Beim Megaprojekt Radschnellweg RS1 Ruhr wurde vor kurzem das "Herzstück" eröffnet – das Teilstück "Rheinische Bahn".
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Schon im November haben wir über die Eröffnung des ersten Abschnittes des Radschnellweges RS1 Ruhr berichtet (via ADFC).

Der Ruhr RS1  Radschnellweg soll die A40 für Radfahrer im Ruhrgebiet werden, und wie es aussieht, hat er auch das Zeug dazu!

Ist der komplette Radweg einmal fertiggestellt, soll der RS1 der schnellste Weg durchs Revier sein!

Ruhr RS1 nutzt die Trasse der Rheinischen Bahn

Für die Errichtung des einzigartigen Radschnellwegs im Ruhrgebiet nutzt man die größtenteils inzwischen stillgelegte Trasse der „Rheinischen Bahn“, welche seit 2009 Stück für Stück zum Fuß- und Radweg umgebaut wird.

Die am 27. November 2015 eröffnete Mülheimer Teilstrecke „Rheinische Bahn“ soll dabei als Modellstrecke fungieren, bevor der komplett ausgebaute Radschnellweg Ruhr RS1 dann über eine Länge von 101 Kilometern von Duisburg nach Hamm führt.

Radschnellweg RS1 - geplante Linienfuehrung

Bei herrlichem Sonnenschein und bester Laune der Anwesenden wurde der fünf Kilometer lange Abschnitt des Ruhr RS1 eröffnet. Der Radschnellweg ist zusammen mit dem angegliederten Fußweg ca. sechs Meter breit und erlaubt eine gleichzeitige Nutzung durch schnelle Radler und E-Biker und Fußgänger. Er verbindet die Brücke Reuterstraße mit dem Hauptbahnhof Mülheim.

Ganze 21 Kilometer beträgt der Abschnitt des RS1, welcher derzeit auf der Trasse der „Rheinischen Bahn“ errichtet wird. Er führt in kompletter Ausbaustufe dann von der Universität Essen über den Hauptbahnhof Mülheim bis zum Rheinpark Duisburg.

Als Vorbilder nennt man bei den Planern die HOAG-Trasse von Duisburg nach Oberhausen oder auch die Erzbahntrasse von Bochum nach Gelsenkirchen. Wie schon in den europäischen Nachbarländern, zum Beispiel den Niederlanden, Dänemark oder der Schweiz, soll auch in Deutschland eine zukunftsweisende Fahrradinfrastruktur geschaffen werden.

Moderne Verkehrswege wie der Radschnellweg RS1 Ruhr soll dabei den neuen Mobilitätsanforderungen Rechnung tragen und den Alltagsverkehr per Fahrrad, Pedelec oder E-Bike begünstigen und zur sicheren, komfortablen und vor allem schnellen Alternative zu den herkömmlichen Verkehrsmitteln machen.

Radschnellweg RS1 schon getestet

Mitarbeiter des Regionalverbandes Ruhr haben den neuen Abschnitt bereits ausprobiert und ihre Erfahrungen auf einem Blog veröffentlicht. Dort findet man auch eine Detailkarte der Strecke als PDF und sogar GPX-Dateien für ein einfaches Nachfahren. Hier geht es zum Artikel auf dem Blog tour.tipp.ruhr.

Ausblick

Wir haben hier schon über einige Projekte in Sachen moderner und zukunftsfähiger Radwege berichtet. Hier sei zum Beispiel der E-Radschnellweg in Göttingen oder Schnellstraßen für Pedelecs im Raum Berlin, welche als Schaufenster Elektromobilität dienen sollen.

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Hier sollte noch aktiver an der Umsetzung weiterer Projekte gearbeitet werden, damit der Wandel in der Verkehrsinfrastruktur früher stattfinden kann und seine Vorteile eher ausspielt. Ein Anfang ist nun der Radschnellweg Ruhr RS1.

Wir bleiben dran.

Bilder: RVR/Schulte