Branchentreffen in Wiesbaden stärkt Vernetzung, Fachkompetenz und Einfluss von Frauen im Fahrradsektor
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Mit 140 Teilnehmerinnen verzeichnete der diesjährige Women in Cycling Germany Summit in Wiesbaden eine so hohe Beteiligung wie nie zuvor. Bereits die ausgebuchte Vorabendveranstaltung mit einem Fireside Talk von Christina Puello (Deutsche Dienstrad) und Isabell Eberlein (Velokonzept) unterstrich den wachsenden Bedarf an Austausch, Vernetzung und gemeinsamer Positionierung innerhalb der Fahrradbranche.

Das von Women in Cycling Germany, einer Initiative der Velo Stiftung gemeinsam mit der Hochschule RheinMain ausgerichtete Branchentreffen bot ein umfangreiches Programm: Drei Keynotes, zehn Masterclasses und insgesamt 35 Speakerinnen deckten ein breites Themenspektrum ab. Im Fokus standen unter anderem Hersteller- und Handelsperspektiven, Fachkräfteentwicklung, Verwaltung, Leadership, Unternehmensgründung sowie Kommunikation und Public Speaking.

Die hohe Resonanz in den praxisorientierten Masterclasses und die intensive Beteiligung an Diskussionen verdeutlichten die zunehmende Relevanz des Netzwerks für die gesamte Fahrrad- und E-Bike-Branche. Neben fachlichem Austausch spielte vor allem die nachhaltige Vernetzung eine zentrale Rolle.

Impulse aus Politik und Forschung ergänzten das Programm. In ihrer Keynote hob Dr. Christiane Döll, Beigeordnete der Stadt Ingelheim und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Städtetags, die Bedeutung von Beharrlichkeit, Gestaltungswillen und klarer Positionierung hervor, um langfristig Einfluss auf Entscheidungsprozesse zu nehmen.

Einen wissenschaftlichen Blick brachte das Forschungsprojekt VELOA Frauen fürs Radfahren gewinnen ein, das vom Bundesministerium für Verkehr gefördert wird. Ziel des Projekts ist es, bislang wenig berücksichtigte Frauengruppen im Radverkehr zu untersuchen und deren Bedürfnisse stärker in Planung und Infrastruktur zu integrieren.

Ein zentrales Ergebnis des Summits ist der Beschluss zur Einrichtung eines strategischen Beirats, der die Weiterentwicklung von Women in Cycling Germany künftig begleiten soll. Darüber hinaus wurden neue regionale Hubs, unter anderem in Sachsen und in der Region Frankfurt/RheinMain, angekündigt. Damit wächst das Netzwerk weiter und stärkt seine Präsenz auf regionaler Ebene.

Das Fazit des Treffens: Einfluss beginnt mit Sichtbarkeit, Verantwortung und Mut und wird durch eine starke Community von Frauen im Fahrrads- und E-Bike Sektor getragen. Netzwerke öffnen Türen, und diese Frauen sind bereit, die Zukunft der Branche aktiv zu gestalten.

Wir verfolgen die Entwicklungen in der Fahrradbranche aufmerksam, denn Frauen verdienen mehr Sichtbarkeit! Gleichberechtigte Chancen für alle sind uns wichtig, wir freuen uns darauf, zu sehen, wie sich alles weiterentwickelt.

Weitere Informationen unter: www.velostiftung.de/women-in-cycling/.