Die mobile Ladestation heißt "Jojo´s Power to go".
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Der 14-jährige Schüler Johannes R. aus Neubiberg bei München hat zum ersten Mal beim Wettbewerb „Jugend forscht — Schüler experimentieren“ mitgemacht und sogleich zwei Preise gewonnen.

Er ist Schüler der Emile Montessorischule in Neubiberg und überzeugte die Jury mit seiner praktischen Erfindung, die dafür sorgt, dass E-Bikes nicht so schnell der Saft ausgeht.

Der Teenie konnte für sein Projekt den „Sonderpreis Erneuerbare Energien“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gewinnen.

Dazu gewann er noch im Regionalwettbewerb den 2. Platz im Fachgebiet Technik, was ein herausragender Erfolg für den Heranwachsenden ist.

Seine mobile Ladestation trägt den Namen „Jojo´s Power to go“ und kann leicht überall hin mitgenommen werden.

Hinter seiner Erfindung steckt eine Solarladestation, die aufrollbar ist und sich bei Nichtbenutzung im zugehörigen Packsack verstauen lässt.

ebike_solarladestation (1)

Dank des geringen Gewichtes von nur 4,5 Kilogramm und der schnellen Einsatzbereitschaft, kann das E-Bike in nur drei Minuten an die mobile Ladestation angeschlossen werden.

Dabei wollte der Schüler eigentlich gar keine Ladestation bauen, sondern ein E-Bike:

Eigentlich wollte ich für eine Projektarbeit in der Schule ein E-Bike bauen. Dann habe ich gemerkt, dass es in meiner Nähe kaum öffentliche Auflademöglichkeiten gibt. Zu dumm, wenn ich nach dem Unterricht nicht mehr nach Hause komme!Johannes R.

So beschäftigte er sich mit seiner neuen Idee, die ihm die Möglichkeit geben sollte, sein E-Bike, welches er übrigens trotzdem selbst aus seinem Mountainbike gebaut hat, auch unterwegs zu laden.

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Die Anforderungen standen nach kurzer Zeit fest: mobil und kostengünstig sollte seine Ladestation sein und mit umweltfreundlichem Strom versorgt.

Zusammen mit seinem Mentor, dem Lehrer Bernd Lehner, arbeitete er über Wochen seine Ideallösung heraus. Mit Erfolg, wie die Entscheidung der Jury aufzeigt.

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Über die Auszeichnungen freut sich auch die Schulleiterin der Emile Montessorischule, Angelika Bachmann, die zudem auf die über 100 Konkurrenten aus Gymnasien der Umgebung hinweist:

Der Moment zu erkennen, dass ein Schüler eine Leidenschaft für ein Thema entwickelt und für sein Projekt brennt, ist für mich als Pädagogin geradezu beglückend.Angelika Bachmann

Dass sich der Schüler für die Kraft der Sonne als Ernergiequelle entschieden hat, kam nicht von ungefähr:

Irgendwann hab ich im Unterricht mitbekommen, dass die Sonne täglich den weltweiten Energiebedarf von 8 Jahren schickt! Eigentlich ein Wahnsinn, dass wir uns immer noch mit Öl, Gas und Kohle rumärgern, die das Klima kaputt machen und in 40 – 80 Jahren sowieso aus sind.Johannes R.

Wir sagen: Kluger Junge! 🙂

Mehr zum Wettbewerb, Bilder und weitere Informationen finden Sie hier: www.emile-montessori.de