Ein neues E-Bike das SPEEDPED kommt aus der Schweiz.
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Mit dem SPEEDPED gibt es schon seit 2011 ein für Schweizer Höhenprofile optimiertes E-Bike, welches sowohl in Antriebskraft als auch in der Reichweite Maßstäbe setzt.

Der Erfinder ist kein geringerer als Philippe Kohlbrenner, welcher Mitte der 90er Jahre BK-tech mitgegründet hat.

Aus dem früheren BKtech ist inzwischen die Biketec AG geworden, deren Flyer E-Bikes mit dem Panasonic Mittelmotor-Antrieb nahezu überall bekannt und unter anderem im E-Bike-Verleih massig vertreten sind.

E-Bike-Entwicklung aus der „Not geboren“

Begonnen hatte alles vor circa 20 Jahren. Phillipe Kohlbrenner wohnt im Schweizer Emmental, welches sich außer dem berühmten Käse auch durch seine vielen Hügel auszeichnet.

Da kommt man bei der Heimfahrt mit dem Rad schonmal ins Schwitzen. Und so wollte der zu diesem Zeitpunkt 32-jährige Kohlbrenner seine Situation mittels Elektromotor verbessern.

Damit war der Startschuss für das erste E-Bike aus der Schweiz gefallen. Die Entwicklung ging rasant vor sich und verschaffte der kleinen Schweiz zu einem großem Entwicklungsvorsprung in der E-Velotechnik.

SPEEDPED mit höchster Wartungsfreundlichkeit und sprichwörtlicher Schweizer Qualität

Inzwischen hat Kohlbrenner aber die Biketec AG verlassen und tüftelt seit 2008 an seinem SPEEDPED, welches als Konkurrenz zumindest zum Zweitwagen angesehen werden sollte.

SpeedPed-Riemenantrieb2

 

Anders als die heute von den großen E-Bike-Herstellern verbauten Antriebe, welche aus Hunderten von Einzelteilen bestehen, reduzierte der Erfinder seinen eigenen E-Bike-Motor auf das absolut Notwendige.

Und so besteht Kohlbrenners Antrieb aus nur drei Teilen: Rotor, Stator und dem Pulley für den Zahnriementrieb. Der kompakte und wartungsfreie Motor mit einem Gewicht von nur 1,5 Kilogramm leistet bis zu 650 Watt und sorgt dabei für kräftigen Vortrieb.

SPEEDPED bietet mehr Reichweite und Ausdauer als alle Konkurrenten

Der Antrieb wirkt per Zahnriemen direkt auf die Nabenschaltung am Hinterrad. Damit wird der maximale Gesamtwirkungsgrad des Motors ausgenutzt. Die Kraft des Fahrers wird dann per zweitem Zahnriemen (neu ab 2013, vorher Kette) ebenfalls auf die Nabe eingeleitet.

Damit sind Steigungen von 30 Prozent, die es so wohl im Emmental gibt, kein Problem. Auf ebenen Strecken ist es ein Leichtes Geschwindigkeiten von 45 km/h zu erreichen.

Die verbauten Akkus haben Kapazitäten von 400 bis 1600 Wattstunden. Philippe Kohlbrenner verwendet dafür Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus (LiFePO4), welche sich in Langlebigkeit und Ladezeit positiv von den allseits verwendeten Li-Ion-Mangan-Akkumulatoren abheben.

Bei realen Testfahrten im Schweizer Emmental konnten Reichweiten von bis zu 114 Kilometer bei maximaler Unterstützung in Verbindung mit dem größten Akku ermittelt werden. Bei normaler Unterstützung und normalem Mittreten des Fahrers sind Reichweiten von 200 Kilometern drin. Verbaut ist der Akku im Rahmendreieck und füllt dieses nahezu komplett aus.

Auch das Aufladen geht rasant schnell. Um beispielsweise den 700-Wh-Akku wieder voll zu bekommen, genügen kurze drei Stunden während es bei 1300 Wh nur 5 Stunden dauert. Mit einer Stunde Ladezeit bei einem kühlen Blonden 😀 reicht es dann schon für weitere 50 Kilometer.

Trotz der beeindruckenden Daten ist das fahrfertige SPEEDPED mit dem kleinsten Akku nur knapp 20 Kilogramm schwer. Aber auch die anderen Vorteile überzeugen:

  • Akkukapazitäten von 400 bis 1600 Wattstunden, je nach Wahl.
  • Doppelte Power am Berg.
  • Motorleistung von 0 bis 650 Watt stufenlos regulierbar.
  • Leichtgewicht: Ab 19.9 kg. Variante mit 1’000 Wh Akku ab 22.7 kg.
  • Systemspannung 48 VDC
  • LCD Anzeige mit Echtzeitverbrauch, Wattstundenverbrauch und Akku Zyklenzähler.
  • Schnellladung des Akku.
  • Wartungsarme und bewährte Nabenschaltung.
  • Geartronic Schaltsystem.
  • Alle Kugellager auf Lebensdauer geschmiert.
  • SWISS MADE.

Verbesserungen im Jahr 2013

Für das Jahr 2013 hat Philippe Kohlbrenner für seine Elektrovelos, welcher er unter seiner Marke SPEEDPED vertreibt, etliche Verbesserungen realisiert.

Den doppelten Zahnriemenantrieb haben wir schon vorher angesprochen. Damit erhöht sich die Wartungsfreiheit wesentlich gegenüber der vorher verwendeten Kette, die zumindest ab und zu geschmiert werden musste.

Auch schwarze Hosenbeine gehören damit der Vergangenheit an, genauso wie das regelmäßige Nachspannen. Als positiven Nebeneffekt konnte man durch die Umstellung noch ein ganzes Kilo Gewicht einsparen.

Ebenfalls neu für das Jahr 2013 ist eine stufenlose Motorregelung, welche über einen einfachen Drehknopf justiert werden kann. Zum Einschalten der Unterstützung muss man nach wie vor Treten, aber die Motorleistung kann man nun ganz genau auf die gewünschte Stärke einregeln.

Auch mit konkurrenzlos großen Akkukapazitäten punktet SPEEDPED gegenüber der Konkurrenz. Bis zu 1600 Wattstunden hat bis jetzt noch kein Hersteller im Programm. Daraus folgen erreichbare Reichweiten von mindestens 200 Kilometern.

Fazit und weitere Informationen

Bis jetzt konnte Philippe Kohlbrenner schon 150 Menschen überzeugen, welche sein spezielles E-Bike zum Preis von 7.000 Franken gekauft haben.

Jeden Tag erlebt er, wie aus überzeugten Fahrradmuffeln richtige Fans von E-Bikes werden. Als Nächstes plant er ein Cargo-E-Bike, welches dem Zweitwagen den Rang abjagen soll.

Alle Infos zu den speziellen SPEEDPED-E-Bikes finden sie auf der folgenden Seite: SPEEDPED-Homepage.
Dort finden Sie auch Infos, wie Sie das E-Bike selbst erwerben können.