Nachhaltigkeit per JobRad gibt es 2020 wenigstens für einen Teil der Landesbeschäftigten

Die baden-württembergische Landesregierung führt im Jahr 2020 für die Bediensteten der Landesregierung ein Radleasing-Angebot ein. Mit dem JobBike BW möchte man die körperliche Fitness der Landesbeamten steigern und zudem Gutes für Umwelt, Klima und Verkehr tun. In der Folge können Landesbeamtinnen und Landesbeamte, wie auch Richterinnen und Richter des Landes, mit Hilfe der Entgeltumwandlung ihres Bruttogehaltes ein Fahrrad oder gar Pedelec zu attraktiven Konditionen beziehen.

Im Vorfeld hatte das Ministerium für Verkehr in Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium im August 2019 die Einführung eines landesweiten Radleasing-Modells europaweit ausgeschrieben. Inzwischen wurde das Vergabeverfahren erfolgreich abgeschlossen, wobei die Bietergemeinschaft um die JobRad GmbH aus Freiburg den Zuschlag für das wirtschaftlichste Angebot erhalten hatte. Dazu teilt Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann mit:

Jede Fahrt mit dem Rad oder Pedelec bedeutet selbstaktive Mobilität mit null CO2-Emissionen. Wer Rad fährt, erfährt nachhaltige Mobilität und leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Deshalb freue ich mich, dass wir für die 170.000 Landesbeamtinnen und – beamten einen Anreiz setzen, mehr Fahrten mit dem Rad zurückzulegen, auf dem Weg in den Dienst und privat. Und ganz nebenbei: Radfahren macht Freude und ist gesund.Winfried Hermann

Das Radleasing wird mittels der sogenannten Gehaltsumwandlung umgesetzt, wobei die Leasingrate vom Bruttogehalt des Einzelnen abgezogen wird. Somit können die Bediensteten der Landesregierung zum einen von einer steuerlichen Förderung profitieren und das Radleasing stellt sich im Vergleich zum Barkauf ungleich attraktiver dar.

Bild: www.pd-f.de / Paul Masukowitz

Die Möglichkeit zur Gehaltsumwandlung ergibt sich aus den Bestimmungen des Landesbesoldungsgesetzes Baden-Württemberg und ist vorerst nur für die Landesbeamtinnen und –beamten möglich. Für Tarifbeschäftigte ist die Gehaltsumwandlung derzeit noch nicht möglich, weil die Gewerkschaften diesem Modell kritisch gegenüberstehen, wie es sinngemäß in der Mitteilung heißt.

In der Regel beträgt die Laufzeit des Leasings 36 Monate, nach dessen Ablauf dann ein neues Pedelec oder Fahrrad geleast werden kann. Marktüblich, aber rechtlich nicht garantiert, ist auch, dass der Leasingdienstleister der Nutzerin oder dem Nutzer ein Kaufangebot unterbreitet.

Zusammen mit JobRad arbeitet die Landesregierung nun mit Hochdruck an einem Umsetzungskonzept zur Einführung von JobBike BW. Ziel soll es sein, das Angebot bereits im Sommer 2020 bereitzustellen. Die genauen Konditionen sowie Details zum Antragsverfahren werden rechtzeitig davor mitgeteilt. Zum JobBike BW Modell teilt JobRad-Gründer und Geschäftsführer Ulrich Prediger mit:

Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg Fahrräder und Pedelecs weiter als Alltagsverkehrsmittel voranzubringen – das JobBike BW ist gelebte Verkehrswende, Klimaschutz und Gesundheitsförderung in Einem.Ulrich Prediger

Das Land Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, welches seinen Bediensteten ein Radleasing anbietet. Mit dem Angebot zeigt sich die Landesverwaltung BW als Vorreiter und baut ihre bundesweit führende Stellung im behördlichen Management weiter aus. Das JobBike BW Modell folgt dem JobTicket BW (25€ Zuschuss für Zeitkarten) nach, welches 2016 eingeführt wurde und inzwischen von rund 30.000 Bediensteten regelmäßig genutzt wird.

Bild: www.flyer-bikes.com | pd-f

Dem folgte in 2017 eine Bezuschussung für Dienststellen des Landes, wenn diese ihre Radinfrastruktur oder Radabstellanlagen entscheidend verbessern. Daraus folgte eine entgeltliche Bewirtschaftung der Stellplätze im Freien, die auch immer weiter ausgeweitet wird. Mit dem JobBike BW läuft nun der nächste Schritt an.

Mehr unter www.vm.baden-württemberg.de oder unter www.jobrad.org.

Bilder: s. Kennz.