Zukunft Fahrrad und seine Mitglieder fordern sichere Radinfrastruktur für Kinder und Familien.
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Kampagne „Mit Kind und Kurbel“: wie Unternehmen der Branche den Familienalltag aufs Rad bringen. Zukunft Fahrrad und seine Mitglieder fordern sichere Radinfrastruktur für Kinder und Familien.

Radfahren gehört zum Großwerden dazu – so wie Laufen oder Schwimmen lernen. Wer früh in Bewegung ist, entdeckt die Welt auf eigene Faust: Kinder, die Rad fahren, gewinnen Bewegungsfreiheit, Selbstvertrauen und ein Stück Selbstständigkeit. Dabei sind es die Eltern, die den Weg bereiten: Wer schon im Lastenrad, Fahrradanhänger oder auf dem Kindersitz mitfährt, für den ist das Rad schon früh ein Stück Alltag.

Mit der Kampagne „Mit Kind und Kurbel – wir bewegen Familien“ macht der Wirtschaftsverband Zukunft Fahrrad gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen sichtbar, wie vielfältig Familien mit dem Fahrrad unterwegs sein können und was es braucht, damit das auf Deutschlands Straßen auch sicher gelingt.

Bild: Jennifer FEY

Die Kampagne startet passend zu den bundesweiten Aktionstagen der Kidical Mass, die vom 12. bis 27. September für sichere Straßen für Kinder mobilisiert. Zukunft Fahrrad ruft Kinder, Jugendliche und Familien dazu auf, die zahlreichen Kidical-Mass-Veranstaltungen in ihrer Region zu besuchen und sich selbst ein Bild davon zu machen, wie viel besser das Leben ist, wenn es sichere Radwege für Kinder gibt.

Was die Zahlen zeigen: Je früher, desto lieber

Der aktuelle Fahrrad-Monitor 2025 des Bundesministeriums für Verkehr, eine repräsentative Studienreihe des SINUS-Instituts, unterstreicht die Bedeutung früher Radmobilität: Kinder, die bereits im Alter von 2 bis 3 Jahren das Radfahren lernen (meist zuvor schon mit dem Laufrad unterwegs) fahren später zu 81 Prozent regelmäßig Fahrrad. Bei einem späteren Einstieg im Alter von 8 Jahren sind es nur noch 57 Prozent. Und: 88 Prozent der radfahrenden Kinder geben an, gerne Fahrrad zu fahren.

„Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, Kindern früh und sicher den Zugang zum Radfahren zu ermöglichen”, sagt Wasilis von Rauch, Geschäftsführer von Zukunft Fahrrad.

„Wer als Kind gerne und selbstverständlich Rad fährt, bleibt dem Fahrrad oft ein Leben lang treu. Das ist gut für die Gesundheit, für die Umwelt und für die Mobilität der Zukunft. Diese zukunftsfähige Mobilität wird hier in Deutschland von einer mittelständisch geprägten Branche entwickelt und produziert, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze vor Ort schafft.”

Sichere Wege für Kinder und Familien

Damit Familien diese Vielfalt auch nutzen können, braucht es vor allem eines: sichere Radinfrastruktur. Der Fahrrad-Monitor 2025 zeigt, dass unter den 6- bis 13-jährigen Kindern zu viel Verkehr, mangelhafte oder fehlende Radwege sowie Unsicherheit gegenüber motorisiertem Verkehr die größten Hindernisse fürs Radfahren sind.

„Eltern trauen sich und ihren Kindern das Radfahren am ehesten dort zu, wo Radwege sicher, breit genug und vom Autoverkehr getrennt sind”, so von Rauch.

„Kinder haben ein Recht, selbstbestimmt und selbständig unterwegs zu sein. Damit sie früh, gerne und selbstständig Rad fahren können, müssen Bund, Länder und Kommunen in kindgerechte Radverkehrsinfrastruktur investieren.”

Sichere Radinfrastruktur ist dabei nicht nur eine Frage der Verkehrssicherheit, sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor: Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Familien in Fahrräder, Ausrüstung und Zubehör investieren – und stärkt damit unmittelbar die Fahrradwirtschaft in Deutschland als Arbeitgeberin und Innovationstreiberin.