Rekordquartal mit starker Rad-Komponente: Edge-Neuheiten und Cycling-Wearables tragen das wachstumsstärkste Segment des Konzerns
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Der Elektronikkonzern Garmin hat zum Ende des am 26. September abgelaufenen dritten Quartals 2026 Rekordzahlen vorgelegt. Der konsolidierte Umsatz stieg im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 1,99 Milliarden US-Dollar, wie das in Schaffhausen ansässige Unternehmen mitteilte. Das Betriebsergebnis erreichte mit 612 Millionen US-Dollar ebenfalls einen Höchststand – ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die verdiente Aktie (GAAP) legte auf 2,80 US-Dollar zu, pro forma wurden 2,76 US-Dollar erzielt, was einem Anstieg um 39 Prozent entspricht.

Cycling als wichtiger Treiber im wachstumsstärksten Segment

Für den Radmarkt ist die Botschaft der Zahlen deutlich: Das Cycling-Geschäft ist ein zentraler Bestandteil des Erfolgs. Es ist im Fitness-Segment enthalten – jener Sparte, die im dritten Quartal um 16 Prozent auf 694 Millionen US-Dollar wuchs und im Neunmonatsvergleich mit 26 Prozent auf rund zwei Milliarden US-Dollar die mit Abstand dynamischste Wachstumsrate des gesamten Konzerns erreichte.

Zwar weist Garmin innerhalb des Segments keine separaten Zahlen für Rad-Computer aus, doch die Produktaktivitäten des Quartals unterstreichen die strategische Bedeutung der Sparte für den Erfolg:

Das Fitness-Segment erwirtschaftete im Quartal eine Bruttomarge von 63 und eine operative Marge von 33 Prozent – ein operatives Ergebnis von 231 Millionen US-Dollar. Zusammen mit dem um 20 Prozent auf 597 Millionen US-Dollar gewachsenen Outdoor-Segment, das von Abenteuer-Uhren wie der neuen fēnix-9- und fēnix-9-Pro-Serie angetrieben wurde, tragen die beiden rad- und sportaffinen Sparten gut die Hälfte des Konzernumsatzes. CEO Cliff Pemble wies in seiner Bewertung den „kürzlich eingeführten Produkten“ eine „wesentliche Rolle“ am Rekordquartal zu – die Edge-Neuheiten zählen dazu.

Übrige Segmente gemischt

Die Marine-Sparte legte dank breiter Nachfrage, angeführt durch Echolot-Produkte, um 16 Prozent zu. Das Aviation-Geschäft wuchs um fünf Prozent, das Outdoor-Segment um 20 Prozent. Das Auto-OEM-Segment hingegen büßte 20 Prozent Umsatz ein, was im Wesentlichen auf Domain-Controller zurückzuführen ist; hier verbuchte Garmin einen operativen Verlust von zwölf Millionen US-Dollar. Regional verzeichnete das Unternehmen in Amerika ein Umsatzplus von 15 Prozent, in EMEA wuchs der Umsatz um zwölf Prozent.

Angehobene Jahresprognose

Angesichts der Ergebnisse und der zum wichtigen Weihnachtsgeschäft bestehenden Dynamik hob Garmin die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an: Erwartet werden nun ein Umsatz von rund 8,15 Milliarden US-Dollar und ein pro forma-Ergebnis je Aktie von 10,80 US-Dollar, bei einer Bruttomarge von 61,0 und einer operativen Marge von 29,0 Prozent. „Wir haben ein weiteres Quartal mit Rekordergebnissen erzielt, getragen von Stärke über alle Märkte und Produktkategorien hinweg“, wird Pemble zitiert.

Die konsolidierte Bruttomarge legte um 420 Basispunkte auf 63,3 Prozent zu, begünstigt unter anderem durch rund 33 Millionen US-Dollar an Rückerstattungen zuvor gezahlter Zölle. Der freie Cashflow belief sich auf 293 Millionen US-Dollar. Die nächste Dividendenrate von 1,05 US-Dollar je Aktie ist für den 24. Dezember 2026 geplant; zum Quartalsende hielt Garmin Barmittel und Wertpapiere im Wert von rund 4,1 Milliarden US-Dollar.

Quelle: PM Garmin
Bild: Garmin