Der US-amerikanische Fahrradhersteller richtet seine internationalen Strukturen neu aus. Der Standort Wilton in Connecticut wird schrittweise aufgegeben, 143 Beschäftigte sind von den angekündigten Veränderungen betroffen.
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Cannondale ordnet seine weltweiten Geschäftsabläufe neu und verlegt den globalen Hauptsitz von den USA in die Niederlande. Künftig soll Woudenberg, bislang europäischer Hauptsitz der Marke, die zentrale Anlaufstelle für die globale Unternehmensführung sowie weitere übergreifende Funktionen werden. Der langjährige Standort Wilton im US-Bundesstaat Connecticut wird im Zuge der Umstrukturierung schrittweise geschlossen, wie BRAIN heute berichtet.

Aus einer Mitteilung an das Arbeitsministerium von Connecticut geht hervor, dass insgesamt 143 Beschäftigte von der Schließung betroffen sind. Die ersten Kündigungen beziehungsweise Beendigungen von Arbeitsverhältnissen sind für den 21. Dezember 2026 vorgesehen. Die Maßnahmen sollen sich in mehreren Phasen bis zum 31. Dezember 2027 erstrecken. Die Schließung und der damit verbundene Personalabbau sind dauerhaft geplant. Unter den Betroffenen befinden sich auch Mitarbeiter im Homeoffice, darunter rund 14 Account-Manager, deren Beschäftigung voraussichtlich Ende Februar 2027 endet.

Neue Struktur für Nordamerika

Neben der Verlagerung des globalen Hauptsitzes plant Cannondale eine Neuausrichtung seiner nordamerikanischen Geschäftsaktivitäten. Das melden sowohl BRAIN als auch BikeBiz in aktuellen Artikeln. An der US-Westküste soll demnach ein neuer operativer Standort entstehen, an dem Teams für den Vertrieb, die Betreuung des Fachhandels und die Unterstützung der Fahrer zusammengeführt werden.

Darüber hinaus will das Unternehmen innerhalb der kommenden sechs Monate ein einheitliches Vertriebsmodell für mehrere Marken aus dem Portfolio von Pon.Bike einführen. Dazu gehören neben Cannondale auch Santa Cruz und Cervélo. Händler, die mehrere dieser Marken führen, sollen dadurch einen zentralen Ansprechpartner erhalten und Bestellungen sowie Serviceanfragen einfacher abwickeln können. Die einzelnen Marken sollen ihre jeweiligen Identitäten, Modellprogramme und Beziehungen zu den Fahrern beibehalten.

Auch die Aufgabenverteilung zwischen den internationalen Standorten verändert sich. Globale Funktionen, die bislang in Wilton angesiedelt sind, sollen bis ins Jahr 2027 schrittweise zu bestehenden Teams in Europa wechseln. Forschung, Entwicklung und Konstruktion verbleiben dagegen in Freiburg im Breisgau.

Wilton mit langer Unternehmensgeschichte

Cannondale wurde 1971 in Wilton gegründet und ist nach einem Bahnhof in der Stadt benannt. Später verlegte das Unternehmen seinen Hauptsitz in das nahe gelegene Bethel, bevor es 2013 nach Wilton zurückkehrte. Seit der Übernahme von Dorel Sports durch Pon im Jahr 2022 gehört die Fahrradmarke zum niederländischen Konzern.

Mit der aktuellen Neuorganisation endet damit ein bedeutendes Kapitel der Unternehmensgeschichte in Connecticut. Cannondale würdigte den Beitrag der dortigen Belegschaft, die die Entwicklung der Marke über mehr als fünf Jahrzehnte mitgeprägt habe. Einen Personalabbau hatte das Unternehmen zuletzt ebenfalls 2022 angekündigt.

Mit Informationen von BRAIN und BikeBiz.

Bild: Cannondale