Der E-Bike- und Cargo-Bike-Hersteller Riese & Müller hat seinen neuen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Unter dem Titel „Sustainability Insights“ fasst das Unternehmen erstmals in einem kompakten Format zentrale Entwicklungen im Geschäftsjahr 2024/2025 zusammen. Der Bericht gibt Einblick in zentrale Nachhaltigkeitsthemen, zeigt messbare Fortschritte und dokumentiert Projekte, mit denen der Hersteller seine Transformation innerhalb des Unternehmens sowie in der Fahrradbranche vorantreiben will.
„Mit den Sustainability Insights zeigen wir, dass wir unseren Weg stetig weiterentwickeln – weil wir uns verändern, dazulernen und in Bewegung bleiben“, erklärt Geschäftsführerin Sandra Wolf. Gleichzeitig sei der bisherige Verantwortungsbericht bewusst in ein schlankeres und übersichtlicheres Format überführt worden, um die wichtigsten Entwicklungen für eine breitere Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen.
Recycling-Aluminium erstmals detailliert erfasst
Erstmals hat Riese & Müller die Emissionen der eingekauften Fahrradrahmen im Bereich Scope-3-Emissionen bilanziert. Damit lässt sich der Einfluss von Recycling-Aluminium in der Produktion nun konkreter bewerten.
Im Geschäftsjahr 2024/2025 enthielt etwa jeder zweite eingekaufte Rahmen anteilig recyceltes Aluminium. Den höchsten Anteil erreicht derzeit das Cargo-Bike Carrie mit 81 Prozent Recyclingmaterial. Insgesamt konnten durch den Einsatz von Recycling-Aluminium rund 15 Prozent der Emissionen eingespart werden, verglichen mit Rahmen aus ausschließlich neu produziertem Aluminium.
Hohe Recyclingquote und weniger Verpackungsabfall
Auch bei der Abfallvermeidung meldet das Unternehmen Fortschritte. Die Recyclingquote lag im Berichtsjahr weiterhin bei über 90 Prozent. Durch die kontinuierliche Überprüfung von Lieferantenverpackungen sowie gezielte Zero-Waste-Projekte konnten insbesondere Folien- und Papierabfälle weiter reduziert werden.
Ein zentrales Projekt bleibt die wiederverwendbare BikeBox. Durch dieses Mehrwegsystem wurden im Geschäftsjahr mehr als 35.000 Kilogramm Kartonage eingespart. Inzwischen bestellen Fachhändler in 95 Prozent aller möglichen Fälle über das System, das von mehr als 1.000 Händlern in acht europäischen Ländern genutzt wird. Zusätzlich konnten durch rhinopaq-Mehrwegverpackungen für Kleinteile weitere 5.767 Kilogramm Kartonage vermieden werden.
Fokus auf europäische Lieferketten und Reparatur
Parallel arbeitet Riese & Müller daran, Lieferketten regionaler auszurichten. Rund 63 Prozent der Komponenten stammen inzwischen von europäischen Zulieferern. Ziel ist es, die regionale Wertschöpfung zu stärken und Transportwege zu verkürzen.
Auch die Lebensdauer der Produkte soll weiter verlängert werden. Dazu bietet das Unternehmen unter anderem DIY-Repair-Kits für textile Komponenten an und betreibt eine eigene interne Reparatureinheit.
Darüber hinaus engagiert sich der Hersteller auch in regionalen Umweltprojekten. Zwischen 2021 und 2023 wurden 10.000 Bäume in regionalen Wäldern gepflanzt, deren Entwicklung im vergangenen Jahr überprüft wurde.
Auszeichnungen für Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen
Für sein Engagement im Bereich der sozial-ökologischen Transformation wurde Riese & Müller mit dem Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2025 ausgezeichnet. Zudem erhielt das Unternehmen die Auszeichnung als „Fair Pay Leader“ und wurde für sein betriebliches Mobilitätsmanagement prämiert.
Mit den „Sustainability Insights“ (PDF) will der Hersteller künftig regelmäßig transparent über Fortschritte und Herausforderungen berichten und so einen Überblick über seine Nachhaltigkeitsstrategie geben.







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