Roman Arnold formuliert ambitionierte Wachstumsmarke für den Koblenzer Fahrradhersteller
1 min Lesezeit

Canyon-Gründer und Vorstandsvorsitzender Roman Arnold sieht den Premium-Fahrradhersteller trotz eines schwierigen Marktumfelds wieder auf Wachstumskurs. In einem Interview mit der »Financial Times« erklärte der 62-Jährige, dass er einen Jahresumsatz von rund einer Milliarde Euro für realistisch hält. Er nannte dafür einen Zeithorizont von etwa drei Jahren, betonte jedoch, dass es sich nicht um ein starres Ziel, sondern um eine Orientierung für nachhaltiges Wachstum handele.

Aktuell erwirtschaftet Canyon knapp 750 Millionen Euro Umsatz pro Jahr und liegt damit weiterhin deutlich über dem Niveau vor dem pandemiebedingten Fahrradboom. Zwar rechnet das Unternehmen für 2025 mit einem leichten Rückgang, Arnold sieht darin jedoch keinen strukturellen Bruch. Entscheidend sei für ihn, Canyon wieder klar auf profitables Wachstum auszurichten und das Direktvertriebsmodell konsequent als Wettbewerbsvorteil zu nutzen.

Roman Arnold

Mit seiner Rückkehr an die Unternehmensspitze im Herbst vergangenen Jahres übernimmt Arnold erneut die operative Verantwortung, nachdem sich das Marktumfeld deutlich eingetrübt hatte. In den vergangenen Monaten hatte Canyon mit stagnierenden Umsätzen, einem kostspieligen E-Bike-Rückruf und erhöhtem Preisdruck zu kämpfen. Über die daraus resultierenden Maßnahmen und strategischen Anpassungen haben wir bereits ausführlich berichtet.

Langfristig traut Arnold Canyon jedoch wieder eine operative Ertragskraft zu, wie sie das Unternehmen bereits vor der Pandemie erreicht hatte. Sein persönliches Engagement unterstreicht er dabei mit seinem weiterhin gehaltenen Anteil von 35 Prozent. Das formulierte Umsatzziel von einer Milliarde Euro versteht er als Ausdruck eines langfristigen Anspruchs – nicht als kurzfristiges Versprechen.

Mit Informationen der Financial Times.

Bilder: Canyon