TIME hat das TM-B von ALSO in seine Liste der Best Inventions of 2026 aufgenommen. Die Auswahl umfasst 300 Produkte und Entwicklungen, die nach Einschätzung der Redaktion einen besonderen Einfluss auf das Leben der Menschen haben können. Bei der Bewertung berücksichtigt das Magazin unter anderem Originalität, Wirksamkeit, Anspruch und gesellschaftliche Auswirkungen. Die Nominierungen stammen von Redakteuren und Korrespondenten aus aller Welt, wobei auch Zukunftsfelder wie Gesundheitswesen, künstliche Intelligenz und Mobilität besondere Aufmerksamkeit erhalten.
Software statt klassischem Antriebsstrang
Eine technische Besonderheit des TM-B ist die Antriebseinheit DreamRide. Das System überträgt die Pedalbewegung nicht über eine direkte mechanische Verbindung aus Kette und Zahnrädern auf das Hinterrad. Stattdessen wird die beim Treten erzeugte Energie in elektrische Energie umgewandelt und in der Batterie gespeichert. Für den Vortrieb sorgt der softwaregesteuerte Antrieb.
DreamRide soll unterschiedliche Übersetzungsszenarien simulieren und dadurch ein anpassbares Fahrgefühl ermöglichen. Auch verschiedene Fahrmodi gehören zum Konzept. So lässt sich die Unterstützung nach Angaben von ALSO auf unterschiedliche Anforderungen abstimmen, vom entspannten Alltagsweg bis hin zu einer sportlicheren Nutzung. Das System soll zudem dafür sorgen, dass sich Steigungen weniger anstrengend anfühlen.
Wechselbare Sitzkonfigurationen
Ein weiteres Merkmal ist das Konzept der austauschbaren Top Frames. Die Rahmenelemente lassen sich laut Hersteller ohne Werkzeug und mit wenigen Handgriffen wechseln. Innerhalb von weniger als drei Sekunden soll sich das TM-B zwischen drei unterschiedlichen Sitzkonfigurationen umbauen lassen. Dazu gehört auch eine Cargo-Variante, die für den Transport von Kindern oder Einkäufen vorgesehen ist.
Für die Bedienung und Navigation verfügt das E-Bike über den hochauflösenden Touchscreen Portal. In Verbindung mit der ALSO-App zeigt das Display Navigationsinformationen an, sodass das Smartphone während der Fahrt verstaut bleiben kann. Darüber hinaus werden unter anderem Geschwindigkeit, Trittfrequenz und Unterstützungsstufe dargestellt. Auch der Wechsel zwischen den Fahrmodi erfolgt über das Display.
Alternative zum Auto im Alltag
ALSO positioniert das TM-B als Alternative zum Auto für alltägliche Wege. Chris Yu, Mitgründer und Präsident des Unternehmens, sieht eine zentrale Herausforderung der Mikromobilität darin, dass Fahrräder bislang nicht alle Annehmlichkeiten bieten, die viele Menschen vom Auto gewohnt sind. Mit der Kombination aus Hardware, Software und variablem Aufbau soll das TM-B diese Hürde verringern.
Nach Unternehmensangaben wurden in den USA bereits mehr als 10.000 Testfahrten mit dem TM-B im Rahmen eines mobilen Testprogramms absolviert. Die ersten Auslieferungen an Kunden seien inzwischen ebenfalls angelaufen. Mit der Aufnahme in die TIME-Auswahl erhält das Konzept zusätzliche Aufmerksamkeit. Ob sich die ungewöhnliche Antriebstechnik und das flexible Aufbauprinzip im Alltag langfristig bewähren, wird sich im praktischen Einsatz zeigen.








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