Das Projekt brachte Erkenntnisse hinsichtlich Verbesserung der Akkus und Handlungs-Tipps für E-Bike-Fahrer. Das Team mit vier Projektträgern untersuchte im Labor sowie in Feldversuchen Batteriebelastung und Zustand der Zellen.
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Das dreijährige Forschungsprojekt „PEDElEc – Pendler-eBike Dauertest mit elektrischen und elektrochemischen Untersuchungen“, durchgeführt von der Winora Group, dem Batterie Montage Zentrum BMZ, der Modellstadt Elektromobilität Bad Neustadt an der Saale, dem Fraunhofer ISC und dem Technologietransferzentrum Elektromobilität TTZ-EMO der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, fand seinen Abschluss, die Ergebnisse wurden der Öffentlichkeit vorgestellt.

Untersucht wurden die Batteriebelastung und der Zustand der Batteriezellen unter realen Pendlerbedingungen und im Labor mit dem Ziel, eine fundierte Datenbasis für die Verbesserung von Akkus für die Elektromobilität zu schaffen.

Jürgen Schmitz vom Batterie Montage Zentrum schilderte die Projektmotivation des vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie geförderten Vorhabens: Für den Alterungsprozess von Akkus wurden standardisierte Testzyklen erarbeitet. Die in Feldversuchen sowie im Labor ermittelten Werte wurden ausgewertet und Handlungsempfehlungen für E-Bike-Fahrer entwickelt.

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Bild: Sven Bayer

Professor Dr. Ansgar Ackva, Sven Bayer und Frank Halbig vom Technologietransferzentrum führten gezielte Alterungsprozesse der Akkus bei verschiedenen Temperaturen im Labor durch und dokumentierten diese.

Darüber hinaus entwickelten Kollegen aus der Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik (Professor Dr. Arndt Balzer, Professor Dr. Peter Braun und Vitaliy Schreibmann) mit dem TTZ-EMO eine Handy-App zur Fahrstrecken- und Tourenaufzeichnung, mit der die erfassten Daten zur Analyse an einem Server übertragen wurden.

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Bad Neustadts Bürgermeister Bruno Altrichter begrüßte die Projektteilnehmer. Bild: FHWS / Klein

Das Fraunhofer Institut ISC in Würzburg ermittelte darüber hinaus Daten zur Einzelzellenforschung, wertete sie statistisch aus, stellte Labor- und Feldversuchsdaten gegenüber und präsentierte eine Post-Mortem-Analyse von gealterten Batterien.

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Professor Dr. Ansgar Ackva vom TTZ erläuterte die Ergebnisse. Bild: FHWS / Klein

Die Winora Group stellte 19 Projekt-E-Bikes für Pendler in Bad Neustadt und Würzburg zur Verfügung, Batteriepacks für die Labor- und Feldversuche und übernahm die Wartung der Fahrräder, die insgesamt in der Projektlaufzeit eine Fahrstrecke von 42.000 Kilometern zurückgelegt haben. Die aus dem Projekt gewonnen Erkenntnisse werden eingehen in die Weiterentwicklung sowie u.a. in das Schulungsmaterial für Fachhändler, in Betriebs- sowie Systemanleitungen.

Mehr Informationen gibt es direkt bei der Hochschule für angewandte Wissenschaften
Würzburg-Schweinfurt.