Seit Jahren wächst die Zahl der E-Bikes in Deutschland. Die Mobilitätshelfer sind für die Freizeitgestaltung ebenso im Einsatz wie beim Shopping oder auf dem Arbeitsweg. Laut dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) wurden im Jahr 2024 insgesamt 3,85 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft. Während der Anteil der Fahrräder im Vergleich zu 2023 sank, blieb der Anteil der E-Bikes mit 53 % stabil, was etwa 2,05 Millionen verkauften E-Bikes entspricht. Besonders hervorzuheben ist die steigende Beliebtheit sportlicher Fahrradtypen wie E-Gravelbikes und E-Rennräder, die erstmals separat ausgewertet wurden. Das sogenannte Bikepacking, also Reisen mit Fahrrad und Gepäck, gewinnt ebenfalls an Bedeutung.
Der E-Bike-Spezialist m-way mit rund 30 Filialen in der ganzen Schweiz und einer Filiale in Nürnberg hat für E-Bike-Neulinge neun Tipps zusammengestellt, was beim E-Bike-Kauf – und danach – beachtet werden sollte.
1. Bedürfnis-Check: Überlege dir, für welchen Einsatzbereich oder welches Einsatzgebiet dein E-Bike vor allem genutzt wird: in der Stadt ohne große Steigungen, am Seeufer, auf Kies, auf Trails im Wald, auf Forstwegen, für den Einkauf oder fürs Pendeln zur Arbeit.
Diese Hauptkategorien gibt es:
E-City-Bike: mit praktischen Details wie Gepäckträger und eher aufrechter Sitzhaltung
E-Trekking-Bike: für größere Ausfahrten, leicht gefedert
E-Mountainbike: «Hardtail» mit Federung vorne (für leichtere Trails) oder «Fully» mit Federung vorne und hinten (für echten Trail-Spaß)
E-Gravelbike: ein Hybrid aus Rennrad und Mountainbike – geeignet für Asphalt, Wald- oder Schotterwege
S-Pedelec: E-Bike mit 45 km/h Maximalgeschwindigkeit – z.B. für Pendelstrecken über 10 Kilometer
E-Cargo-Bike: Das Lastenbike, z.B. für den gewerblichen Lieferbereich oder Eltern
2. Ergonomie und Gesundheit: Schmerzen in Handgelenken, im Rücken, Knie, Steißbein oder Sitzbeinknochen? Das ist absolut kein notwendiges Übel. Bei der Auswahl von Sattel, Griffen und Pedalen und natürlich beim Bike selber gibt es eine große Bandbreite an Optionen. Ein Ergonomie-Test kann helfen.
3. Lasten: Hier unbedingt die erlaubte Zuladung und den längeren Bremsweg beachten. Wenn Kinder mitfahren sollen, auf eine gute Bremsanlage und eine geeignete Sicherung achten. Damit es trotz Lasten zügig vorangeht, einen starken Motor mit viel Drehmoment wählen.
4. Probefahrt: Dein Körper sagt dir, was du brauchst. In den m-way-Shops stehen zahlreiche Modelle für Probefahrten bereit. Eine gute Beratung hilft danach beim Anpassen auf Körpergröße und weitere individuelle Körpermerkmale. Trotz vielfältigem Online-Angebot: Kein Kauf ohne Probefahrt. Außer du weißt genau, was du willst und hast es schon ausprobiert.
5. Pflege und Service: E-Bikes leisten in der Regel mehr als normale Bikes und man fährt längere Strecken. Darum sollte man sie regelmäßig warten und gut pflegen, damit keine Schäden entstehen und die Sicherheit gewährleistet ist. Zum ersten E-Bike gehört daher ein Pflege-Starterpaket. Aus den gleichen Gründen empfiehlt sich einmal pro Saison ein Check-in der Werkstatt. Bei einem S-Pedelec mit 45 km/h Maximalgeschwindigkeit und bei täglichem Gebrauch ist eine halbjährliche Prüfung sinnvoll. Auch die Kette wird beim schnellen E-Bike stark beansprucht. Wer diese regelmäßig kontrollieren lässt, erspart sich eventuell anfallende hohe Folgekosten. Auch die Bremsbeläge sollten immer top in Schuss sein.
6. S-Pedelec ja oder nein: Ab ca. 10 bis 15 Kilometer pro Weg macht ein S-Pedelec (45 km/h Maximalgeschwindigkeit) für Pendler Sinn – als Mobilitätsersatz für Auto oder ÖV. Aber natürlich sorgt es auch in der Freizeit für gute Laune – eher weniger für den Familienausflug. Achtung: Mit dem S-Pedelec darfst du nicht auf dem Radweg oder Wanderweg fahren.
7. Akku: Ein Akku friert nicht gerne. Bei Temperaturen unter 5–10 Grad solltest du ihn rausnehmen, wenn das E-Bike länger steht. Bei der Fahrt spielt die Temperatur keine Rolle. Bei längerer Nutzungspause den Akku auf ca. 60 % aufladen und ihn trocken und sturzsicher lagern.
8. Helm: E-Bike-Fahrer brauchen zwingend einen Helm, auch wenn er gesetzlich nur für die schnellen S-Pedelecs vorgeschrieben ist. Dieser sollte alle drei Jahre ersetzt werden und nach einem Sturz ohnehin.
9. Licht: Es ist ratsam, die Beleuchtung regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf mit einem Fachhändler die geeignete Ausstattung auszuwählen, um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen und die eigene Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.
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