Der italienische Sportoptik- und Helmhersteller Rudy Project treibt seine Internationalisierung weiter voran und übernimmt den langjährigen US-Vertrieb vollständig. Seit Februar 2026 befindet sich die bisher eigenständige Vertriebsgesellschaft Rudy Project North America L.P. zu 100 Prozent im Besitz der Muttergesellschaft. Damit bearbeitet das Unternehmen den strategisch wichtigen US-Markt künftig in Eigenregie.
Die Transaktion umfasst neben den Vereinigten Staaten auch die Region der Karibikinseln. Mit dem Schritt schließt Rudy Project nach eigenen Angaben eine strategische Phase ab, in der zunächst zentrale europäische Märkte unter direkte Kontrolle gebracht wurden.
25 Jahre Aufbauarbeit in Nordamerika
Rudy Project North America wurde 1998 gegründet und hat seinen Sitz in San Clemente, Kalifornien. Das Unternehmen entstand aus einer Investorengruppe aus der Optik- und Sportbranche, die früh an das Potenzial der Marke in Nordamerika glaubte. Über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg entwickelte sich eine stabile Marktposition mit klarer Premium-Ausrichtung.
Cristiano Barbazza, CEO von Rudy Project, bezeichnet die Integration des US-Geschäfts als „natürliche Weiterentwicklung“. Die Vereinigten Staaten seien einer der relevantesten und zugleich wettbewerbsintensivsten Sportmärkte weltweit. Entsprechend habe man einen mehrjährigen Investitionsplan aufgesetzt, um das Wachstum strukturell zu unterstützen und die Marktpräsenz nachhaltig auszubauen.
Auch Brad Shapiro, Principal und Co-Founder von Rudy Project North America, sieht den Zeitpunkt für die Reintegration als passend. Nach 25 Jahren als unabhängiges Unternehmen verfüge die italienische Muttergesellschaft über die langfristige Vision und die Ressourcen, um Qualität und Markenentwicklung in Nordamerika weiter voranzutreiben.
Direkte Marktverantwortung in zentralen Regionen
Mit der Übernahme erweitert Rudy Project seine Liste direkt betreuter Märkte um die USA. Bereits zuvor steuerte das Unternehmen unter anderem Italien, Frankreich (im Bereich Optik und Outdoor), Belgien, Deutschland, die Schweiz und Österreich ohne Zwischenhändler. Insgesamt ist die Marke heute in mehr als 60 Ländern vertreten.
Für den E-Bike- und Performance-Radsportmarkt ist die Entscheidung insofern relevant, als die USA nicht nur als volumenstarker Absatzmarkt gelten, sondern auch als Innovations- und Trendtreiber, insbesondere im Triathlon, im Performance-Rennradsegment und zunehmend im sportlich orientierten E-Bike-Bereich.
Technologie- und Nachhaltigkeitsfokus bleibt Kernstrategie
Gegründet 1985, hat sich Rudy Project mit Sportbrillen und Helmen im Premiumsegment positioniert. Technologische Eigenentwicklungen wie die ImpactX®-Gläser stehen ebenso im Mittelpunkt wie aerodynamisch optimierte Helmkonstruktionen, die Leichtigkeit und Sicherheit kombinieren.

UCI President David Lappartient (left) visits Rudy Project with FCI president Dagnoni (in the middle) Right the CEO Cristiano Barbazza
Parallel verfolgt das Unternehmen mit dem Nachhaltigkeitsprogramm „RideToZero“ das Ziel, Umweltbelastungen in Produktentwicklung und Unternehmensprozessen systematisch zu reduzieren. Produziert werden die Brillen weiterhin vollständig in Venetien, Helme werden in Italien entwickelt und international vertrieben.
Mit der direkten Kontrolle über den US-Markt schafft Rudy Project nun die strukturellen Voraussetzungen, um Produktentwicklung, Markenführung und Vertriebsstrategie enger zu verzahnen. Für den globalen Wettbewerb im Performance- und E-Bike-Segment dürfte dies ein bedeutender strategischer Schritt sein.
Weitere Informationen unter: www.rudyproject.com/de.











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