungen, zuverlässiger Wetterschutz und praktische Details wie das Hood-Magnetsystem oder der Boa-Verschluss am Schuh. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt bei der HydraDri 6.0 die einzelne Tasche. Ansonsten gab es während des mehrmonatigen Praxistests wenig Anlass zur Kritik. Gerade für wechselhafte Bedingungen bietet Leatt damit eine vielseitig kombinierbare Ausstattung, die sich im Alltag als unkompliziert und zuverlässig erwiesen hat.

PRO
  • hoher Tragekomfort
  • sehr gute Bewegungsfreiheit
  • zuverlässiger Wetterschutz
  • gute Belüftung
  • durchdachte Details
  • hochwertige Verarbeitung
  • gute Materialeigenschaften
  • geringer Verschleiß
  • schneller Boa-Verschluss (Schuhe)
CONTRA
  • HydraDri 6.0 mit nur einer Tasche

Transparenzhinweis: Die Produkte aus der MTB-Kollektion wurde uns seitens LEATT kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf das Testergebnis und unsere Meinung hatte dies keinen Einfluss.